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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Senegal

HI arbeitet an der Entwicklung einer integrativen, nachhaltigen und fairen Gesellschaft, die die Lebensqualität schutzbedürftiger Menschen, einschließlich Menschen mit Behinderung, verbessert.

Inklusive Schule - Senegal HI

Inklusive Schule - Senegal HI | © J-J. Bernard / HI

Laufende Aktivitäten

Handicap International unterstützt Menschen mit Behinderung im Senegal seit 1995. Die ersten Maßnahmen wurden im Bereich der funktionellen Rehabilitation durchgeführt, um es Menschen mit Behinderung zu ermöglichen, ihre Mobilität wiederzuerlangen. Seitdem wurden rund 30 Projekte umgesetzt, die meisten davon in der Casamance, wie z.B. Minenräumprojekte seit 2007. Aktuelle Projekte in den Regionen Dakar und Casamance umfassen folgende Themen:

  • Prävention und Erkennung von Gesundheitsproblemen bei Müttern, Neugeborenen und Säuglingen
  • Sicherstellen, dass alle Kinder mit Behinderung die Schule besuchen und in die Gemeinschaft aufgenommen werden
  • Beruflichen Integration von Erwachsenen mit Behinderung ermöglichen
  • Unterstützung der Verbesserung von Rehabilitationsdiensten neben physiotherapeutische Organisationen
  • Menschen mit Behinderung im Kampf gegen HIV miteinbeziehen
  • Minenräumarbeiten

Neues aus den Projekten

Berufliche Inklusion in Senegal: „Meine Kollegen respektieren mich“
© E. Fitte-Duval / Handicap International
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung

Berufliche Inklusion in Senegal: „Meine Kollegen respektieren mich“

In Senegal fördert Handicap International die Inklusion von Erwachsenen mit Behinderung ins Berufsleben. Einer von ihnen ist der 33 jährige Boubacar, der heute als Rechtsberater für das Ministerium für Afrikanische Integration, für NEPAD[1]  und für Good Governance Africa arbeitet.

Ein Tag Minenräumung in der Casamance in Senegal
© J-J. Bernard / Handicap International
Minen und andere Waffen

Ein Tag Minenräumung in der Casamance in Senegal

Senegal leidet seit 30 Jahren unter dem Konflikt zwischen der senegalesischen Armee und der Separatistenbewegung in Casamance. Dieser Konflikt ließ das Land verarmen und bremste seine Entwicklung aus. Einen erheblichen Anteil daran haben Anti-Personen-Minen. Weite Teile des Ackerlandes sind aufgrund des Konflikts nicht nutzbar. Seit 1998, dem Jahr der Ratifizierung des Ottawa-Vertrags über das Verbot von Anti-Personen-Mine, gab es mindestens 854 Minenopfer.

Eine Mine kommt selten allein – was tun, wenn eine gefunden wird?
© J-J. Bernard / Handicap International
Minen und andere Waffen

Eine Mine kommt selten allein – was tun, wenn eine gefunden wird?

Die gewalttätigen Konflikte, die der Region Casamance im Senegal dreißig Jahre lang zugesetzt haben, sind nun vorbei. Aber die Antipersonen-Minen sind immer noch da und bedrohen das Leben der Zivilbevölkerung. Zeitgleich mit unserer Arbeit in der Minenräumung informieren und sensibilisieren wir zusammen mit unserem Partner, der Association Senegalaise des victimes de mines (ASVM), die Bevölkerung über die Gefahren der Minen. Innerhalb von acht Monaten klären wir so in 60 Schulen und 65 Dörfern auf.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes im Senegal

Senegal ist eine wichtige Wirtschaftsmacht in Westafrika, aber sein Reichtum ist sehr ungleich verteilt. Ein erheblicher Prozentsatz der Bevölkerung des Landes lebt in einer Situation extremer Armut und Menschen mit Behinderung sind in dieser Kategorie stark vertreten. Außerdem lebt die Bevölkerung im Süden des Landes, in der Casamance, immer noch unter der Bedrohung durch Antipersonenminen.

Der Rechtsrahmen für Menschen mit Behinderung im Senegal hat sich seit 2010, als das Land das Internationale Übereinkommen über die Rechte von Menschen mit Behinderung ratifiziert hat, zum Besseren gewendet.[1]

Allerdings gibt es noch viele Schwierigkeiten bei der Umsetzung der später verabschiedeten Gesetze in konkrete politische Maßnahmen. Menschen mit Behinderung im Senegal sind täglich mit Barrieren konfrontiert, z. B. wenn sie  Zugang zum Gesundheits-, und Bildungswesen oder zum Arbeitsmarkt erhalten möchten. Die Opfer von Diskriminierung kämpfen weiterhin dafür, dass ihre Grundrechte gewahrt werden. HI arbeitet seit 1995 mit ihnen zusammen.
Das Land wurde sehr stark von dem Konflikt betroffen, der sich in den letzten 30 Jahren gegen die senegalesische Armee und die Bewegung der demokratischen Kräfte der Casamance richtet. Dieser Konflikt hat der Wirtschaft des Landes geschadet und seine Entwicklung behindert, insbesondere durch den Einsatz von Antipersonenminen. Das bedeutet, dass ein Großteil der landwirtschaftlichen Nutzfläche in dieser als "Speisekammer" des Senegals bekannten Region unzugänglich ist.

[1] Ziel der Konvention ist es, den vollen und gleichberechtigten Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten durch alle Menschen mit Behinderung zu fördern, zu schützen und zu gewährleisten. Sie zielt auch darauf ab, ihre angeborene Würde zu fördern.

 

Weltweites Engagement:

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Logos Landeshauptstadt München, Auswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ