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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Ein Tag Minenräumung in der Casamance in Senegal

Minen und andere Waffen
Senegal

Senegal leidet seit 30 Jahren unter dem Konflikt zwischen der senegalesischen Armee und der Separatistenbewegung in Casamance. Dieser Konflikt ließ das Land verarmen und bremste seine Entwicklung aus. Einen erheblichen Anteil daran haben Anti-Personen-Minen. Weite Teile des Ackerlandes sind aufgrund des Konflikts nicht nutzbar. Seit 1998, dem Jahr der Ratifizierung des Ottawa-Vertrags über das Verbot von Anti-Personen-Mine, gab es mindestens 854 Minenopfer.

© J-J. Bernard / Handicap International

Eben ist die Sonne aufgegangen. Sofort nachdem das Team das Material aufgeladen hat, motiviert Aziz, der Chef der Entminungsaktionen von Handicap International, sein Team und ruft das Tagesziel in Erinnerung: die Entminung des Dorfes Diagnon, rund 50 km von Ziguinchor entfernt (Bild oben).

Um 8 Uhr sind sie vor Ort. Aziz und Charles, seine rechte Hand, machen eine Bestandsaufnahme: Beschaffenheit des zu räumenden Geländes und seiner Umgebung, vorauszusehende Schwierigkeiten, Wahl der geeigneten Vorgehensweise…

 

Zur gleichen Zeit entlädt das Team das Material und überprüft es.

 

Wie jeden Morgen organisiert Charles ein Briefing und erinnert alle an die Sicherheitsvorschriften.

 

Jedes Mitglied des Minenräumteams nimmt seine Ausrüstung entgegen und bereitet sich auf den Einsatz vor.

 

Alle konzentrieren sich, bevor sie an die Arbeit gehen.

 

Es ist 9 Uhr. Das Minenräumteam ist bereit, mit der Arbeit zu beginnen.

 

Vor jeder Aktion muss das zu räumende Gebiet genau analysiert werden.

 

Jonathan der Hundeführer verbringt die Zeit mit seinen beiden Spürhunden. Er vergewissert sich, dass sie in guter Verfassung sind, bevor er sie auf das zu räumende Terrain lässt.

 

Heute wird Katja zusammen mit ihrem Ausbilder in mehreren Zeiteinheiten von je 45 Minuten arbeiten.  

 

Wo die Hunde nicht arbeiten können, setzt der Minenräumer einen Metalldetektor ein. Er trägt manchmal sehr leichte, mit Luftkissen umhüllte Schuhe, um die Sicherheit zu erhöhen.

 

Aziz, der  Leiter der Minenräumaktion, begrüßt die Verantwortlichen des Dorfes. Es ist wichtig, gute Beziehungen zu ihnen zu unterhalten und sie über die Aktivitäten von Handicap International genau zu informieren.

 

Es ist 15 Uhr, Zeit zurückzukehren, bevor die Armee mit ihren nächtlichen Absperrungen beginnt. Alle gehen mit dem guten Gefühl heim, eine wichtige Aufgabe erfüllt zu haben: Echter Teamgeist!

Lesen Sie hier, wie starke Frauen sich auf gefährlichen Minenfeldern behaupten

1 April 2016
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Im Nordosten Syriens wiederholt sich der Kreislauf von Gewalt, Angst und Unsicherheit für die Bewohner/-innen! Wieder einmal sind Zivilist/-innen die ersten Opfer von Bombenanschlägen. Handicap International (HI) ist äußerst besorgt angesichts der militärischen Eskalation und der Bedrohung der Zivilbevölkerung. HI ruft alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen, insbesondere in den von Luftangriffen und Artilleriefeuer betroffenen Ballungsgebieten.

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© B. Chapuis / HI
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Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen

Wien, 2. Oktober 2019. Vertreter/-innen von 133 Staaten und der Zivilgesellschaft kamen für zwei Tage in Wien zur „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“ zusammen. Die Mehrheit der Teilnehmer/-innen unterstützte die Notwendigkeit, dass das menschliche Leid, das durch den Einsatz von Explosivwaffen verursacht wird, beendet werden muss und zeigte sich dazu bereit, mit diesem Ziel an einem politischen Instrument zu arbeiten. Die Konferenz ebnete den Weg für einen Verhandlungsprozess, an dessen Ende im Frühjahr 2020 eine politische Erklärung zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. Die Vertreter Deutschlands verpflichteten sich in Wien, konstruktiv an dem Prozess hin zu einer politischen Erklärung mit zu arbeiten. Handicap International hatte jahrelang auf die menschliche Tragödie durch die Bombardierung in Wohngebieten hingewiesen. Die Organisation begrüßte die große Anzahl an teilnehmenden Staaten und unterstrich, dass auch konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer Teil der Erklärung sein müssen. 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ