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Senegal

Im Senegal engagiert sich Handicap International für Kinder mit Behinderung. In Casamance kämpfen wir außerdem gegen Landminen.

Handicap International Senegal.

© J-J. Bernard / Handicap International

Laufende Aktivitäten

Handicap International unterstützt Menschen mit Behinderung im Senegal seit 1995. Aktuell führt Handicap International zahlreiche Projekte zugunsten von Kindern mit Behinderung in der Region von Dakar und in Casamance durch:

  • Vorsorge, Erkennung und Behandlung von gesundheitlichen Mängeln bei Müttern, Neugeborenen und Kleinkindern
  • Inklusion von Kindern mit Behinderung in Schulen und Förderung von deren Teilnahme an sportlichen Aktivitäten
  • Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern

Parallel dazu fördern wir die Inklusion von Erwachsenen mit Behinderung ins Berufsleben.

Ein anderer großer Einsatzbereich von Handicap International im Senegal ist der Schutz der Bevölkerung der Casamance vor Anti-Personen-Minen und Anti-Fahrzeug-Minen. Bereits 1999 starteten wir den Kampf gegen diese Waffen, die die Entwicklung der gesamten Region bremsen, mit einer breiten Aufklärungskampagne zur Minengefahr. Seit 2006 helfen wir den Überlebenden von Unfällen, in dem wir das Zentrum für Orthopädie und Rehabilitation im regionalen Krankenhaus von Ziguinchor aufgebaut haben. 2007 bis 2012 starteten wir eine erste Phase der Räumung von Minen. Seit 2015 räumen wir im Rahmen eines neuen Projektes erneut.

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Hintergrund

Senegal ist eine wichtige Wirtschaftsmacht in Westafrika, der Reichtum jedoch ungleich verteilt. 45,1 % der Einwohner des Landes leben in extremer Armut; allen voran Menschen mit Behinderung. Zudem lebt die Bevölkerung im Süden des Landes, in Casamance, noch immer unter der Bedrohung durch Anti-Personen-Minen.

2010 ratifizierte Senegal das Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung. Zwar gibt es seitdem eine positive Entwicklung, doch die nacheinander verabschiedeten Gesetze werden nur langsam in konkrete politische Maßnahmen umgesetzt. Menschen mit Behinderung haben erschwerten Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und Beschäftigung, werden regelmäßig diskriminiert und kämpfen nach wie vor um die Anerkennung ihrer Grundrechte.

 

Das Land leidet außerdem seit 30 Jahren unter dem Konflikt zwischen der senegalesischen Armee und der Separatistenbewegung in Casamance. Dieser Konflikt ließ das Land verarmen und bremste seine Entwicklung aus, einen erheblichen Anteil daran haben Anti-Personen-Minen. Die Region ist eigentlich als "Brotkorb des Senegal" bekannt, aber weite Teile des Ackerlandes sind aufgrund des Konflikts nicht nutzbar. Seit 1988, dem Jahr der Ratifizierung des Ottawa-Vertrags über das Verbot von Anti-Personen-Mine, gab es mindestens 854 Minenopfer. 635 von ihnen haben überlebt und benötigen oft ihr Leben lang Pflege, Hilfsmittel und medizinische, soziale sowie wirtschaftliche Unterstützung. Die meisten leben in bitterer Armut.

Weltweites Engagement: