Gehe zum Hauptinhalt

Erfolgreicher Quarantäne-Song hilft Menschen mit Behinderung

70 Musiker*innen aus zehn Ländern haben ein Zeichen für Zusammenhalt während der Corona-Krise gesetzt. Unter dem Namen „Project United” spielten die Künstler*innen gemeinsam den Song „Side by Side” – jeder aus seiner Wohnung – und veröffentlichten die Performance als Youtube-Video. Damit wollen sie Spenden für die Hilfsorganisation Handicap International (HI) sammeln, die sich um Menschen mit Behinderung in den ärmsten Ländern und in Kriegsgebieten kümmert – in Zeiten von Corona alles Angehörige der besonders gefährdeten Risikogruppe. Der Produzent ist der 27-Jährige Maik Styrnol aus Baden-Württemberg.

Einer für alle und alle für einen: „Gänsehaut pur!“

70 Musiker*innen aus ganz Europa produzierten den Song „Side by Side“ praktisch aus der Quarantäne. „One for all and all for one”, heißt es im Refrain des Songs – zu Deutsch: Einer für alle und alle für einen.

„Das ist nicht nur eine Floskel!”, freut sich Komponist Gert Endres über die Gemeinschaftsleistung: „Es war überwältigend, wie zahlreiche Menschen den Song eines Einzelnen zu einer gemeinsamen Hymne gemacht haben! Gänsehaut pur!”

70 Musiker*innen wirkten als großes Rock-Orchester online mit und spielten den vor 30 Jahren von der Rockband Scaramouche erstmals veröffentlichten Song. Die Scaramouche-Mitglieder sind auch im neuen Video mit dabei, gemeinsam mit vielen weiteren Profis ihrer Branche – Amateure und Profis. Gitarre aus Frankreich, Bass aus Deutschland, Klavier aus der Ukraine, Gesang aus Litauen, ein italienischer Gitarrist steuerte ein Solo bei - sogar aus Thailand kam Unterstützung. Mehr als zehn Nationalitäten versammelten sich insgesamt im Video zu „Side by Side”

Abstandhalten in überfüllten Slums

Das Team der gemeinnützigen Hilfsorganisation Handicap International sind begeistert und dankbar für die Hilfe der Musiker*innen. Die Situation in vielen Entwicklungsländern sei dramatisch. Gerade für Menschen mit Beeinträchtigungen sei der Virus besonders gefährlich, so die Organisation. Derzeit müssen alle HI-Projekte für Menschen mit Behinderung in rund 50 Ländern umgestellt werden. Mit Postern, Radiospots und via Telefon klären die Teams die Menschen über das Coronavirus auf: Menschen, die chronisch krank sind oder im Rollstuhl sitzen. Menschen, die nicht hören oder sehen können. Menschen, die sich in Flüchtlingscamps drängen oder Menschen, die in zerstörten Kriegsgebieten leben. Tausende Menschen in Ländern, in denen kaum ein Gesundheitssystem funktioniert oder zu schwach für eine Pandemie ist. Die Teams von HI versuchen neben der Aufklärung vor allem Masken und Desinfektionsmittel zu bekommen, um sich selbst zu schützen und somit überhaupt helfen zu können.

Schwierige Produktion – ohne Studios und teilweise mit dem Handy

„Wenn wir den Menschen damit zeigen können, dass niemand alleine ist, dann haben wir schon viel erreicht”, so der Produzent des Stückes, Maik Styrnol vom Lahrer punchline studio. Der Komponist und Audio Engineer produzierte in mühsamer Kleinstarbeit das fertige Stück. Gar nicht so einfach, da viele Künstler*innen kein richtiges Aufnahme-Equipment in der Isolation besitzen. „Manche Sänger*innen konnten leider nur mit dem Handy aufnehmen, da musste ich schon ganz schön arbeiten, damit am Ende alles rund klingt.” Für die Neuauflage von „Side by Side” hatte Gert Endres zu Beginn der Corona-Pandemie den Text umgeschrieben. In Zeiten der Abschottung von Staaten und Grenzschließungen innerhalb der EU zeigt „Side by Side”: Die Künstler*innen stehen zusammen.

Material aus der Dropbox:

https://www.dropbox.com/sh/odtb35azjdztrka/AAAJTSHS0J9r1KAgzEAD7Ccra?dl=0

  • O-Töne von Produzent Maik Styrnol und Komponist Gert Endres für Radio-Journalisten
  • Bildmaterial
  • Die Pressemitteilungen als PDF
  • Pressestimmen