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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Aktion in Berlin: Hilfsorganisationen für humanitären Zugang in Syrien

Öffentlichkeitsarbeit Politische Kampagnenarbeit
Syrien

Der 15. März 2017 gilt als der sechste Jahrestag des grausamen Konflikts in Syrien. Im Vorfeld dieses Tages haben sich mehr als 20 deutsche Hilfsorganisationen – darunter Handicap International - zusammengeschlossen, um darauf aufmerksam zu machen, dass in Syrien weiterhin etwa 5 Millionen Menschen in 13 belagerten und schwer erreichbaren Gebieten ausharren. Unter dem Motto „Uns sind die Hände gebunden“ versammelten sich am 9. März mehr als 100 Helferinnen und Helfer der humanitären Organisationen vor dem Bundestag in Berlin.

Aleppo

© Mike Auerbach

„Wir appellieren an die Bundesregierung und die internationale Gemeinschaft, alles dafür zu tun, den humanitären Zugang sicherzustellen und das Völkerrecht zu wahren. Aleppo ist bis heute Inbegriff des Grauens, das Menschen erleben, die komplett eingeschlossen sind. In Syrien gibt es jedoch insgesamt 13 Orte wie Aleppo“, so die Hilfsorganisationen. „Als humanitäre Organisationen helfen wir seit Beginn des Konflikts in Syrien, unsere lokalen Helfer riskieren tagtäglich ihr Leben. Zum Anlass des 6. Jahrestages des Krieges stellen wir uns vor den Bundestag, alle gemeinsam, mit verbundenen Händen. Wir möchten damit zeigen, dass uns, trotz aller geleisteten Hilfe, buchstäblich die Hände gebunden sind, wenn es um den humanitären Zugang zu Millionen von Menschen in schwer erreichbaren und belagerten Gebieten geht.“

Das gemeinsame Statement der teilnehmenden Organisationen finden Sie HIER.
Mit dabei in Berlin sind auch die Syrerin Nivin und der Syrer Dakhaz, die mit Handicap International in Flüchtlingslagern syrischer Nachbarländer im Einsatz waren und heute als Geflüchtete in Deutschland leben.

Uns sind die Hände gebunden!

Liste der teilnehmenden Organisationen:

  1. Action Medeor
  2. ADRA
  3. Aktion Deutschland Hilft
  4. arche noVa - Initiative für Menschen in Not
  5. Ärzte der Welt
  6. AWO International
  7. CARE Deutschland-Luxemburg e.V.
  8. Deutscher Caritasverband e. V./Caritas international
  9. Handicap International
  10. Help – Hilfe zur Selbsthilfe
  11. International Rescue Committee (IRC) Deutschland
  12. Islamic Relief Deutschland e.V.
  13. Johanniter-Unfall-Hilfe-e.V.
  14. Kindernothilfe e.V.
  15. Malteser International
  16. Oxfam Deutschland
  17. Plan International Deutschland e.V.
  18. Save the Children
  19. Stiftung Schüler Helfen Leben
  20. Terre des hommes
  21. VENRO
  22. Verband Deutsch-Syrischer Hilfsvereine e.V.
  23. World Vision

 

Damit solche Szenen in Zukunft der Vergangenheit angehören:

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7 März 2017
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Syrien: Es ist dringend erforderlich, den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern zu gewährleisten.
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Im Nordosten Syriens wiederholt sich der Kreislauf von Gewalt, Angst und Unsicherheit für die Bewohner/-innen! Wieder einmal sind Zivilist/-innen die ersten Opfer von Bombenanschlägen. Handicap International (HI) ist äußerst besorgt angesichts der militärischen Eskalation und der Bedrohung der Zivilbevölkerung. HI ruft alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen, insbesondere in den von Luftangriffen und Artilleriefeuer betroffenen Ballungsgebieten.

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Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig

Die jüngste Militäroffensive im Nordosten Syriens droht tausende Zivilist/-innen von Hilfe abzuschneiden und treibt viele in die Flucht, die oft schon vorher innerhalb Syriens geflohen waren. Davor warnen 15 Hilfsorganisationen, darunter Handicap International. CARE, Ärzte der Welt und Oxfam. Sie fordern die Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht uneingeschränkt zu respektieren und in dicht besiedelten Gebieten keine explosiven Waffen einzusetzen. 


 

Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen
© B. Chapuis / HI
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Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen

Wien, 2. Oktober 2019. Vertreter/-innen von 133 Staaten und der Zivilgesellschaft kamen für zwei Tage in Wien zur „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“ zusammen. Die Mehrheit der Teilnehmer/-innen unterstützte die Notwendigkeit, dass das menschliche Leid, das durch den Einsatz von Explosivwaffen verursacht wird, beendet werden muss und zeigte sich dazu bereit, mit diesem Ziel an einem politischen Instrument zu arbeiten. Die Konferenz ebnete den Weg für einen Verhandlungsprozess, an dessen Ende im Frühjahr 2020 eine politische Erklärung zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. Die Vertreter Deutschlands verpflichteten sich in Wien, konstruktiv an dem Prozess hin zu einer politischen Erklärung mit zu arbeiten. Handicap International hatte jahrelang auf die menschliche Tragödie durch die Bombardierung in Wohngebieten hingewiesen. Die Organisation begrüßte die große Anzahl an teilnehmenden Staaten und unterstrich, dass auch konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer Teil der Erklärung sein müssen. 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ