Klumpfuß: Richtig behandeln, Behinderung verhindern

Diese Fehlstellung der Füße führt unbehandelt zu einer Behinderung. Mit einer Behandlung unmittelbar nach der Geburt können Kinder unbeschwert aufwachsen. 

Klumpfuß: Richtig behandeln, Behinderung verhindern

Was ist der Klumpfuß?

Ein neugeborenes Baby mit Klumpfüßen Ein neugeborenes Baby mit Klumpfüßen Ein neugeborenes Baby mit Klumpfüßen Ein neugeborenes Baby mit Klumpfüßen

Der sogenannte Klumpfuß (pes equinovarus) ist eine Fehlstellung eines oder beider Füße. Er ist von Geburt an bei einem Baby sichtbar.

  • Unbehandelt erlangt der Fuß nie wieder seine normale Position. Mit einer Behandlung des Klumpfußes unmittelbar nach der Geburt eines Babys, kann verhindert werden, dass das Kind mit einer Behinderung aufwächst.
  • In vielen Ländern mit einer schlechten medizinischen Versorgung ist eine frühzeitige und damit erfolgsversprechende Behandlung aber nicht gewährleistet.
  • Die Betroffenen können nie Schuhe tragen, sind anfällig für Verletzungen und haben Schwierigkeiten, sich fortzubewegen.
  • Kinder mit Klumpfüßen sind häufig einer größeren Gefahr ausgesetzt, ausgeschlossen und stigmatisiert zu werden.

Mit ausgebildeten Fachkräften setzen wir uns in unseren Projektländern dafür ein, den betroffenen Kindern frühstmöglich zu helfen.

Wie behandeln wir den Klumpfuß?

Samnang wurde mit einem Klumpfuß geboren und erhält auf dem Bild orthopädische Schienen im Reha-Zentrum von Handicap International.. Samnang wurde mit einem Klumpfuß geboren und erhält auf dem Bild orthopädische Schienen im Reha-Zentrum von Handicap International.. Samnang wurde mit einem Klumpfuß geboren und erhält auf dem Bild orthopädische Schienen im Reha-Zentrum von Handicap International.. Samnang wurde mit einem Klumpfuß geboren und erhält auf dem Bild orthopädische Schienen im Reha-Zentrum von Handicap International..

Samnang (4 Monate alt) und seine Mutter im Reha-Zentrum von Kampong Cham. Er wurde mit einem Klumpfuß geboren und erhält orthopädische Schienen.

Sanukanchi aus Nepal läuft auf Krücken und mit Prothesen neben einem HI-Physiotherapeuten. Sie lächelt. Sie hat nach der Geburt keine Behandlung ihres Klumpfußes erhalten. Sanukanchi aus Nepal läuft auf Krücken und mit Prothesen neben einem HI-Physiotherapeuten. Sie lächelt. Sie hat nach der Geburt keine Behandlung ihres Klumpfußes erhalten. Sanukanchi aus Nepal läuft auf Krücken und mit Prothesen neben einem HI-Physiotherapeuten. Sie lächelt. Sie hat nach der Geburt keine Behandlung ihres Klumpfußes erhalten. Sanukanchi aus Nepal läuft auf Krücken und mit Prothesen neben einem HI-Physiotherapeuten. Sie lächelt. Sie hat nach der Geburt keine Behandlung ihres Klumpfußes erhalten.

Sanukanchi Tamangs Klumpfuß konnte lange Zeit nicht behandelt werden. Mit 9 Jahren entzündete sich der gesunde Fuß des Mädchens aus Nepal und musste amputiert werden. Jahrelang konnte Sanukanchi nicht laufen oder stehen, bis sie von HI mit Prothesen und Orthesen ausgestattet wurde.

Handicap International nutzt in den Einsatzländern die sogenannte Ponseti-Methode zur Behandlung von Klumpfüßen. Diese kommt in den meisten Fällen ohne Operation aus und eignet sich daher besonders für die Arbeit in ärmeren Ländern.

Bei der Behandlung wird dem Kind ein Gips angelegt, um den Fuß gleichmäßig zu korrigieren. Der Gips wird sechs Wochen lang jede Woche gewechselt. Manchmal kann es doch vorkommen, dass Sehnen vor dem Anlegen des Gipses operiert werden müssen.

Wussten Sie schon? 

Am 3. Juni ist der World Club Foot Day. Der Tag wurde in Erinnerung an das Geburtsdatum von Dr. Ignacio Ponseti (1914-2009), dem Entwickler der Ponseti-Methode zur Behandlung von Klumpfüßen, gewählt. Ziel des Welt-Klumpfuß-Tages ist es, das Bewusstsein für diese Fehlbildung und ihre frühzeitige Behandlung zu schärfen.

Nach dem Gips wird eine orthopädische Schiene angepasst, die aus einem Steg besteht, der zwei kleine Schuhe miteinander verbindet. Diese halten die Füße nach außen gedreht. Diese Art „Korsett“ muss in den ersten vier Monaten dauerhaft getragen und regelmäßig angepasst werden, um die Fehlbildung entsprechend zu korrigieren. Die Füße des Kindes werden kontrolliert, bis es laufen kann. In diesem Stadium erfolgt auch eine Röntgenuntersuchung. Die orthopädische Schiene und die Schuhe werden normalerweise zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr entfernt. Das Kind wird dann in regelmäßigen Abständen nachuntersucht. Bis zum Ende des Wachstums nehmen die Betroffenen weiterhin an therapeutischen Sprechstunden teil. Danach gilt der Klumpfuß als geheilt.

Mehrere Jahre lang hat Handicap International in einer Reihe von Ländern physiotherapeutische Fachkräfte geschult, um die Früherkennung und die richtige Pflege von Klumpfüßen zu fördern.

Aktuell führen wir insbesondere in Burkina Faso und Sri Lanka Projekte zur Behandlung des Klumpfußes durch, damit Kinder, die mit diesen Fehlbildungen geboren werden, ohne Behinderung aufwachsen.

Was können Sie tun?

Die Behandlung des Klumpfußes ist – trotz sehr guter Erfolge – langwierig. Sie erfordert daher auch langfristiges Engagement und geschultes Fachpersonal in unseren Einsatzländern. Mit Ihrer finanziellen Unterstützung können wir weiter viele Physiotherapeut*innen in unseren Projekten ausbilden und somit den betroffenen Kindern ein Leben ohne Behinderung ermöglichen.

Ihre Spende schenkt diesen Kindern ein selbstständiges Leben.

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Über Handicap International

Handicap International (HI) ist eine gemeinnützige Organisation für Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe, die in rund 60 Ländern aktiv ist. Wir setzen uns für eine solidarische und inklusive Welt ein. Wir verbessern langfristig die Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderung und unterstützen diejenigen, die besonderen Schutz benötigen. Außerdem kämpfen wir für eine Welt ohne Minen und Streubomben sowie gegen Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung. HI ist Co-Preisträgerin des Friedensnobelpreises von 1997. Handicap International e.V. ist der deutsche Verein der internationalen Organisation Humanity & Inclusion.  

Mit Ihrer Hilfe schenken wir Kindern mit Klumpfuß ein selbstständiges Leben.
Jeder Euro wirkt!


Mit Ihrer Hilfe können wir Kindern mit Klumpfuß ein selbstständiges Leben ermöglichen. Jeder Euro wirkt!  
 

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