Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Zentralafrikanische Republik

In der Zentralafrikanischen Republik unterstützt Handicap International (HI) humanitäre Organisationen, in dem unsere Teams  Logistiklösungen bereitstellen, um die Lagerung und Verteilung der humanitären Hilfe zu verbessern. HI unterstützt zudem Reha-Zentren im Land.

Ein Fahrer, der für HI in der Zentralafrikanischen Republik arbeitet.

Ein Fahrer, der für HI in der Zentralafrikanischen Republik arbeitet. | © Till Mayer/HI

Laufende Aktivitäten

Handicap International (HI) war von 1994 bis 2004 in der Zentralafrikanischen Republik tätig, um verschiedene Entwicklungsprogramme auf den Weg zu bringen. 
Heute sind wir erneut mit unseren Logistikplattformen in der Zentralafrikanischen Republik aktiv. Wir unterstützen und erleichtern damit die Bereitstellung von Hilfsgütern durch humanitäre Organisationen im ganzen Land. 
Im September 2018 führten wir Rehabilitationsmaßnahmen im Bambari General Hospital in der Präfektur Ouaka ein.  Dieses Programm unterstützt die chirurgische Abteilung des Allgemeinkrankenhauses in Partnerschaft mit Ärzte ohne Grenzen, um entsprechende Kapazitäten aufzubauen und die Versorgung der vielen Menschen zu verbessern, die durch die Gewalt in und um die Stadt verletzt wurden.
2019 wurde in Bangui eine landesweit tätige Technische Aktionseinheit (CTAI) eingerichtet. Die Arbeit der CTAI ermöglicht es NGOs, ihre Maßnahmen an besonders schutzbedürftige Menschen anzupassen und stellt sicher, dass diese Zugang zu humanitärer Hilfe erhalten.
Darüber hinaus hat HI seit dem Auftreten der Corona-Pandemie in der Zentralafrikanischen Republik mehrere inklusive Aufklärungsprojekte zu persönlichen Schutzmaßnahmen und Sicherheit schutzbedürftiger Menschen entwickelt. 
 

Neues aus den Projekten

Samira wünscht sich eine Prothese
© Till Mayer / HI
Rehabilitation und Orthopädie

Samira wünscht sich eine Prothese

Till Mayer, Fotojournalist und langjähriger Partner von Handicap International, reiste für eine Spiegel Online Reportage in die Zentralafrikanische Republik. Dort lernte er Samira kennen. Sie verlor beim Angriff einer Miliz ein Bein. Die 13-Jährige wird von HI betreut, möchte wieder laufen können und träumt von einer besseren Zukunft, für sich und für ihr Land.

Das ärmste Land der Welt
© HI
Öffentlichkeitsarbeit

Das ärmste Land der Welt

Handicap International (HI) koordiniert den Transport von Hilfsgütern in besonders isolierte Gebiete der Zentralafrikanischen Republik, einem Staat der von jahrzehntelanger Gewalt verwüstet ist. Die Beförderung ist eine große logistische Herausforderung. Die Sandpisten verwandeln sich während der Regenzeit in matschige Wege, viele Landebahnen sind überwuchert oder zerstört und ein Großteil der abgelegenen Dörfer ist nur schwer erreichbar. Die Sicherheitslage ist prekär. Trotz dieser widrigen Umstände organisiert HI die Lieferungen für Dutzende Orte, die sonst von jeglicher Hilfe abgeschnitten wären. Allein 2017 waren es 8.590 Tonnen Lebensmittel und Medikamente.

Rehabilitation in der Zentralafrikanischen Republik
© A. Surprenant/Collectif Item / HI

Rehabilitation in der Zentralafrikanischen Republik

Ein gewaltsamer, langjähriger Konflikt wie in der Zentralafrikanischen Republik hinterlässt meist viele Verletzte, die auf kaum noch funktionierende Gesundheitsstrukturen treffen. Diesen Patient/-innen ihre funktionelle Unabhängigkeit wiederzugeben, ist unser großes Ziel.

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Hintergrund

Karte der HI-Einsatzes in der Zentralafrikanischen Republik

Die Zentralafrikanische Republik leidet unter struktureller Unterentwicklung und ist eines der ärmsten Länder der Welt. Es belegt im Ranking des Human Development Index 2018 den vorletzten Platz.

Das Land leidet seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1958 unter chronischer Instabilität. Der Dritte Zentralafrikanische Bürgerkrieg, der 2013 begann, führte zu einer humanitären, politischen und sicherheitspolitischen Krise. Obwohl die Gewalt inzwischen abgeklungen ist, hält sie bis heute an und hat zu einer deutlichen Verschlechterung der humanitären Situation geführt.

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 146
Eröffnungsdatum des Programms: 1994
 

Weltweites Engagement: