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Syrien

In Syrien und den Nachbarländern versorgen die Teams von Handicap International die Opfer des Konflikts und unterstützen sie mit Hilfsmitteln und finanzieller Hilfe.

© Layla Aerts / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Fünf Jahre blutigen Bürgerkriegs in Syrien haben mehr als 6,5 Millionen Menschen innerhalb des Landes zur Flucht gezwungen. Dabei wurden bereits mehr als 200.000 Menschen getötet. Diese Zahl erhöht sich ständig weiter. Mehr als 13,5 Millionen Menschen sind auf Unterstützung angewiesen (Quelle: OCHA ).

Die Zivilbevölkerung Syriens leidet unter der unvorstellbaren bewaffneten Gewalt. Täglich versorgen wir neue Opfer von Schussverletzungen oder Explosionen und unterstützen amputierte Menschen und all diejenigen, bei denen körperliche Verletzungen zu einer dauerhaften Behinderung führen.

Die Nachbarländer haben bereits fast fünf Millionen Flüchtlinge aufgenommen. Wir engagieren uns in Jordanien, im Irak und im Libanon, wo mehr als zwei Millionen Menschen Zuflucht gefunden haben. 500 Fachkräfte von Handicap International kümmern sich um Verwundete und Menschen mit Behinderung. Sie unterstützen die besonders schutzbedürftigen Flüchtlinge, die keinen, oder nur erschwerten Zugang zu humanitären Hilfeleistungen haben. 

Ende 2016 haben bereits mehr als 800.000 Menschen von unserem Einsatz in der Syrienkrise profitiert.

Neues aus den Projekten

Hilfsorganisationen fordern Weltmächte auf, eine humanitäre Katastrophe in Idlib zu verhindern
© HI
Minen, Streubomben und andere Waffen Nothilfe

Hilfsorganisationen fordern Weltmächte auf, eine humanitäre Katastrophe in Idlib zu verhindern

Sollte es im Nordwesten Syriens zu einer militärischen Eskalation kommen, sind Millionen Zivilisten, die in Idlib eingeschlossen sind, von der bisher größten humanitären Katastrophe des siebenjährigen syrischen Krieges bedroht. Acht große Hilfsorganisationen fordern die führenden Politiker auf, bei ihrem heutigen Treffen alles daran zu setzen, dieses schreckliche Szenario zu verhindern.

HI fordert humanitäre Hilfe für die vertriebene Zivilbevölkerung im Süden Syriens
© A. Rave / HI
Nothilfe

HI fordert humanitäre Hilfe für die vertriebene Zivilbevölkerung im Süden Syriens

Amman, 5. Juli 2018. In den letzten Tagen hat sich die Anzahl der Syrerinnen und Syrer, die aus dem Süden des Landes vor dem Konflikt geflohen sind, von 60.000 auf 272.000 Menschen mehr als vervierfacht. Laut UNO-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) sind die meisten in Richtung Golanhöhen geflohen, die an Israel grenzen. Etwa 60.000 Zivilisten sind in den Süden an die Grenze zu Jordanien gezogen. Die Menschen versuchen, den schweren Luftangriffen zu entkommen, müssen aber an den Grenzen unter sehr schwierigen Bedingungen und ohne angemessene humanitäre Hilfe ausharren. Viele schlafen in Zelten, in überfüllten Notunterkünften oder unter freiem Himmel. Sie haben keinen Zugang zu medizinischer Versorgung, sauberem Trinkwasser und sanitären Anlagen.

Notlage Ost-Ghouta: Tod von Mitarbeiter einer Partnerorganisation
© AFP PHOTO / AMER ALMOHIBANY
Minen, Streubomben und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit

Notlage Ost-Ghouta: Tod von Mitarbeiter einer Partnerorganisation

Mustafa, Mitarbeiter einer syrischen Partnerorganisation, seine Frau und ihre kleinen Kinder wurden am Mittwoch in Hamouriyeh, Ost-Ghouta, getötet. HI ist zutiefst bestürzt über den Verlust dieser Menschenleben und verurteilt die Bombardierung bewohnter Gebiete erneut. Heute, am 7. Jahrestag des syrischen Konfliktes, fordern wir alle Konfliktparteien dazu auf, die Zivilbevölkerung zu schützen.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Syrien

Die syrische Zivilbevölkerung leidet massiv unter den Kämpfen zwischen den Konfliktparteien, die das internationale humanitäre Recht nicht respektieren.

Hervorgegangen aus einer Protestbewegung vom März 2011 gegen die Regierung, die von den syrischen Streitkräften mit Gewalt unterdrückt wurde, hat sich der bewaffnete Konflikt nach und nach zu einem Bürgerkrieg entwickelt. Die Konfrontationen, die Bombardierungen und Massaker, die Syrien zerreißen, rufen heute eine beispiellose humanitäre Krise hervor.

Mehrere Millionen Menschen sitzen in den Kampfgebieten fest. Sie sind im Kreuzfeuer der Konfliktparteien oder dienen den Kriegführenden oft sogar direkt als Ziele. Tagtäglich verhöhnt der andauernde Konflikt die Menschenrechte. Oft erhalten die Menschen keine Nahrung und kein Wasser, es gibt kaum medizinische Versorgung und sie sind der Gewalt vollkommen ausgeliefert. Die Hälfte von ihnen sind Kinder, die besonders im Winter von Hunger und Krankheiten bedroht sind. Bei unversorgten Verletzungen besteht die Gefahr, dass sie sich zu dauerhaften Behinderungen entwickeln. Die Betroffenen müssen daher unverzüglich Pflege- und Hilfeleistungen in Anspruch nehmen können – doch genau an diesen mangelt es.

Weltweites Engagement: