Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Welttag der Frauengesundheit: Medizinische Versorgung für ALLE Frauen

Vorsorge und Gesundheit
International

Weltweit sterben jeden Tag 1.600 Frauen und über 10.000 Neugeborene an den Folgen von Komplikationen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt. Anlässlich des Internationalen Tags für die Gesundheit der Frau am 28. Mai will Handicap International darauf aufmerksam machen, wie wichtig die Aufklärung, die Prävention und der Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung für ALLE Frauen sind.

Zentrum für Mutter-Kind-Gesundheit in Lomé / Togo

Zentrum für Mutter-Kind-Gesundheit in Lomé / Togo | © Régis Binard

Ungefähr 14 Millionen Teenager werden jedes Jahr unerwünscht junge Mütter. Und bei jungen Frauen mit Behinderung liegt die Zahl gar erschreckend höher: Die Wahrscheinlichkeit einer ungewollten Schwangerschaft ist 30 Mal so hoch. Darüber hinaus sterben laut WHO täglich 1.600 Frauen und über 10.000 Neugeborene1 durch Komplikationen bei der Geburt oder bereits in der Schwangerschaft – vor allem in Entwicklungsländern. „70 Prozent der Komplikationen könnten vermieden werden. Deswegen sind Aufklärung, Gesundheitsvorsorge und der Zugang zu hochwertiger Gesundheitsversorgung – auch für Frauen mit Behinderung – unsere Priorität“, erklärt Rafik Bedoui, Experte für Mutter-Kind-Gesundheit bei HI.

Gesundheitsleistungen für 125.000 Mütter und Kinder

HI hat es sich zum Ziel gesetzt, die Gesundheitsbedingungen von Müttern und Kindern in rund 15 Ländern zu verbessern, insbesondere in der Demokratischen Republik Kongo, in Kenia und in Kambodscha. Im Jahr 2017 erhielten 125.230 Mütter und Kinder Unterstützung von HI.

HI informiert junge Frauen über Gesundheitsrisiken und klärt sie über Vorsorgemaßnahmen auf:

„Beispielsweise besuchen wir in der Demokratischen Republik Kongo die Dörfer und klären die Frauen über gesundheitliche Fragen auf. Außerdem organisieren wir spezielle Frauentreffs, in denen sie frei sprechen und all ihre Fragen über Sexualität stellen können“, ergänzt Rafik Bedoui.

Zugang zu barrierefreien Gesundheitszentren

Darüber hinaus stellt HI sicher, dass Frauen mit Behinderung leicht ein barrierefreies Gesundheitszentrum aufsuchen können, dass die Versorgung kostenlos oder finanziell erschwinglich ist und dass sie medizinische Hilfe bekommen. Außerdem trägt HI dazu bei, dass die Qualität der angebotenen Versorgung steigt und berät hierzu das lokal tätige Gesundheitspersonal:

„Die medizinische Ausstattung muss hochwertig sein und die Ärzte müssen in der Lage sein, eine gehörlose Frau oder eine Frau mit zerebraler Kinderlähmung zu betreuen. Das beginnt schon bei der Information: Es muss daran gedacht werden, die Öffnungszeiten der Gesundheitseinrichtung auszuhängen, eventuell auch mit Piktogrammen, damit jeder auf dem Laufenden bleibt. Zudem geht es darum, dass eine Behandlung angeboten wird, die auch wirklich an die Bedürfnisse der Patientin angepasst ist“, fügt Rafik Bedoui hinzu. 

28 Mai 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Erfolge im Kampf gegen Investitionen in Streubomben
© PAX
Minen, Streubomben und andere Waffen

Erfolge im Kampf gegen Investitionen in Streubomben

Der heute von der Organisation Pax vorgestellte Bericht über die weltweiten Investitionen in die Produzenten von Streubomben führt erstmals kein deutsches Geldinstitut auf. Auch die Allianz, die noch im letztjährigen Bericht mit millionenschweren Investitionen in amerikanische Rüstungsproduzenten genannt war, ist nicht mehr in der „Hall of Shame“ gelistet. Grund dafür sind zwar keineswegs verbesserte Richtlinien des deutschen Versicherungskonzerns, sondern der Rückzug der US-Produzenten Textron and Orbital ATK aus der Produktion von Streubomben. Dieser Rückzug zeigt, dass die Kampagne gegen diese unmenschlichen Waffen Fortschritte macht.

TeacherKids: Die virtuelle Schule, in der Kinder mit Behinderung die Lehrer sind
© La/Pac\HI
Inklusion

TeacherKids: Die virtuelle Schule, in der Kinder mit Behinderung die Lehrer sind

Anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember lädt die Hilfsorganisation Handicap International zusammen mit HI-Botschafter Neymar Jr. dazu ein, bei der Aktion „TeacherKids“ mitzumachen. Kinder mit einer Behinderung dürfen in einem kurzen Video etwas erklären oder zeigen, was sie gut können: zum Beispiel Gebärdensprache, Brailleschrift, Singen oder Tanzen. Gepostet wird unter dem Hashtag #teacherkids. Diese Sensibilisierungskampagne will den Blick auf Kinder mit Behinderung lenken und zeigen, wie viel man von ihnen lernen kann. Mit der Aktion macht die Nichtregierungsorganisation HI auf die 32 Millionen Kinder mit Behinderung weltweit aufmerksam, die nicht zur Schule gehen und keine Chance bekommen, ihr volles Potenzial zu entfalten.

Landminenkonferenz in Genf: HI rückt die Opfer in den Fokus
© HI
Minen, Streubomben und andere Waffen

Landminenkonferenz in Genf: HI rückt die Opfer in den Fokus

Das Verbot von Antipersonenminen steht in dieser Woche bei den Vereinten Nationen in Genf wieder einmal im Fokus. Staaten, Institutionen und Organisationen – darunter auch einige Minenüberlebende – sprechen über Fortschritte und Herausforderungen bei der Umsetzung des Ottawa-Vertrags, der Einsatz, Herstellung, Lagerung und Weitergabe von Antipersonenminen verbietet. HI ist in vielen verminten Ländern in Entminung und Opferhilfe tätig – und macht bei der Konferenz vor allem deutlich, dass die betroffenen Menschen dringend mehr Unterstützung brauchen.