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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Zentralafrikanische Republik

In der Zentralafrikanischen Republik bieten wir Rehabilitationsmaßnahmen für von den Konflikten verletzte Menschen an. Mit Hilfe deutscher Mittel konnten wir diesen Service erstmals auch außerhalb der Hauptstadt für weitere Teile der Bevölkerung einrichten. Darüber hinaus unterstützen wir über unsere Logistikplattform Atlas Logistique die Aktivitäten humanitärer Organisationen, indem wir Lager- und Transportmöglichkeiten für deren Hilfsgüter zur Verfügung stellen.

Unser Physiotherapeut Théo behandelt die kleine Waïda Sadia im Krankenhaus von Bambari.

Unser Physiotherapeut Théo behandelt die kleine Waïda Sadia im Krankenhaus von Bambari. | © A. Surprenant/HI

Laufende Aktivitäten

Rehabilitation

Die wenigen noch vorhandenen Rehabilitationsdienstleister befinden sich ausschließlich in der Hauptstadt des Landes. Daher war es uns ein großes Anliegen, Rehabilitationsmaßnahmen auch in einem anderen Landesteil anbieten zu können. Dies ist seit 2018 mit Hilfe des Auswärtigen Amtes auch in Bambari, der zweitgrößten Stadt der Zentralafrikanischen Republik, möglich. Innerhalb eines Jahres können wir somit circa 800 Menschen helfen. Dieses Angebot wird jedoch so gut angenommen und der Bedarf ist so hoch, dass Menschen aus einem Umkreis von 200 km anreisen, um Unterstützung zu erhalten. Daher planen wir den Ausbau dieser Maßnahmen.

Darüber hinaus wissen wir, dass Rehabilitationsmaßnahmen nur dann Erfolg haben, wenn die durch Gewalt und Konflikt verletzten Menschen auch bei der Aufarbeitung ihres Traumas unterstützt werden. Daher bieten wir dort psychologische Erste Hilfe, wo sie gebraucht wird.

Logistik

Im Dezember 2015 begannen wir, humanitäre Organisationen in der Zentralafrikanischen Republik bei Logistikaufgaben zu unterstützen. Das Ziel: Reichweite und Wirksamkeit der humanitären Hilfe verbessern. Um dies zu bewerkstelligen, bieten wir gesicherte Lagermöglichkeiten für humanitäre Hilfsgüter (Medikamente, Gegenstände zur Sicherung der Grundbedürfnisse etc.). Mit Hilfe eines lokalen Transportnetzwerkes unterstützen wir zudem die Verteilung dieser Hilfsmittel. Außerdem setzen wir nach Bedarf Straßen oder auch Flugzeuglandebahnen wieder in Stand.

Inklusive Humanitäre Hilfe

Damit die Hilfsmaßnahmen im Land alle Menschen und somit auch Menschen mit Behinderung und weitere schutzbedürftige Menschen erreichen, unterstützen wir zudem andere humanitäre Akteure, ihre Angebote so inklusiv wie möglich zu gestalten. Auch setzen wir uns in den Koordinierungstreffen aller humanitärer Organisationen dafür ein, die Einsatzstrategien für die einzelnen Sektoren so inklusiv wie möglich zu gestalten.

Neues aus den Projekten

Das ärmste Land der Welt
© HI
Öffentlichkeitsarbeit

Das ärmste Land der Welt

Handicap International (HI) koordiniert den Transport von Hilfsgütern in besonders isolierte Gebiete der Zentralafrikanischen Republik, einem Staat der von jahrzehntelanger Gewalt verwüstet ist. Die Beförderung ist eine große logistische Herausforderung. Die Sandpisten verwandeln sich während der Regenzeit in matschige Wege, viele Landebahnen sind überwuchert oder zerstört und ein Großteil der abgelegenen Dörfer ist nur schwer erreichbar. Die Sicherheitslage ist prekär. Trotz dieser widrigen Umstände organisiert HI die Lieferungen für Dutzende Orte, die sonst von jeglicher Hilfe abgeschnitten wären. Allein 2017 waren es 8.590 Tonnen Lebensmittel und Medikamente.

Rehabilitation in der Zentralafrikanischen Republik

Rehabilitation in der Zentralafrikanischen Republik

Ein gewaltsamer, langjähriger Konflikt wie in der Zentralafrikanischen Republik hinterlässt meist viele Verletzte, die auf kaum noch funktionierende Gesundheitsstrukturen treffen. Diesen Patient/-innen ihre funktionelle Unabhängigkeit wiederzugeben, ist unser großes Ziel.

Hilfsgüter per Flugzeug in das ärmste Land der Welt
© Paul Lorgerie/HI

Hilfsgüter per Flugzeug in das ärmste Land der Welt

Handicap International (HI) koordiniert den Transport von Hilfsgütern in besonders isolierte Gebiete der Zentralafrikanischen Republik – einem Staat, der von jahrzehntelanger Gewalt verwüstet ist. Allein 2017 waren es 8.590 Tonnen Lebensmittel und Medikamente.

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Hintergrund

Karte der HI Intervention in RZA

Laut den Vereinten Nationen ist die Zentralafrikanischen Republik das ärmste Land der Welt. Seit 2012 ist ethnische und religiöse Gewalt in der Zentralafrikanischen Republik an der Tagesordnung - vor allem seit dem Putsch der Seleka-Rebellen im März 2013.

Die Zentralafrikanische Republik steht in der Rangliste des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) des Human Development Indexes mit 188 Länder an letzter Stelle. Die Bevölkerungsanzahl liegt bei knapp 5 Millionen Einwohnern. Die Wirtschaft der Zentralafrikanischen Republik besteht größtenteils aus Landwirtschaft.

Seit der Unabhängigkeit 1958 leidet das Land unter chronischer Instabilität. Im Jahr 2013 brach die Gewalt zwischen den Gruppen Anti-Balaka (Christen) und Seleka (Muslime) aus und brachte das Land in eine Spirale des Chaos. Zahlreiche Zivilisten wurden Opfer von Gewalttaten. Fast 700.000 Menschen wurden vertrieben, eine halbe Million flohen in die Nachbarländer. Die Hälfte der Bevölkerung benötigt humanitäre Hilfe. Der im Jahr 2014 entsandten Friedensmission der Vereinten Nationen (MINUSCA) mit fast 12.000 Mann ist es nicht gelungen, die Stabilität wiederherzustellen.

Weltweites Engagement:

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ