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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Stellenangebote zum Projekt „Aufbau bundesweiter Kompetenz zu Flucht, Migration und Behinderung“

Handicap International ist die deutsche Sektion der internationalen Föderation Humanity & Inclusion mit Sitz in München und Büro in Berlin. Die Organisation setzt sich in rund 60 Ländern mit über 300 Projekten für Menschen mit Behinderung ein, insbesondere in Kriegs- und Krisengebieten, in der Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit. Handicap International ist Mitbegründer der internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen, Co-Träger des Friedensnobelpreises 1997 und wurde 2011 mit dem Conrad N. Hilton Humanitarian Prize für außergewöhnliche Beiträge zur Linderung menschlichen Leidens ausgezeichnet.

Flüchtlinge mit Behinderungen (Binnenflüchtlinge und Flüchtlinge über Landesgrenzen hinweg) gehören seit Anfang an zu den Zielgruppen, mit denen Handicap International arbeitet. In Deutschland ist die Organisation seit 2003 mit dem Projekt ComIn in München für Flüchtlinge mit Behinderung aktiv. In Reaktion auf den Anstieg der Zahl von Menschen, die nach Deutschland flüchten, führte Handicap International von September 2016 bis März 2018 eine Bedarfsanalyse zur Versorgungslage und Lebenssituation von Geflüchteten mit Behinderung in Deutschland durch. Ziel war es strukturelle Lücken auf den Ebenen von gesetzlichen Grundlagen und Verordnungen, Verwaltungshandeln, Advocacy und Zugang zu sozialen Dienstleistungen zu identifizieren und den Bedarf aus der Perspektive von Geflüchteten und anderen Stakeholdern (Politik, Verwaltung, NGOs, soziale Dienstleister) zu eruieren. Aufbauend auf den Ergebnissen der Bedarfsanalyse hat Handicap International das Modellprojekt „Aufbau bundesweiter Kompetenz zu Flucht, Migration und Behinderung“ entwickelt, das dank einer dreijährigen Förderung der SKala-Initiative nun umgesetzt wird.

Das Projekt zielt darauf ab grundlegende Strukturen in den drei miteinander verzahnten Handlungsfeldern Advocacy, Capacity Building und Empowerment aufzubauen. Im Bereich Advocacy ist der Aufbau eines bundesweiten Netzwerks von lokal arbeitenden Akteuren geplant, das aktiv in politische Prozesse auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene eingreifen soll. Außerdem soll ein tragfähiges Konzept entwickelt werden, um das Netzwerk finanziell und organisatorisch über den Projektzeitraum hinaus abzusichern und dauerhaft zu etablieren. Im Bereich Capacity Building soll in Kooperation mit Akteuren aus den Spitzenverbänden der freien Wohlfahrt, die sowohl in der Flüchtlings- als auch Behindertenhilfe aktiv sind, ein Schulungs- und Beratungskonzept für Fachkräfte und Ehrenamtliche aus diesen Bereichen entwickelt und erprobt werden. Die dabei entwickelten Arbeitsmaterialien werden darüber hinaus in einer frei zugänglichen webbasierten Toolbox zur Verfügung gestellt. Die Maßnahmen im Bereich Empowerment sind gegenwärtig noch in der Planungsphase und beginnen zu einem späteren Zeitpunkt.

Im Rahmen des Projektes haben wir am Standort Berlin zum nächstmöglichen Zeitpunkt folgende Stellen zu besetzen: