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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Aleppo – Leben mit den Bomben

Syrien

Am 27. April wurden bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus in Aleppo mindestens 30 Menschen getötet. Die Stadt im Norden Syriens wird seit einer Woche massiv bombardiert. Hunderte ZivilistInnen wurden bereits getötet oder verletzt.

Die Auswirkungen von Streubomben in besiedelten Gebieten als Infografik.

So verheerend wirken explosive Waffen in besiedelten Gebieten. | © Handicap International

Handicap International verurteilt die Verwendung von explosiven Waffen in dicht besiedelten Gebieten und ihre verheerende Auswirkung auf die Zivilbevölkerung auf das Schärfste: 90% der Opfer stammen aus der Zivilbevölkerung. Leider ist dieses menschenverachtende Vorgehen der Kriegsparteien noch immer gängige Praxis in aktuellen Konflikten, wie beispielsweise in Syrien, Jemen, Afghanistan und der Ukraine. Die internationale Gemeinschaft muss dem endlich ein Ende setzen, denn die undifferenzierten oder gar vorsätzlichen Angriffe sind schwere Verletzungen des internationalen Rechts.

Die Verwendung von explosiven Waffen in dicht besiedelten Gebieten verursacht Leid und schwere Verletzungen (Verbrennungen, offene Wunden, Knochenbrüche etc.):

  • Sie sind die Ursache für Behinderungen und psychische Traumata.
  • Menschen müssen fliehen und wichtige Infrastruktur, wie Häuser, Krankenhäuser oder Schulen, wird zerstört.
  • Mit jedem Angriff wird der Wiederaufbau und das tägliche Überleben erschwert.
  • Bei jedem Angriff explodiert ein gewisser Prozentsatz der Bomben nicht.
  • Die Überreste bleiben noch Jahre nach dem Krieg eine ständige Bedrohung für die Bevölkerung und machen die Rückkehr für die Menschen in ihre Nachbarschaft nach den Kämpfen extrem gefährlich.
3 Mai 2016
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Syrien: Es ist dringend erforderlich, den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern zu gewährleisten.
© W. Daniels / HI
Minen und andere Waffen

Syrien: Es ist dringend erforderlich, den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern zu gewährleisten.

Im Nordosten Syriens wiederholt sich der Kreislauf von Gewalt, Angst und Unsicherheit für die Bewohner/-innen! Wieder einmal sind Zivilist/-innen die ersten Opfer von Bombenanschlägen. Handicap International (HI) ist äußerst besorgt angesichts der militärischen Eskalation und der Bedrohung der Zivilbevölkerung. HI ruft alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen, insbesondere in den von Luftangriffen und Artilleriefeuer betroffenen Ballungsgebieten.

Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig
© Armelle Toucour
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Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig

Die jüngste Militäroffensive im Nordosten Syriens droht tausende Zivilist/-innen von Hilfe abzuschneiden und treibt viele in die Flucht, die oft schon vorher innerhalb Syriens geflohen waren. Davor warnen 15 Hilfsorganisationen, darunter Handicap International. CARE, Ärzte der Welt und Oxfam. Sie fordern die Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht uneingeschränkt zu respektieren und in dicht besiedelten Gebieten keine explosiven Waffen einzusetzen. 


 

HI-Studie „The Waiting List“
© Bahia Z./ HI
Minen und andere Waffen

HI-Studie „The Waiting List“

Handicap International hat die neue Studie „The Waiting List“ veröffentlicht. Sie befasst sich mit den unmittelbaren und langfristigen Bedürfnissen der Menschen, die von den Bombardierungen in Syrien betroffen sind. Die Studie erscheint im Vorfeld der „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“, die am 1. Oktober 2019 in Wien beginnt.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ