Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Debatte im UN-Sicherheitsrat zum Schutz der Zivilbevölkerung

Minen und andere Waffen
International

Am 23. Mai jährt sich zum zwanzigsten Mal im Sicherheitsrat die offene Debatte über den Schutz von Zivilist/-innen. Gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk INEW laden wir zu einer Begleitveranstaltung in New York, bei dem über eine künftige politische Erklärung gegen den Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten diskutiert wird. Bereits im Vorfeld haben wir zusammen mit 21 weiteren NGOs in einer offenen Stellungnahme konkrete Maßnahmen gefordert, um das Leid der Zivilbevölkerung in Konfliktgebieten zu verringern.

Irakische Familie vor ihrem von Bomben zerstörten Haus

Irakische Familie vor ihrem von Bomben zerstörten Haus | © E. Fourt/HI

Der Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten steht in der Woche vom 21. bis 24. Mai beim UN-Sicherheitsrat im Mittelpunkt. So jährt sich zum 20. Mal der Jahrestag, als der Sicherheitsrat dieses Thema überhaupt erstmals auf seine Tagesordnung gesetzt hat. Darüber hinaus wurden 1999 zwei wichtige Resolutionen verabschiedet: Zum Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Gebieten sowie bei UN Friedensmissionen. Außerdem jährt sich zum 70. Mal die Genfer Konvention, die aufgrund der Erfahrungen der Weltkriege wichtige Regelungen zum Schutz der Zivilbevölkerung vor Kriegsfolgen festschrieben. Trotz all dieser Regelwerke leiden Zivilist/-innen in vielen Ländern unter Gewalt und Krieg.

UN-Generalsekretär Guterres fordert zum Handeln auf

In seinem unlängst veröffentlichten Bericht zu diesem Thema hat UN-Generalsekretär Antonio Guterres erneut betont, wie dringend notwendig es ist, dass sich die Regierungen mit dem menschlichen Leid durch Einsätze von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten befassen. Über 100 Staaten haben bereits diese Problematik als eine der großen humanitären Herausforderungen erkannt: Bombardierung und Beschuss von Städten und Siedlungen fordern weiterhin zahlreiche zivile Opfer, zerstören lebensnotwendige Infrastruktur, treiben die Bevölkerung in die Flucht und hinterlassen massive Zerstörung und Verminung. 92 Prozent der Opfer bei derartigen Einsätzen sind Zivilist/-innen.

Bereits im letzten Monat war unser internationaler CEO Manuel Patrouillard zu einer Sitzung im Sicherheitsrat geladen,
wo er auf die dringend nötigen Verbesserungen für den Schutz der Zivilbevölkerung aufmerksam machte. | © UN Web TV

Internationale parlamentarische Initiative

Mit unserer weltweiten Kampagne „Stop bombing civilians“ setzen wir uns für dieses Thema ein. Handicap International strebt ein Ende des Einsatzes von Explosivwaffen mit Flächenwirkung in bevölkerten Gebieten an sowie konkrete Regelungen für die Unterstützung der Betroffenen. So starteten wir gemeinsam mit INEW eine internationale parlamentarische Initiative, um Abgeordnete zum Handeln zu bewegen. Der Appell wurde bereits von Abgeordneten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Norwegen und Belgien unterzeichnet.

Unterzeichnen Sie auch unsere Petition gegen Bomben auf Wohngebiete.

16 Mai 2019
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Meilenstein für das Humanitäre Völkerrecht
© Elisa Fourt/HI
Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit

Meilenstein für das Humanitäre Völkerrecht

Am 12. August jährt sich die Unterzeichnung der vier Genfer Abkommen von 1949 zum 70. Mal. Die Genfer Abkommen bilden das Kernstück des heutigen Humanitären Völkerrechts und schützen Menschen vor Grausamkeit und Unmenschlichkeit in Kriegssituationen.

Minenräumung unter extremen Bedingungen
© Gilles Lordet / HI
Minen und andere Waffen

Minenräumung unter extremen Bedingungen

Seit November 2018 führt HI im Tschad in der Nähe von Faya-Largeau, der Hauptstadt der Provinz Borku, ein Projekt zur Räumung von explosiven Kriegsresten wie Landminen und Explosivwaffen durch. Rund 50 Entminer/-innen sind dort im Einsatz. Gilles Lordet, Kommunikationsbeauftragter für HI, hat das Team bei einem typischen Morgeneinsatz begleitet.

Überlebensgroße Opfer-Porträts klagen an
© Christian POGO Zach / HI
Minen und andere Waffen

Überlebensgroße Opfer-Porträts klagen an

Die Porträt-Kunst-Aktion „90 Schicksalsschläge“ hat am Donnerstag, 18. Juli am Münchner Odeonsplatz auf die Opfer der Bombardierungen von Wohngebieten aufmerksam gemacht. Die 90 eindringlichen, ernsten, oftmals traurigen Gesichter und ihre Schicksale machten viele Passanten betroffen. Der Platz vor der Feldherrenhalle verwandelte sich in eine Porträtgalerie von rund 110 Quadratmetern.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ