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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Deutschland

Seit 2003 ist Handicap International in Deutschland im Bereich der schulischen, sozialen und wirtschaftlichen Inklusion von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten tätig.

Seit 2003 ist Handicap International in Deutschland im Bereich der schulischen, sozialen und wirtschaftlichen Inklusion von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten tätig.

© TILL MAYER / HANDICAP INTERNATIONAL

Laufende Aktivitäten

Das Projekt „ComIn“ hat vier Schwerpunkte:

  • Förderung besserer Lebensbedingungen für die Geflüchteten durch soziale Arbeit und in Form von individueller Unterstützung und Beratung (Mobilitätstrainings, Bereitstellung von Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Gehstützen etc., Entlastung der Familienangehörigen durch die Kooperation mit Organisationen).
  • Durchführung von Bildungsangeboten  wie z.B. Deutschkurse, Computer- und Musikkurse oder auch Seminare zur Stärkung von Migrantinnen durch Selbstverteidigung für alle Geflüchteten, mit oder ohne Behinderung (inklusiver Ansatz), gemeinsam mit MigrantInnen und Deutschen mit und ohne Behinderung.
  • Engagement und Fürsprache für ihre Rechte auf verschiedenen politischen Ebenen (bundesweit, regional und kommunal), besonders auf Grundlage der Internationalen Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und basierend auf der Chancengleichheit.
  • Sensibilisierung von Jugendlichen und Erwachsenen im Ausbildungsstadium, indem verschiedene Aktivitäten in Arbeitsgruppen zu Arbeit, Frauen, Migration und Behinderung gemeinsam mit MigrantInnen und Deutschen mit Behinderung stattfinden.

 

Einsatzbereiche

  • Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft
  • Inklusion von Menschen mit Behinderung in Arbeit
  • Schulbildung für Kinder mit Behinderung
  • Inklusion in der deutschen humanitären Hilfe

 

Neues aus den Projekten

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe
© GTO/THW
Inklusion Nothilfe

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe

Das Projekt „Phase 2 – Leave no one behind“ hat bei einem Simulationstraining des Technischen Hilfswerks und der German Toilet Organization deutsche humanitäre Akteure zum Bau von inklusiven Sanitäranlagen in der humanitären Hilfe geschult und ihnen einen umfassenden Überblick zu den Herausforderungen und Möglichkeiten geboten.

Überlebensgroße Opfer-Porträts klagen an
© Christian POGO Zach / HI
Minen und andere Waffen

Überlebensgroße Opfer-Porträts klagen an

Die Porträt-Kunst-Aktion „90 Schicksalsschläge“ hat am Donnerstag, 18. Juli am Münchner Odeonsplatz auf die Opfer der Bombardierungen von Wohngebieten aufmerksam gemacht. Die 90 eindringlichen, ernsten, oftmals traurigen Gesichter und ihre Schicksale machten viele Passanten betroffen. Der Platz vor der Feldherrenhalle verwandelte sich in eine Porträtgalerie von rund 110 Quadratmetern.

Blind für einen Tag
© HI
Inklusion

Blind für einen Tag

Wie fühlt es sich an, blind eine Straße entlang zu gehen oder im Rollstuhl den Bus erwischen zu wollen? Das und andere Sachen lernte eine fünfte Klasse der Nymphenburger Schulen während eines Besuchs beim Projekt „ComIn“ von Handicap International in Pasing hautnah kennen. Der „Barriere-Check“ sensibilisierte und machte Spaß.

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Hintergrund

Obwohl Deutschland zu den reichsten Ländern Europas zählt, leben Flüchtlinge mit Behinderung hier oft unter sehr schwierigen Bedingungen.

In Deutschland sieht das Gesetz für Flüchtlinge mit Behinderung nur eine Versorgung und Therapie im Notfall vor. Versorgungsleistungen und spezielle Hilfsmittel wie etwa Behandlungen, Prothesen, Rollstühle usw. werden ihnen je nach Ermessen und abhängig vom Bundesland zugestanden.
Nach vier Jahren erhalten Flüchtlinge mit Behinderung in der Regel die Erlaubnis auf Förderung in der Ausbildung. Ein spezifisches, finanziertes Ausbildungstraining ist vor allem für blinde oder schwerhörige und gehörlose Menschen oder Menschen mit geistiger Behinderung notwendig.

Auch im Alltag stoßen sie auf viele Hürden und erleben Diskriminierungen. So haben sie, im Gegensatz zu anderen Menschen mit Behinderung, weder dieselben Rechte noch denselben Zugang zu Leistungen.

Geflüchtete mit Behinderung werden in den verschiedenen politischen Bestimmungen zu Behinderung nicht berücksichtigt, was den Vorgaben der Internationalen Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung widerspricht. Deswegen sind sie konstant auf Hilfe angewiesen.

Weltweites Engagement:

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ