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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Syrien

Die Teams von Handicap International versorgen die Opfer des syrischen Konflikts in den Nachbarländern und unterstützen sie mit Hilfsmitteln und finanzieller Hilfe.

© Layla Aerts / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Fünf Jahre blutigen Bürgerkriegs in Syrien haben mehr als 6,5 Millionen Menschen innerhalb des Landes zur Flucht gezwungen. Dabei wurden bereits mehr als 200.000 Menschen getötet. Diese Zahl erhöht sich ständig weiter. Mehr als 13,5 Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen (Quelle: OCHA ).

Die Zivilbevölkerung Syriens leidet unter der unvorstellbaren bewaffneten Gewalt. Täglich versorgen wir neue geflüchtete Opfer von Schussverletzungen oder Explosionen und unterstützen amputierte Menschen und all diejenigen, bei denen körperliche Verletzungen zu einer dauerhaften Behinderung führen.

Die Nachbarländer haben bereits fast fünf Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Wir engagieren uns in Jordanien, im Irak und im Libanon, wo mehr als zwei Millionen Menschen Zuflucht gefunden haben. 500 Fachkräfte von Handicap International kümmern sich um Verwundete und Menschen mit Behinderung. Sie unterstützen die besonders schutzbedürftigen Flüchtlinge, die keinen, oder nur erschwerten Zugang zu humanitären Hilfeleistungen haben. 

Ende 2016 haben bereits mehr als 800.000 Menschen von unserem Einsatz in der Syrienkrise profitiert.

Neues aus den Projekten

Syrien: Es ist dringend erforderlich, den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern zu gewährleisten.
© W. Daniels / HI
Minen und andere Waffen

Syrien: Es ist dringend erforderlich, den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern zu gewährleisten.

Im Nordosten Syriens wiederholt sich der Kreislauf von Gewalt, Angst und Unsicherheit für die Bewohner/-innen! Wieder einmal sind Zivilist/-innen die ersten Opfer von Bombenanschlägen. Handicap International (HI) ist äußerst besorgt angesichts der militärischen Eskalation und der Bedrohung der Zivilbevölkerung. HI ruft alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen, insbesondere in den von Luftangriffen und Artilleriefeuer betroffenen Ballungsgebieten.

Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig
© Armelle Toucour
Minen und andere Waffen

Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig

Die jüngste Militäroffensive im Nordosten Syriens droht tausende Zivilist/-innen von Hilfe abzuschneiden und treibt viele in die Flucht, die oft schon vorher innerhalb Syriens geflohen waren. Davor warnen 15 Hilfsorganisationen, darunter Handicap International. CARE, Ärzte der Welt und Oxfam. Sie fordern die Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht uneingeschränkt zu respektieren und in dicht besiedelten Gebieten keine explosiven Waffen einzusetzen. 


 

HI-Studie „The Waiting List“
© Bahia Z./ HI
Minen und andere Waffen

HI-Studie „The Waiting List“

Handicap International hat die neue Studie „The Waiting List“ veröffentlicht. Sie befasst sich mit den unmittelbaren und langfristigen Bedürfnissen der Menschen, die von den Bombardierungen in Syrien betroffen sind. Die Studie erscheint im Vorfeld der „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“, die am 1. Oktober 2019 in Wien beginnt.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Syrien

Die syrische Zivilbevölkerung leidet massiv unter den Kämpfen zwischen den Konfliktparteien, die das internationale humanitäre Recht nicht respektieren.

Hervorgegangen aus einer Protestbewegung vom März 2011 gegen die Regierung, die von den syrischen Streitkräften mit Gewalt unterdrückt wurde, hat sich der bewaffnete Konflikt nach und nach zu einem Bürgerkrieg entwickelt. Die Konfrontationen, die Bombardierungen und Massaker, die Syrien zerreißen, rufen heute eine beispiellose humanitäre Krise hervor.

Mehrere Millionen Menschen sitzen in den Kampfgebieten fest. Sie sind im Kreuzfeuer der Konfliktparteien oder dienen den Kriegführenden oft sogar direkt als Ziele. Tagtäglich verhöhnt der andauernde Konflikt die Menschenrechte. Oft erhalten die Menschen keine Nahrung und kein Wasser, es gibt kaum medizinische Versorgung und sie sind der Gewalt vollkommen ausgeliefert. Die Hälfte von ihnen sind Kinder, die besonders im Winter von Hunger und Krankheiten bedroht sind. Bei unversorgten Verletzungen besteht die Gefahr, dass sie sich zu dauerhaften Behinderungen entwickeln. Die Betroffenen müssen daher unverzüglich Pflege- und Hilfeleistungen in Anspruch nehmen können – doch genau an diesen mangelt es.

Weltweites Engagement:

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ