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Syrien: Unser Einsatz in der humanitären Katastrophe nach fast fünf Jahren Krieg

Minen, Streubomben und andere Waffen Nothilfe Vorsorge und Gesundheit
Syrien

Der Beginn der blutigen Kämpfe in Syrien jährt sich in diesem Frühjahr zum fünften Mal. Die humanitäre Situation ist katastrophal. Täglich versorgen wir neue Opfer von Schussverletzungen oder Explosionen. Wir unterstützen amputierte Menschen und alle, bei denen körperliche Verletzungen zu einer dauerhaften Behinderung führen.

Infografik: Mehr als 600.000 Menschen wurden seit Beginn der Syrien-Krise von Handicap International unterstützt. 267.000 Menschen wurden über die Risiken von explosiven Kriegsresten aufgeklärt. 11.520 Menschen erhielten psychologische Unterstützung. 78.789 Geh- und Mobilitätshilfen wurden verteilt. 9.720 Familien wurden finanziell unterstützt. 146.417 Menschen erhielten Essenspakete. 5.912 Menschen erhielten Prothesen oder Orthesen, 62,297 Menschen nahmen an Sitzungen zur physischen Rehabilitation teil.

Der Not ist groß für die Menschen aus Syrien. Seit Beginn des Konflikts hat Handicap International viele bedürftige Menschen erreichen können. | © Frederik Buyckx / Handicap International

Syriens Nachbarländer haben seit Beginn der Krise bereits über vier Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Handicap International engagiert sich in Jordanien, im Irak und im Libanon. Dort haben insgesamt mehr als 2 Millionen Menschen Zuflucht gefunden. Derzeit arbeiten 370 Fachkräften an der Seite der Schutzbedürftigsten in vier Einsatzländern (Libanon, Jordanien, Syrien, Irak). Wir reagieren damit auf den dringenden Handlungsbedarf für diese Menschen, darunter Verwundete, Menschen mit Behinderung, ältere oder isolierte Menschen. Unsere Teams setzen sich auch für Binnenvertriebene und Menschen in den Flüchtlingslagern oder den Gemeinden ein.

In Jordanien und im Libanon helfen rund 20 mobile Teams den Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen nicht selbst in die Gesundheitszentren der Gemeinden gehen können. Jedes Team besteht aus einer Fachkraft für Physiotherapie und einer für Soziale Arbeit.

In Syrien selbst leisten wir Nothilfe für Familien, die sich in besetzten oder nur schwer zugänglichen Gebieten befinden. An sie verteilen wir Nahrungsmitteln und Pakete mit wichtigen Haushaltsgegenständen.

Tagtäglich kümmern sich unsere Teams auch um neue Verwundete: die meisten von ihnen sind Opfer von Unfällen mit Schusswaffen oder Explosionen. Die Anzahl der Waffen und Sprengkörper in Syrien und dem Irak nimmt täglich zu. Die zurückbleibenden explosiven Kriegsreste gefährden die Bevölkerung noch lange nach dem Ende des Konflikts. Handicap International setzt die langjährige Erfahrung im Bereich Minen und explosive Kriegsreste seit Oktober 2013 in Syrien und seit Dezember 2014 im Irak ein. Unsere Expertinnen und Experten räumen explosive Kriegsreste und klären die Bevölkerung über die Risiken auf. Über 600.000 Menschen konnte Handicap International seit Beginn der Syrien-Krise durch verschiedene Maßnahmen bereits helfen.

Infografik zum Einsatz von Handicap International in Syrien

Bitte unterstützen Sie die wichtige Arbeit der Teams von Handicap International im Konfliktgebiet mit Ihrer Spende. Danke!

26 Januar 2016
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Martina Vohankova stammt aus Tschechien und arbeitet bei Handicap International Syrien als Projektmanagerin für Gesundheit und Minenaktion. Angefangen in 2012 arbeitete sie erst für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in Uganda, Kambodscha und im Südsudan. In den vergangenen zwei Jahren war Martina im Nahen Osten tätig, zunächst im Irak. Seit Mai 2016 wirkt sie bei Handicap International im Syrien-Krisen-Programm mit. Hier erzählt sie uns von ihrer Arbeit.