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Für Menschen mit Behinderung – weltweit 

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung.

 

Geflüchtete mit Behinderung sind weltweit einem besonderen Risiko der Ausgrenzung ausgesetzt. Unsere Bedarfsanalyse zur Versorgungslage und Lebenssituation von Geflüchteten mit Behinderungen in Deutschland zeigt, dass dies auch in Deutschland der Fall ist. Das Projekt Crossroads | Flucht. Migration. Behinderung. setzt sich in den Feldern Interessenvertretung, Capacity Building und Empowerment für die gesellschaftliche Teilhabe und bedarfsgerechte Unterstützung geflüchteter Menschen mit Behinderung in Deutschland ein.

 
Die siebenjährige Slava mit der Glasknochenkrankheit und ihr Vater aus Syrien in einer Containerunterkunft in Würzburg Die siebenjährige Slava mit der Glasknochenkrankheit und ihr Vater aus Syrien in einer Containerunterkunft in Würzburg Die siebenjährige Slava mit der Glasknochenkrankheit und ihr Vater aus Syrien in einer Containerunterkunft in Würzburg Die siebenjährige Slava mit der Glasknochenkrankheit und ihr Vater aus Syrien in einer Containerunterkunft in Würzburg

© Till Mayer / HI

Hintergrund

Geflüchtete mit Behinderungen – schätzungsweise bis zu 15 Prozent aller Geflüchteten – sind in einer äußerst prekären Lage: Tagtäglich sind sie mit Zugangsbeschränkungen und Barrieren konfrontiert. Die Strukturen bei der Aufnahme und Integration von Geflüchteten sind nicht inklusiv. Der Zugang zu den Leistungen und Unterstützungsmöglichkeiten der Behindertenhilfe ist durch das Asylbewerberleistungsgesetz eingeschränkt. Geflüchtete mit Behinderung haben nur dann eine Chance auf behindertengerechte Hilfe, wenn Haupt- und Ehrenamtliche sie auf dem Weg durch den Bürokratie-Dschungel unterstützen.

 

Das Projekt

Unser Projekt „Crossroads“ möchte grundlegende Strukturen mit bundesweiter Wirkung in den drei ineinandergreifenden Handlungsfeldern aufbauen: Vernetzung und Interessenvertretung (Advocacy), Schulung und Beratung (Capacity Building) und, als drittes Handlungsfeld, der Bereich Selbstvertretung von Geflüchteten mit Behinderung (Empowerment). Dabei verstehen wir unsere Arbeit als Ergänzung und Verstärkung bereits etablierter Unterstützungsstrukturen auf lokaler und regionaler Ebene.

Über den Newsletter „Aktuelles an der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung in Deutschland“ möchten wir aktuelle Entwicklungen, die das Leben von Menschen mit einer Behinderung und Flucht bzw. Migrationshintergrund direkt betreffen teilen und auf diese Weise zum Austausch in unserem Arbeitsfeld beitragen. Eine Anmeldung für den Newsletter ist hier möglich.

Die Handlungsfelder Advocacy, Capacity Building und Empowerment Die Handlungsfelder Advocacy, Capacity Building und Empowerment Die Handlungsfelder Advocacy, Capacity Building und Empowerment Die Handlungsfelder Advocacy, Capacity Building und Empowerment

 

Advocacy

Im Handlungsfeld Advocacy koordinieren wir den Aufbau eines bundesweiten Netzwerkes von Organisationen, die an der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung arbeiten. Neben dem fachlichen Austausch möchte das Netzwerk Politik und Verwaltung für die besonderen Bedürfnisse Geflüchteter mit Behinderung sensibilisieren und Veränderungen der Verwaltungspraxis und Gesetzgebung im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention anstoßen. Mitglieder des bundesweiten Netzwerks sind ca. 30 Organisationen, die schwerpunkthaft an der Schnittstelle Flucht, Migration und Behinderung tätig sind.

Wir fordern gemeinsam mit dem bundesweiten Netzwerk Flucht, Migration, Behinderung, dass qualitative Dolmetschleistungen für Migrant*innen mit einer Behinderung gesetzlich verankert werden müssen. Hier geht es zur Pressemitteilung.

Angesichts der Corona-Krise appellieren wir mit verschiedenen Organisationen an die Politik Sammelunterkünfte mit Geflüchteten umzuverteilen. Hier geht es zur Pressemitteilung. Die Informationen sind auch in Leichter Sprache verfügbar. 
Für Presseanfragen kontaktieren Sie bitte Karsten Dietze: k.dietze@hi.org

Dokumente und Dokumentationen:

Positionspapier zur Sprachmittlung (PDF)

Appell zu Erstaufnahmeeinrichtungen (PDF)

Appell in einfacher Sprache (PDF)

Folgen des Migrationspaketes für Menschen mit Behinderung (PDF)

Dokumentation 1. Netzwerktreffen (PDF)

Dokumentation 2. Netzwerktreffen (PDF)

Dokumentation 3. Netzwerktreffen (PDF)

Dokumentation 4. Netzwerktreffen (PDF)

Dokumentation 5. Netzwerktreffen (PDF)

Capacity Building

Im Bereich Capacity Building wird in Kooperation mit den Spitzenverbänden der Freien Wohlfahrt, die sowohl in der Flüchtlings- als auch Behindertenhilfe aktiv sind, ein Schulungs- und Beratungskonzept für Fachkräfte und Ehrenamtliche aus diesen Bereichen entwickelt und erprobt. Die dabei entwickelten Arbeitsmaterialien werden in einer frei zugänglichen webbasierten Toolbox zur Verfügung gestellt.

Beratung und Qualifizierung

Um Geflüchtete mit Behinderung bedarfsgerecht unterstützen zu können, sind Einrichtungen und Organisationen der Behindertenhilfe und Flüchtlingshilfe auf geschulte Mitarbeiter*innen angewiesen.
Ob Flüchtlingsunterkunft, Geflüchteten-Initiative oder Beratungsangebot – nehmen Sie das Thema Flucht, Migration und Behinderung in den Blick. Mit der Beratung von Crossroads
•    erweitern Sie die Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter*innen,
•    vergrößern Sie Ihr Angebot und
•    etablieren Sie lokale Netzwerke, mit denen Sie Geflüchteten mit Behinderung regional besser gerecht werden.

Wir beraten Sie eingehend und stecken gemeinsam Ihren Qualifizierungsbedarf ab.
Unsere Beratung soll die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung und einer Fluchtbiografie verbessern. Deshalb führen bei Crossroads auch Selbstvertreter*innen Beratungen durch. Das damit einhergehende Empowerment ist mehr als ein Nebeneffekt.
Crossroads ermöglicht nachhaltige Veränderungen. Wir verankern das Verständnis für Inklusion in Gesellschaft und Politik. Dem zugrunde liegt das UN-Übereinkommen der Rechte für Menschen mit Behinderungen.

Formate 
Crossroads arbeitet mit
•    Analysen,
•    der Entwicklung von Handlungsoptionen,
•    Workshops,
•    Trainings,
•    Weiterbildungen, Onlineseminare und Onlinemeetings (modular).

Unser Themenspektrum beinhaltet zum Beispiel:
•    Entwicklung neuer Angebote / Anpassung bestehender Angebote
•    Interne Fortbildung und Qualifizierung
•    Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung
•    Verbesserung von Handlungskompetenz
•    Förderung der fachlichen Vernetzung an der Schnittstelle von Flucht, Migration und Behinderung

Aktuell
berücksichtigen wir bei der Auswahl der Methoden die Covid-19 bedingten Einschränkungen in Ihrem Bundesland und …
… dauerhaft
Ihre Ressourcen und die von Crossroads.

Empowerment

Geflüchtete mit Behinderung haben bislang kaum eine Stimme. Erste Ansätze der Selbstvertretung will „Crossroads“ unterstützen: Gemeinsam mit lokalen Partner*innen führen wir Workshops mit Geflüchteten mit Behinderung durch, um mit ihnen Projekte zur Stärkung der Selbstbestimmung und Mitwirkung auf Bundesebene zu entwickeln. Darüber hinaus schulen wir Selbstvertreter*innen, damit sie als Referent*innen in eigener Sache an den Schulungen und Beratungen von Fachkräften mitwirken.

Workshopteil des 1. Netzwerktreffen im Dezember 2018. Eine Frau erklärt etwas auf einem Chart. Workshopteil des 1. Netzwerktreffen im Dezember 2018. Eine Frau erklärt etwas auf einem Chart. Workshopteil des 1. Netzwerktreffen im Dezember 2018. Eine Frau erklärt etwas auf einem Chart. Workshopteil des 1. Netzwerktreffen im Dezember 2018. Eine Frau erklärt etwas auf einem Chart.

© Jörg Farys / dieprojektoren.de

Workshopteil des 1. Netzwerktreffen im Dezember 2018
Teilnehmer*innen des 2. Netzwerktreffens im März 2019 Teilnehmer*innen des 2. Netzwerktreffens im März 2019 Teilnehmer*innen des 2. Netzwerktreffens im März 2019 Teilnehmer*innen des 2. Netzwerktreffens im März 2019

© Jörg Farys / dieprojektoren.de

Teilnehmer*innen des 1. Netzwerktreffens im Dezember 2018
 

Die Förderung der „Skala“-Initiative ermöglicht es HI, grundlegende Strukturen mit bundesweiter Wirkung für Geflüchtete mit Behinderung aufzubauen. „Skala“ ist eine Initiative der Unternehmerin Susanne Klatten in Partnerschaft mit dem gemeinnützigen Analyse- und Beratungshaus „PHINEO“ und fördert bundesweit etwa 100 Non-Profit-Organisationen.

„Crossroads“ wird gefördert von:

Logo Skala-Initiative

Kontakt

Bei allgemeinen Fragen zum Projekt kontaktieren Sie bitte:

Foto von Dr. Susanne Schwalgin

Dr. Susanne Schwalgin
Projektleiterin
E-Mail: s.schwalgin[at]hi.org
Mobil:
+49 (0)176 17610110
Festnetz:
+49 (0)30 28043922

Bei Fragen zu den Fortbildungen kontaktieren Sie bitte:
Wolfram Buttschardt

Wolfram Buttschardt
Referent Capacity Building
E-Mail: w.buttschardt[at]hi.org
Mobil:
+49 (0)176 17610111
Festnetz: 
+49 (0)30 28043926

Bei Fragen zum Netzwerk kontaktieren Sie bitte:

Karsten Dietze

Karsten Dietze
Referent Advocacy
E-Mail: k.dietze[at]hi.org
Mobil:
+49 (0)176 17610112
Festnetz: 
+49 (0)30 28043926

Bei Fragen zum Empowerment kontaktieren Sie bitte:

Nora Team Foto

Nora Lori Demirbilek
Referentin Empowerment Now; E-Mail:
nl.demirbilek[at]hi.org
Mobil: 
+49 (0)157 85047064
Festnetz:
+49 (0)30 28043926

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