Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Weltsicherheitsrat tagt zu Jemen: 22 Organisationen fordern zum Handeln auf

Minen, Streubomben und andere Waffen Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie
Jemen

Anlässlich einer Sitzung des Weltsicherheitsrats  zur Lage im Jemen am Dienstag, 30. Mai rufen 22 internationale und jemenitische Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen die 15 Mitglieder des UN- Sicherheitsrats auf, endlich zu handeln, um die menschengemachte Krise im Jemen zu beenden.

Tarik wurde nach einer Schussverletzung amputiert und erhält Physiotherapie.

Der 9-jährige Tarik wurde von einer Kugel getroffen. | © Camille Gillardeau / Handicap International

„Die humanitäre Krise im Jemen ist derzeit die größte Krise weltweit“, heißt es in einem offenen Brief. „Der Sicherheitsrat kann und muss mehr unternehmen, um die Zivilisten vor den Schrecken der Cholera, des Hungers und der wahllosen Angriffe aller Konfliktparteien zu schützen."
Im Jemen sind mehr als 18 Millionen Menschen auf Hilfe angewiesen, 7 Millionen sind bereits vom Hunger bedroht. Diese Zahlen kommen zu den über 50.000 zivilen Opfern des bewaffneten Konflikts hinzu.

Die humanitäre Krise im Jemen ist derzeit die größte Krise der Welt – und sie ist Folge eines bewaffneten Konflikts. „Hilfe allein kann nicht alles lösen“, so der Wortlaut des Briefes. Die Organisationen verlangen auch eine politische Lösung. Sie fordern, dass der Konflikt weder mit Waffenlieferungen noch durch die politische Unterstützung der Konfliktparteien angetrieben werden darf.

Erschwert wird die Lage im Jemen durch die rasche Ausbreitung der Choleraepidemie. Sie verschärft die ohnehin schon kritische Notlage der Zivilbevölkerung zusätzlich. Bis heute gibt es in 18 der 22 Gouvernements im Jemen bereits über 40.000 vermutete Cholerafälle und über 400 Tote. Nach Schätzungen der WHO könnten im Jemen in den kommenden sechs Monaten rund 300.000 Menschen angesteckt werden.

Handicap International ist seit 2001 im Jemen aktiv. Wir unterstützen im Jemen besonders schutzbedürftige Menschen und Menschen mit Behinderung sowie die Betroffenen der regionalen Konflikte, die im Land seit März 2015 stattfinden. So haben wir seitdem schon mehr als  4.500 Menschen helfen können.  

Hier geht es zum Offenen Brief an die Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen


Mehr zur Situation im Jemen:
 

Gewalt im Jemen: Traumatisierte Bevölkerung

Jemen - die Menschen verhungern im Bombenhagel

 

30 Mai 2017
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Handicap International und Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ helfen gemeinsam den Schwächsten in Mosambik
©P.Pillon/ HI
Nothilfe

Handicap International und Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ helfen gemeinsam den Schwächsten in Mosambik

Seit dem verheerenden Wirbelsturm am 15. März befindet sich Mosambik in einer absoluten Notlage. Der aktuelle Stand laut dem UN-Nothilfebüro OCHA: 602 Todesopfer, 4.979 Cholera-Erkrankungen, über 70.000 Obdachlose und insgesamt 1,85 Millionen betroffene Personen.   

Mosambik: Vor allem Menschen mit Behinderung brauchen jetzt Hilfe
© C.Briade/HI
Nothilfe

Mosambik: Vor allem Menschen mit Behinderung brauchen jetzt Hilfe

Unsere Teams vor Ort bekommen einen immer besseren Überblick über die Situation in Mosambik. Wichtige Zufahrtswege sind zwar inzwischen geräumt, doch sind viele abgelegene Gebiete weiterhin von jeglicher Hilfe abgeschnitten. Die Logistikexperten von Handicap International koordinieren nicht nur die Beseitigung der Trümmer, sondern versuchen auch Wege frei zu legen und neue Zufahrten in die betroffenen Gebiete zu schaffen. Die Unterstützung von besonders bedürftigen Menschen hat für Handicap International höchste Priorität.

HI warnt: Entminung immer schwieriger
Till Mayer/HI
Minen, Streubomben und andere Waffen

HI warnt: Entminung immer schwieriger

München, 4. April 2019. Anlässlich des Internationalen Tags der Aufklärung über die Minengefahr äußert sich die gemeinnützige NGO Handicap International (HI) besorgt über die große Anzahl an Blindgängern durch den weit verbreiteten Einsatz von Explosivwaffen in aktuellen Konflikten. Außerdem ist der Einsatz von improvisierten Minen gestiegen. Die verminten Zonen befinden sich häufig in städtischen Gebieten, sie sind schwieriger zu räumen und stellen die humanitären Räumexpert/-innen vor neue Herausforderungen. HI führt in sieben Ländern Räumungsprojekte durch: Kolumbien, Irak, Laos, Libanon, Libyen, Senegal und Tschad. Die Organisation testet auch innovative Wege, um die Entminungsarbeit zu erleichtern wie beispielsweise den Einsatz von Drohnen, um betroffene Gebiete schneller zu erkennen und zu vermessen. Insgesamt sind 60 Staaten und andere Gebiete durch Minen und explosive Kriegsreste in der ganzen Welt verseucht.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Geldgeber