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Deutschland

Seit 2003 ist Handicap International in Deutschland im Bereich der schulischen, sozialen und wirtschaftlichen Inklusion von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten tätig.

Seit 2003 ist Handicap International in Deutschland im Bereich der schulischen, sozialen und wirtschaftlichen Inklusion von besonders schutzbedürftigen Geflüchteten tätig.

© TILL MAYER / HANDICAP INTERNATIONAL

Laufende Aktivitäten

Das Projekt „ComIn“ hat vier Schwerpunkte:

  • Förderung besserer Lebensbedingungen für die Geflüchteten durch soziale Arbeit und in Form von individueller Unterstützung und Beratung (Mobilitätstrainings, Bereitstellung von Hilfsmitteln wie Rollstühlen, Gehstützen etc., Entlastung der Familienangehörigen durch die Kooperation mit Organisationen).
  • Durchführung von Bildungsangeboten  wie z.B. Deutschkurse, Computer- und Musikkurse oder auch Seminare zur Stärkung von Migrantinnen durch Selbstverteidigung für alle Geflüchteten, mit oder ohne Behinderung (inklusiver Ansatz), gemeinsam mit MigrantInnen und Deutschen mit und ohne Behinderung.
  • Engagement und Fürsprache für ihre Rechte auf verschiedenen politischen Ebenen (bundesweit, regional und kommunal), besonders auf Grundlage der Internationalen Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und basierend auf der Chancengleichheit.
  • Sensibilisierung von Jugendlichen und Erwachsenen im Ausbildungsstadium, indem verschiedene Aktivitäten in Arbeitsgruppen zu Arbeit, Frauen, Migration und Behinderung gemeinsam mit MigrantInnen und Deutschen mit Behinderung stattfinden.

 

Einsatzbereiche

  • Inklusion von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft
  • Inklusion von Menschen mit Behinderung in Arbeit
  • Schulbildung für Kinder mit Behinderung
  • Inklusion in der deutschen humanitären Hilfe

 

Neues aus den Projekten

Überlebensgroße Opfer-Porträts auf Berliner Gendarmenmarkt mahnen zu Kampf gegen Bomben auf Zivilbevölkerung
© Marlene Gawrisch
Minen, Streubomben und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit Politische Kampagnenarbeit

Überlebensgroße Opfer-Porträts auf Berliner Gendarmenmarkt mahnen zu Kampf gegen Bomben auf Zivilbevölkerung

Die Porträt-Kunst-Aktion „90 Schicksalsschläge“ hat am Freitag, 5. Oktober in Berlin auf die Opfer der Bombardierungen von Wohngebieten aufmerksam gemacht. Die eindrücklichen Gesichter luden zum Betrachten ein, berührten die Passanten und gaben ein starkes Statement gegen die Bombardierung von Wohngebieten ab. Der Platz in der historischen Mitte Berlins verwandelte sich in eine Porträtgalerie von rund 110 Quadratmetern.

Inklusiver Tanzworkshop in München
© HI
Inklusion Öffentlichkeitsarbeit

Inklusiver Tanzworkshop in München

Am vergangenen Samstag fand ein inklusiver Tanzworkshop unseres Projekts ComIn in München statt. Bea Carolina Remark, Leiterin des Workshops und ausgebildete Tanzpädagogin, ist selbst seit ihrer Geburt spastisch gelähmt. Sie arbeitet seit Jahren mit Choreografen, Tanzschaffenden, Therapeuten und Universitäten im In- und Ausland zusammen.

Human Rights Film Festival in Berlin Öffentlichkeitsarbeit

Human Rights Film Festival in Berlin

Ulrike Last, Fachberaterin für inklusive Entwicklung, im Gespräch mit Veranstaltern und Publikum auf dem Human Rights Film Festival Berlin anlässlich des Films „Muhi“. Es gab eine lebhafte Diskussion zu den Herausforderungen, denen Kinder mit Behinderung und medizinischem Behandlungsbedarf in Gaza ausgesetzt sind. Diesen begegnen sie trotz aller Widrigkeiten mit menschlicher Größe und Humor. Das Festival fand vom 20. bis 26. September 2018 in Berlin statt.

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Hintergrund

Obwohl Deutschland zu den reichsten Ländern Europas zählt, leben Flüchtlinge mit Behinderung hier oft unter sehr schwierigen Bedingungen.

In Deutschland sieht das Gesetz für Flüchtlinge mit Behinderung nur eine Versorgung und Therapie im Notfall vor. Versorgungsleistungen und spezielle Hilfsmittel wie etwa Behandlungen, Prothesen, Rollstühle usw. werden ihnen je nach Ermessen und abhängig vom Bundesland zugestanden.
Nach vier Jahren erhalten Flüchtlinge mit Behinderung in der Regel die Erlaubnis auf Förderung in der Ausbildung. Ein spezifisches, finanziertes Ausbildungstraining ist vor allem für blinde oder schwerhörige und gehörlose Menschen oder Menschen mit geistiger Behinderung notwendig.

Auch im Alltag stoßen sie auf viele Hürden und erleben Diskriminierungen. So haben sie, im Gegensatz zu anderen Menschen mit Behinderung, weder dieselben Rechte noch denselben Zugang zu Leistungen.

Geflüchtete mit Behinderung werden in den verschiedenen politischen Bestimmungen zu Behinderung nicht berücksichtigt, was den Vorgaben der Internationalen Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung widerspricht. Deswegen sind sie konstant auf Hilfe angewiesen.

Weltweites Engagement: