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Gemeinsam für 0,7 Prozent für Entwicklung!

Öffentlichkeitsarbeit Politische Kampagnenarbeit

Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen haben sich zusammengetan und eine gemeinsame Kampagne auf die Beine gestellt:  Eine Kampagne für „echte 0,7 Prozent für Entwicklung bis 2020“ zur Begleitung der Koalitionsverhandlungen. Für dieses Ziel warben wir alle gemeinsam: CBM, DSW, Handicap International, die Kindernothilfe, Malteser International, ONE, Oxfam, Plan International Deutschland, Save the Children und World Vision.

 

Das große Ziel: echte 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklung auszugeben!

Moralische Pflicht

Pünktlich zum Themenkomplex Entwicklungszusammenarbeit in den Koalitionsverhandlungen am 20. November war die Kampagne in Berlin präsent. Auf den noch verfügbaren Plakatflächen im Regierungsviertel, rund um den Bundestag und die Parteizentralen, ist unsere Forderung noch bis zum 30. November zu lesen.

Erwartung der Deutschen an die nächste Regierung

Für 80 Prozent der Deutschen ist es eine moralische Pflicht, Hunger und Armut in anderen Teilen der Welt zu bekämpfen.

Bis 2020 sollen daher echte 0,7 Prozent für Entwicklung geschaffen werden! Wir haben 2016 erstmals offiziell die internationale Zielmarke erreicht, 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE) für Entwicklung auszugeben – aber nur, weil die Kosten für nach Deutschland geflüchtete Menschen angerechnet wurden. Wenn die Kosten nun sinken, muss die Marke durch zusätzliches Geld für Entwicklung gehalten werden. Wir brauchen echte 0,7 Prozent und ein Datum: bis 2020. Das ist machbar, notwendig und schon seit mehr als 45 Jahren versprochen.

„Nur das Denken, das wir leben, hat einen Wert." Herrmann Hesse

Deutschland muss Vorbild für andere  Länder sein. Die Bürger haben hohe moralische Erwartungen an unsere internationale Verantwortung.

Armut muss wirksam bekämpft und niemand darf dabei zurückgelassen werden. Deswegen sollen die ärmsten Länder (LDCs) Mittel in Höhe von mindestens 0,2 Prozent des Bruttonationaleinkommens erhalten.

Armut vor Ort bekämpfen

25 Prozent der deutschen Entwicklungshilfe verbleibt aktuell in Deutschland.

Dies sind die Mittel für die Versorgung nach Deutschland geflüchteter Menschen. Diese Unterstützung hier bei uns ist wichtig und richtig. Sie ist jedoch keine Entwicklungszusammenarbeit und sollte nicht als solche angerechnet werden.

Die Mittel müssen dort ankommen, wo sie gebraucht werden: bei denen, die diese Hilfe am meisten benötigen – in den ärmsten Ländern und bei den verwundbarsten Menschen.

Mehr als 90 Prozent der Deutschen halten es für eine Schande, dass auf der Welt noch immer Menschen an Hunger, schlechtem Wasser oder einfach behandelbaren Krankheiten sterben.

Für die Bekämpfung von Hunger und Armut, für Gleichberechtigung, für die Schaffung von Arbeitsplätzen, für gesellschaftliche Teilhabe aller.

Ohne eine aktive Zivilgesellschaft wird es keine nachhaltige Entwicklung geben. Denn nur Zivilgesellschaft fordert Rechenschaft und politische Teilhabe von den Regierungen ein. Doch die Handlungsspielräume der Zivilgesellschaft werden weltweit immer weiter eingeschränkt. Deshalb muss gerade Deutschland die zivilgesellschaftlichen Akteure stärker politisch und finanziell fördern.

„Wollen ist nicht genug, wir müssen es tun.“ Goethe

 

30 November 2017
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Martina Vohankova stammt aus Tschechien und arbeitet bei Handicap International Syrien als Projektmanagerin für Gesundheit und Minenaktion. Angefangen in 2012 arbeitete sie erst für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in Uganda, Kambodscha und im Südsudan. In den vergangenen zwei Jahren war Martina im Nahen Osten tätig, zunächst im Irak. Seit Mai 2016 wirkt sie bei Handicap International im Syrien-Krisen-Programm mit. Hier erzählt sie uns von ihrer Arbeit.