Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

1 Millionen Flüchtlinge aus dem Südsudan in Uganda

Nothilfe

Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Südsudan im Jahr 2013, bietet Uganda einen Zufluchtsort für viele geflüchtete Menschen. Am 17. August verkündeten die Regierung Ugandas und die UN-Flüchtlingshilfe, dass die Anzahl der Flüchtlinge aus dem Südsudan nun die 1-Millionen-Schwelle erreiche. Ab September wird Handicap International (HI) Flüchtlinge bei der Aufnahme und Ankunft in Uganda unterstützen.

Die junge Omot Ochang leidet an infantiler Zerebralparese

Omot Ochang, ein junges Mädchen, das an infantiler Zerebralparese leidet mit ihrer Mutter in einem Flüchtlingszentrum in Kenia, Mai 2017 | © P.Meinhardt / Handicap International

Wahllose Gewalt und eine schwere Nahrungsmittelkrise haben die Menschen dazu gezwungen, aus dem Südsudan zu fliehen. Bis Ende des Jahres rechnet man mit mehr als 2,1 Millionen Menschen, die aus dem Südsudan in die Nachbarländer fliehen werden. Betroffene Staaten sind dabei hauptsächlich der Sudan, Äthiopien und Uganda.

Uganda erlebte in den vergangenen 12 Monaten einen Rekord bezüglich der Anzahl der Neuankömmlinge. Rund 750 000 Südsudanesen suchten Zuflucht in Uganda – ein dramatischer Anstieg. Täglich steigt die Zahl der Geflüchteten, die Uganda erreichen um mehrere Hunderte. Der Bedarf an humanitären Hilfsmaßnahmen ist immens, doch mangelt es in dieser Krise an der Finanzierung.

Handicap International hilft Menschen auf der Flucht
 

Im September 2017 wird HI Maßnahmen einleiten, die die Aufnahme von Flüchtlingen erleichtern sollen. Dany Egreteau, Notfallmanager bei Handicap International erklärt, warum diese Hilfe so notwendig ist.

„Die schutzbedürftigsten Geflüchteten, zu denen vor allem ältere Menschen, alleinerziehende Mütter, Menschen mit Behinderung sowie allein geflüchtete Kinder zählen, müssen gezielt betreut werden, um ihre Gesundheit und Sicherheit zu garantieren. Sie sind einem besonderen Risiko ausgesetzt, missbraucht oder diskriminiert zu werden und der Zugang zu lebenswichtigen Hilfsmaßnahmen ist für sie deutlich erschwert.“

Folgende Schritte sollen zur Unterstützung der schutzbedürftigsten Menschen eingeleitet werden:

  • Ernährungssicherung, psychologische Hilfe für traumatisierte und Zuflucht suchende Menschen
  • bestimmte Trainingseinheiten für Helfer, um gezielt auf Menschen mit Behinderung und die Schutzbedürftigsten eingehen zu können und ihnen Zugang zu humanitären Hilfsmaßnahmen zu ermöglichen.
17 August 2017
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Handicap International und Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ helfen gemeinsam den Schwächsten in Mosambik
©P.Pillon/ HI
Nothilfe

Handicap International und Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ helfen gemeinsam den Schwächsten in Mosambik

Seit dem verheerenden Wirbelsturm am 15. März befindet sich Mosambik in einer absoluten Notlage. Der aktuelle Stand laut dem UN-Nothilfebüro OCHA: 602 Todesopfer, 4.979 Cholera-Erkrankungen, über 70.000 Obdachlose und insgesamt 1,85 Millionen betroffene Personen.   

Mosambik: Vor allem Menschen mit Behinderung brauchen jetzt Hilfe
© C.Briade/HI
Nothilfe

Mosambik: Vor allem Menschen mit Behinderung brauchen jetzt Hilfe

Unsere Teams vor Ort bekommen einen immer besseren Überblick über die Situation in Mosambik. Wichtige Zufahrtswege sind zwar inzwischen geräumt, doch sind viele abgelegene Gebiete weiterhin von jeglicher Hilfe abgeschnitten. Die Logistikexperten von Handicap International koordinieren nicht nur die Beseitigung der Trümmer, sondern versuchen auch Wege frei zu legen und neue Zufahrten in die betroffenen Gebiete zu schaffen. Die Unterstützung von besonders bedürftigen Menschen hat für Handicap International höchste Priorität.

Lenna Bahule singt für Mosambik: Reinerlös des Konzerts kommt direkt den Opfern des Tropensturms zugute
© Lenna Bahule
Nothilfe

Lenna Bahule singt für Mosambik: Reinerlös des Konzerts kommt direkt den Opfern des Tropensturms zugute

Der Wirbelsturm Idai hat verheerende Schäden in Mosambik angerichtet. Die Situation ist weiterhin kritisch. Die Komponistin, Sängerin und Tänzerin Lenna Bahule aus Maputo/Mosambik gibt gemeinsam mit Musikern aus München ein Benefizkonzert - ganz im Sinne des UBUNTO (Ich bin, weil wir sind). Das Konzert findet am Samstag, dem 30. März um 19:00 Uhr im Bildungszentrum der Münchner Volkshochschule statt.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Geldgeber