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Unser Einsatz gegen den Krieg nach dem Krieg

Unser politischer Einsatz gegen den Krieg nach dem Krieg: vor 20 Jahren das internationale Verbot von Landminen, vor 15 Jahren unsere Kampagne gegen Streubomben und heute unsere aktuelle Kampagne STOP! Bombing Civilians.

Ein Team von Handicap International Team im Einsatz

Ein Team von Handicap International Team im Einsatz | © Benoit Almeras / Handicap International

1992 veröffentlichte Handicap International den ersten Bericht über Landminen in Kambodscha, um die internationale Gemeinschaft über das Grauen dieser gefährlichen Waffen zu informieren. Darin sprachen wir zum ersten Mal vom „Krieg nach dem Krieg“ durch Landminen, weil sie von den Konfliktparteien bewusst dazu eingesetzt wurden, vor allem Zivilisten zu töten und zu verstümmeln und somit ein ganzes Volk nachhaltig zu terrorisieren.

Seither bekämpft HI diese Waffen, um zivile Bevölkerungen vor ihren fürchterlichen Folgen zu schützen – in Zeiten des Krieges als auch in Zeiten des Friedens. Wir haben uns diesem Schutze verschrieben und einen politischen Kampf begonnen. Unser Ziel ist es, Landminen und Streubomben entsprechend der Verbotsverträge von Ottawa und Oslo zu eliminieren und den Einsatz von explosiven Waffen mit Flächenwirkung in bewohnten Gebieten zu stoppen. 

Leider bleibt die Bekämpfung dieser Waffen heute genauso aktuell wie damals. Gestern haben wir zwar das Verbot von Landminen und Streubomben erreicht, die jahrzehntelang in rund 70 Ländern der Welt Menschen verstümmelten und unschuldige Menschenleben forderten. Doch heute führen auf den Kriegsschauplätzen der Welt die Bombardierungen von Wohngebieten und die Verwendung von explosiven Waffen in bewohnten Gebieten zu unzähligen Opfern in der Zivilbevölkerung. Ungefähr 90 Zivilisten müssen jeden Tag ihr Leben lassen.

Handicap International will sich nicht damit abfinden, dass diese Gräueltaten an der Zivilbevölkerung als Kollateralschaden hingenommen werden. Wir wollen unseren Protest entgegensetzen und bitten die Öffentlichkeit erneut um ihre Unterstützung.

Unsere aktuelle Kampagne will innerhalb von einem Jahr 1 Million Unterschriften sammeln und damit politische Entscheidungsträger verpflichten, Bombardierungen und den Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten zu stoppen.