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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Ukraine - So schützen wir Kinder vor explosiven Kriegsresten

Minen und andere Waffen

Mit der Unterstützung von UNICEF führte Handicap International zwischen Oktober 2015 und Februar 2016 eine umfangreiche Sensibilisierungskampagne in der Ukraine durch, vor allem in den Schulen nahe der Frontlinie. Dort haben wir mehr als 5.600 Kinder im Alter zwischen sechs und 18 Jahren über die Gefahren von Minen und anderen explosiven Überresten des Krieges unterrichtet.

Das Bild zeigt mehrere Kinder, die bunte Bilder von Minen zeichnen

Kinder zeichnen Minen, während sie über deren Risiken unterrichtet werden | © Handicap International

Handicap International war in drei Regionen entlang der „Kontaktlinie“ tätig, also an der Grenze, die das von pro-russischen Milizen kontrollierte Gebiet vom Rest des Landes trennt. Dort finden regelmäßig Kämpfe statt. Wir klären Kinder und Jugendliche über die Gefahren von Minen und anderen explosiven Überresten auf und bringen ihnen die richtigen Verhaltensweisen bei, wenn sie verdächtige Gegenstände finden.

Die Bombardements auf die Städte und Dörfer hinterlassen Bomben, die noch nicht explodiert sind und die oftmals in Reichweite von Kindern liegen. Und die Minenfelder, vor allem in der Nähe der Check-Points, sind durch keinerlei Markierungen gekennzeichnet", erklärt María Angélica Jaramillo, Leiterin des Projektes von Handicap International zur Aufklärung über die Gefahren.

Trotz der Waffenruhe, die von beiden Konfliktparteien im Februar 2015 unterzeichnet wurde, haben die Gewalthandlungen niemals aufgehört. Es gibt beinahe täglich Bombardements und Feuergefechte.

Strom- und Gasausfälle zwingen viele Erwachsene auf dem Land, in ungesicherten Gebieten Holz zu sammeln. Ein lebensgefährliches Unterfangen, denn viele Gebiete sind mit explosiven Kriegsresten verseucht. Mit einer noch höheren Bedrohung leben all die Menschen, die Altmetall sammeln, von denen es seit Beginn des Konfliktes immer mehr gibt.

Aber am größten ist die Gefahr für (spielende) Kinder:

„Für ein achtjähriges Kind sieht so eine nicht-explodierte Bombe einfach interessant und manchmal wie ein Spielzeug aus."
Maria Angélica Jaramillo

Vier pädagogische Fachkräfte von Handicap International besuchten im Distrikt Mariinka die Klassen von über 40 Schulen sowie Kinder in den Städten Dzerzhinsk und Avdiivka, um eindringlich das Grundwissen zu vermitteln: Welche Gefahren gehen von Minen und nicht explodierten Überresten des Krieges aus? Wie kann man sie erkennen? Wie genau muss man sich verhalten, wenn man einen unbekannten Gegenstand entdeckt hat?

Für die Jüngsten erfolgten diese Unterrichtsstunden in spielerischer Form - zum Beispiel durch Zeichnungen - damit der vermittelte Inhalt den Kindern keine Angst machte und gut verstanden wurde.

Darüber hinaus haben wir 12 Lehrkräfte und Mitglieder von zwei lokalen Gruppen für diese Art von Unterricht geschult. Sie alle führen die Arbeit von Handicap International seit Februar weiter.

4 Mai 2016
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Syrien: Es ist dringend erforderlich, den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern zu gewährleisten.
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Minen und andere Waffen

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Im Nordosten Syriens wiederholt sich der Kreislauf von Gewalt, Angst und Unsicherheit für die Bewohner/-innen! Wieder einmal sind Zivilist/-innen die ersten Opfer von Bombenanschlägen. Handicap International (HI) ist äußerst besorgt angesichts der militärischen Eskalation und der Bedrohung der Zivilbevölkerung. HI ruft alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen, insbesondere in den von Luftangriffen und Artilleriefeuer betroffenen Ballungsgebieten.

Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig
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Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig

Die jüngste Militäroffensive im Nordosten Syriens droht tausende Zivilist/-innen von Hilfe abzuschneiden und treibt viele in die Flucht, die oft schon vorher innerhalb Syriens geflohen waren. Davor warnen 15 Hilfsorganisationen, darunter Handicap International. CARE, Ärzte der Welt und Oxfam. Sie fordern die Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht uneingeschränkt zu respektieren und in dicht besiedelten Gebieten keine explosiven Waffen einzusetzen. 


 

Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen
© B. Chapuis / HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen

Wien, 2. Oktober 2019. Vertreter/-innen von 133 Staaten und der Zivilgesellschaft kamen für zwei Tage in Wien zur „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“ zusammen. Die Mehrheit der Teilnehmer/-innen unterstützte die Notwendigkeit, dass das menschliche Leid, das durch den Einsatz von Explosivwaffen verursacht wird, beendet werden muss und zeigte sich dazu bereit, mit diesem Ziel an einem politischen Instrument zu arbeiten. Die Konferenz ebnete den Weg für einen Verhandlungsprozess, an dessen Ende im Frühjahr 2020 eine politische Erklärung zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. Die Vertreter Deutschlands verpflichteten sich in Wien, konstruktiv an dem Prozess hin zu einer politischen Erklärung mit zu arbeiten. Handicap International hatte jahrelang auf die menschliche Tragödie durch die Bombardierung in Wohngebieten hingewiesen. Die Organisation begrüßte die große Anzahl an teilnehmenden Staaten und unterstrich, dass auch konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer Teil der Erklärung sein müssen. 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ