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Zentralafrikanische Republik

In der Zentralafrikanischen Republik unterstützt HI humanitäre Organisationen durch die Bereitstellung von Logistiklösungen zur Verbesserung der Lagerung und Verteilung der humanitären Hilfe. HI unterstützt auch physische Rehabilitationszentren im Land.

Ein HI-Physiotherapeut arbeitet mit einem jungen Patienten in Bambari.

Ein HI-Physiotherapeut arbeitet mit einem jungen Patienten in Bambari. | © A. Surprenant/Collectif Item/HI

Laufende Aktivitäten

Seit 2015 führt HI mehrere Projekte durch, um NGOs bei der Bereitstellung humanitärer Hilfe zu unterstützen: Reparatur und Verbesserung von Flugplätzen, Management regionaler Logistikplattformen, Ladungslagerung, Bereitstellung von Lagerplätzen und Straßenverkehr. 

Nach der Auswertung im Januar 2018 konnte HI im September 2018 im Bambari General Hospital in der Präfektur Ouaka mit der Rehabilitation beginnen. Dieses Programm wird in Partnerschaft mit Ärzte ohne Grenzen durchgeführt, die den chirurgischen Teil des Allgemeinen Krankenhauses unterstützen, um die Kapazität und Betreuung der vielen Verletzten zu stärken. Parallel dazu wird seit Februar 2019 in Bangui eine technische Einheit für Integration mit nationaler Reichweite eingerichtet.
 

Neues aus den Projekten

Samira wünscht sich eine Prothese
© Till Mayer / HI
Rehabilitation und Orthopädie

Samira wünscht sich eine Prothese

Till Mayer, Fotojournalist und langjähriger Partner von Handicap International, reiste für eine Spiegel Online Reportage in die Zentralafrikanische Republik. Dort lernte er Samira kennen. Sie verlor beim Angriff einer Miliz ein Bein. Die 13-Jährige wird von HI betreut, möchte wieder laufen können und träumt von einer besseren Zukunft, für sich und für ihr Land.

Das ärmste Land der Welt
© HI
Öffentlichkeitsarbeit

Das ärmste Land der Welt

Handicap International (HI) koordiniert den Transport von Hilfsgütern in besonders isolierte Gebiete der Zentralafrikanischen Republik, einem Staat der von jahrzehntelanger Gewalt verwüstet ist. Die Beförderung ist eine große logistische Herausforderung. Die Sandpisten verwandeln sich während der Regenzeit in matschige Wege, viele Landebahnen sind überwuchert oder zerstört und ein Großteil der abgelegenen Dörfer ist nur schwer erreichbar. Die Sicherheitslage ist prekär. Trotz dieser widrigen Umstände organisiert HI die Lieferungen für Dutzende Orte, die sonst von jeglicher Hilfe abgeschnitten wären. Allein 2017 waren es 8.590 Tonnen Lebensmittel und Medikamente.

Rehabilitation in der Zentralafrikanischen Republik

Rehabilitation in der Zentralafrikanischen Republik

Ein gewaltsamer, langjähriger Konflikt wie in der Zentralafrikanischen Republik hinterlässt meist viele Verletzte, die auf kaum noch funktionierende Gesundheitsstrukturen treffen. Diesen Patient/-innen ihre funktionelle Unabhängigkeit wiederzugeben, ist unser großes Ziel.

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Hintergrund

Karte der HI-Einsatzes in der Zentralafrikanischen Republik

Die Zentralafrikanische Republik, nach Angaben der Vereinten Nationen das ärmste Land der Welt, leidet seit 2013 unter ethnischer und religiöser Gewalt.

Die Zentralafrikanische Republik steht in der Rangliste des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) des Human Development Indexes mit 188 Länder an letzter Stelle. Die Bevölkerungsanzahl liegt bei knapp 5 Millionen Einwohnern. Die Wirtschaft der Zentralafrikanischen Republik besteht größtenteils aus Landwirtschaft.

Seit der Unabhängigkeit 1958 leidet das Land unter chronischer Instabilität. Im Jahr 2013 brach die Gewalt zwischen den Gruppen Anti-Balaka (Christen) und Seleka (Muslime) aus und brachte das Land in eine Spirale des Chaos. Zahlreiche Zivilisten wurden Opfer von Gewalttaten. Fast 700.000 Menschen wurden vertrieben, eine halbe Million flohen in die Nachbarländer. Die Hälfte der Bevölkerung benötigt humanitäre Hilfe. Der im Jahr 2014 entsandten Friedensmission der Vereinten Nationen (MINUSCA) mit fast 12.000 Mann ist es nicht gelungen, die Stabilität wiederherzustellen.

Weltweites Engagement: