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Handicap International verurteilt das erneute Bombardement eines Krankenhauses in Syrien

Nothilfe
Syrien

Ein von Handicap International unterstütztes Krankenhaus im Gouvernement Dar?? wurde am 31. Juli bei einem Bombenangriff getroffen. Mehrere Menschen starben, darunter einige Mitarbeitende.

Zerbombte Straßenszene, ein Auto liegt im Geröll

Archivbild: die zerstörte Stadt Kobane | P. Houliat / Handicap International

„Die internationale Gemeinschaft muss dieses Bombardements entschieden verurteilen“, betont Jean-Pierre Delomier, Leiter der humanitären Hilfe von Handicap International. „Die Konfliktparteien müssen alles daran setzen, das Leben der Zivilbevölkerung zu schützen. Es ist inakzeptabel, dass Krankenhäuser oder Gesundheitseinrichtungen bei Bombenangriffen getroffen werden. Dabei sterben Menschen und die Schutzbedürftigen verlieren die Hilfe, die sie so dringend benötigen.“

Handicap International ruft deshalb erneut zum sofortigen Stopp der Bombardements gegen die Zivilbevölkerung und zur Einhaltung des Humanitären Völkerrechts auf.

Erst letzte Woche waren Gesundheitseinrichtungen bombardiert worden: Im Gouvernement Idlib im Nordosten Syriens wurde ein Entbindungsheim bei einen Bombenangriff getroffen. Einige Tage zuvor wurden außerdem vier Krankenhäuser und ein Blutspendezentrum im Osten Aleppos durch französische Luftangriffe getroffen, was ebenfalls zu Dutzenden Toten geführt hatte.

Handicap International hat im September 2015 eine internationale Kampagne ins Leben gerufen, um die Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung zu beenden. Die Organisation ruft die Staaten dazu auf, sich einer politischen Erklärung anzuschließen, die darauf abzielt, keine explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten einzusetzen und das Leiden der Zivilbevölkerung anzuerkennen. Zu diesem Zweck ist die Organisation Gründungsmitglied der Koalition INEW (International Network on Explosive Weapons), die mehrere internationale und nationale Organisationen vereint.

Damit solche Szenen in Zukunft der Vergangenheit angehören:

Jetzt Petition "Keine Bomben auf Wohngebiete" unterzeichen

2 August 2016
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Martina Vohankova stammt aus Tschechien und arbeitet bei Handicap International Syrien als Projektmanagerin für Gesundheit und Minenaktion. Angefangen in 2012 arbeitete sie erst für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in Uganda, Kambodscha und im Südsudan. In den vergangenen zwei Jahren war Martina im Nahen Osten tätig, zunächst im Irak. Seit Mai 2016 wirkt sie bei Handicap International im Syrien-Krisen-Programm mit. Hier erzählt sie uns von ihrer Arbeit.