Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Gemeinsame Erklärung internationaler NGOs zu den Vereinbarungen der Kriegsparteien im Jemen

Nothilfe

Humanitäre Organisationen im Jemen beglückwünschen die Konfliktparteien zu ihrer Zusammenarbeit und Beharrlichkeit, die zum vielversprechendsten Abkommen für die jemenitische Zivilbevölkerung seit mehr als drei Jahren geführt haben. Diese Vereinbarungen stellen einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einem echten und dauerhaften Frieden im Jemen dar und könnten sich positiv auf eine humanitäre Krise auswirken, die Millionen von Menschen betrifft.

Die 8-jährige Aidi ist vom Krieg im Jemen stark traumatisiert und braucht psychologische Unterstützung. | © Camille Gillardeau / HI

Die Bereitschaft der Konfliktparteien, gemeinsam an einer Lösung für den anhaltenden Konflikt in Taiz zu arbeiten, ist äußerst begrüßenswert. Ihre Zustimmung zu einem Waffenstillstand in Hodeidah, und das Ende  militärischer Maßnahmen, um den Frieden zu fördern können für Millionen von Menschen entscheidend sein. Wir freuen uns darüber, dass die Parteien beabsichtigen, sich im Januar wieder zu treffen und hoffen, dass die nächste Gesprächsrunde zu einem landesweiten Waffenstillstand und zu einem Ende des Krieges führt. Wir fordern beide Parteien auf, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an diesem Prozess zu ermöglichen und dafür zu sorgen, dass mindestens 30 Prozent Frauen an den Verhandlungen teilnehmen, damit alle die Möglichkeit haben, zu einem dauerhaften Frieden beizutragen.

Als humanitäre Organisationen, die Hilfe im Jemen leisten, haben wir Einblick in eine Krise, die auf globaler Ebene sehr undurchsichtig ist. Die Auswirkungen des Konflikts auf die jemenitische Zivilbevölkerung sind weitreichend und dauerhaft. Außerdem  braucht sie die volle und kontinuierliche Unterstützung der internationalen Gemeinschaft. Wir möchten dem UN-Sonderbeauftragten Martin Griffiths für seine unermüdlichen Bemühungen bei der Koordinierung des Friedensprozesses und für seine Überzeugung, dass Frieden im Jemen möglich ist, danken und seine Arbeit würdigen. Wir sind bestärkt durch die in dieser Woche erzielten Fortschritte und haben uns verpflichtet, die humanitäre Hilfe und den Schutz für die Millionen Menschen, die sie benötigen, fortzusetzen.

Unterzeichnende Organisationen:

Aufstellung der Logos der Organisationen, die die Erklärung unterzeichnet haben

14 Dezember 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition
© ISNA Agency / HI
Nothilfe Öffentlichkeitsarbeit

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Über 56 deutsche und internationale Organisationen fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Am 30. September läuft das deutsche Rüstungsexportmoratorium gegenüber Saudi-Arabien offiziell aus. Deshalb fordert ein breites Bündnis von 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bundesregierung mit Nachdruck dazu auf, das Rüstungsexportmoratorium dringend auszuweiten.

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo
© Abir Abdullah/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo

Am Sonntag, 25. August 2019, jährt sich die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar zum zweiten Mal. Die muslimische Minderheit ist in ihrem Heimatland systematischer Verfolgung  ausgesetzt. Vor zwei Jahren eskalierte die Gewalt und führte zur Flucht von 741.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch. Laut Vereinten Nationen leben dort derzeit über 911.000 Menschen in Flüchtlingscamps in der Region Cox’s Bazar - dem sogenannten größten Flüchtlingslager der Welt. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“, zu denen auch Handicap International gehört, helfen den Menschen seit Ausbruch der Krise.

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls
© Gilles Lordet / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls

Am Montag, 19. August, ist Welttag der Humanitären Hilfe. Anlass genug, einen unserer engagierten Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Tichaona Mashodo leitet das mobile Einsatzteam im Südsudan. Im Interview blickt er auf die letzten zehn Jahre seines humanitären Engagements zurück.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ