Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Global Disability Summit Berlin 2.+3. April 2025 Interviewangebote mit HI-Experten aus Jemen zu Minenopfern / aus Nepal zu Budgetkürzungen

Pressemitteilung am 12.03.2025:

Auf dem Global Disability Summit (GDS), der am 2. und 3. April in Berlin stattfinden wird, stehen insbesondere die Themen inklusive Gesundheit, inklusive Bildung und inklusive humanitäre Hilfe auf der Tagesordnung. Das Ziel: Es sollen konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderungen entwickelt werden und diese sollen Zugang zu allen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit und der humanitären Hilfe bekommen. Gastgeber ist neben der Regierung von Jordanien und der International Disability Alliance (IDA) die deutsche Bundesregierung. Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) ist mit einem internationalen Expertenteam vor Ort.

Expertinnen und Experten von HI stehen für Interviews zur Verfügung.

Reshma Azmi, Landesdirektorin Handicap International Jemen: Prothesen für Minenopfer
Rund 70 Prozent der Bevölkerung im Jemen sind auf eine Versorgung mit Hilfsgütern durch internationale Hilfsorganisationen angewiesen. Die Gewalt ist allgegenwärtig. Es gibt viele Menschen mit amputierten Gliedmaßen: Überlebende von Minen-Explosionen, von Schussverletzungen oder Unfällen. „Jeden Montag haben wir hier lange Schlangen. Wir brauchen mehr Physiotherapeuten, mehr ausgebildetes heimisches Personal und mehr Einrichtungen wie diese im ganzen Land.“

Virendra Singh Thagunna, Landesdirektor Handicap International Nepal: Auswirkungen der Kürzungen in der humanitären Hilfe
Die Kürzungen und Beendigung vieler Projekte betreffen die Verbesserung von Gesundheit und Bildung sowie die Stärkung der Katastrophenresilienz. Sie betreffen unsere Arbeit u.a. in Reha-Zentren, wo z.B. Erdbebenopfer und Menschen mit Behinderung versorgt werden. In vielen Ländern wie Nepal werden diese immer noch stigmatisiert und ausgegrenzt. Rund 78 % aller Kinder mit Behinderung gehen in Nepal nicht zur Schule.

Ulrike Last, Fachberaterin für die Inklusion von Menschen mit Behinderung in die humanitäre Hilfe: Menschen mit Behinderung werden in der humanitären Nothilfe oft vergessen
Ohne Hilfsmittel wie Krücken, Rollstuhl oder Blindenstock von A nach B zu gelangen, an Lebensmittel zu kommen, die Toilette zu benutzen oder gar aus einem Haus vor einem Tsunami oder Wirbelsturm zu fliehen, ist für Menschen mit Behinderung eine Herausforderung, oft sogar unmöglich. Handicap International arbeitet, damit besonders schutzbedürftige Menschen in der Nothilfe nicht vergessen werden. Dazu schulen Expertenteams Behörden vor Ort und andere Hilfsorganisationen und bauen lokale und fachliche Unterstützungsmechanismen auf.

Handicap International / Humanity & Inclusion
Handicap International arbeitet seit mehr als 40 Jahren mit Menschen mit Behinderung zusammen, setzt sich in 59 Ländern für Inklusion und Chancengleichheit ein, kooperierte 2023 mit 160 Organisationen von Menschen mit Behinderung und wird als globaler Akteur an dem Summit teilnehmen.

Weitere Informationen zu den Erwartungen an den Gipfel 
Weitere Informationen zum Global Disability Summit

Für weitere Informationen und Interviewwünsche wenden Sie sich bitte an
Huberta von Roedern, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
E-Mail: [email protected]
Mobil: +49 151 73023206