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Yaseen, 61: „Ich möchte in mein altes Leben zurückkehren”

Minen, Streubomben und andere Waffen
Syrien

Yaseen, 61, lebt mit seiner Familie im Süden Syriens. 2013 wurde er von Granatsplittern getroffen, als sein Haus bombardiert wurde. Eines seiner Beine musste amputiert werden und er musste in ein anderes Dorf fliehen. Unser Partner vor Ort versorgte ihn mit Physiotherapie. Die Aktivität von Handicap International in Syrien wird mit Unterstützung des EU-Dienstes für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz [ECHO] durchgeführt.

 

Yaseen und sein Physiotherapeut Mohammed bei den Laufübungen

Yaseen und Mohammad nach der Physiotherapie-Einheit auf dem Rückweg ins Therapiezentrum | © Handicap International

Vor drei Jahren fiel eine Bombe auf das Haus von Yaseen. Er wurde schnell ins Krankenhaus gebracht. Aber seine Verletzungen waren so schwerwiegend, dass er in eine andere Einrichtung nach Jordanien verlegt werden musste. Dieser ehemalige Schullehrer, der seine Familie zurück gelassen hatte, war entschlossen, in sein Land zurückzukehren, sobald er sich erholt haben würde. Gleich nachdem er das Krankenhaus verließ, überquerte er die Grenze wieder und kehrte zu seinem Haus und seiner Familie zurück. Und das alles trotz seiner Amputation.

Yaseen, assis sur son lit à la maison

Seit seiner Rückkehr nach Syrien erhält Yaseen eine Behandlung, die seiner Rehabilitation dient, und die ihm hilft, sich an seine neue Situation zu gewöhnen. Mohammed, ein Physiotherapeut, hilft Yaseen auf seinem Weg, wieder gesund zu werden. Nachdem der ältere Mann sein künstliches Bein angelegt hat, geht er mit Mohammed draußen vor dem Gesundheitszentrum spazieren. Es ist wichtig, dass sich Yaseen an das Laufen mit seinem künstlichen Bein gewöhnt, für das Handicap International gesorgt hat. Die beiden Männer gehen ein paar Schritte. Yaseen weiht Mohammed in seine Hoffnungen ein.

Ich möchte in mein altes Leben zurückkehren und ich möchte in der Lage sein, unter besseren Bedingungen zu leben.“

Der jahrelange Konflikt hat ihn gezeichnet. Er hat nun vor, das Land mit seiner Familie zu verlassen. Yaseen kann zwar wieder laufen, aber er ist müde und träumt von einer besseren Zukunft im Ausland.

„Die Lebensumstände für mich und meine Familie sind hier sehr schwierig”, erklärt er. „Ich kann die Rente von den öffentlichen Ämtern nicht abholen, weil ich Angst habe, gefangen genommen zu werden. Wir haben keinerlei Einkommen und überleben nur dank der Hilfe unserer Freunde, die die Ausgaben abdecken.” Die Leistungen von Handicap International, die Yaseen unterstützen, sind für ihn überlebenswichtig – genau wie für viele andere Syrer auch.

Das Zentrum ist der einzige Ort, an dem er eine physiotherapeutische Versorgung erhalten kann, ohne dafür bezahlen zu müssen. Und dank der Hilfe von Handicap International kann er nun mit einem künstlichen Gelenk laufen.

Seit Beginn der Krise hat Handicap International bei mehr als 7.500 Opfern des Syrien-Konflikts orthopädische Hilfsmittel wie Prothesen und Orthesen angepasst. In Syrien haben zudem rund 10.000 Menschen Physiotherapie erhalten, die von unseren Partnern in den letzten drei Jahren durchgeführt wurden.

Damit solche Szenen in Zukunft der Vergangenheit angehören:

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22 August 2016
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