Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Entsendung humanitärer Hilfe nach Venezuela

Nothilfe
Kolumbien

Gemeinsamer Erklärung auf dem Humanitären Forum interntationaler NGOs in Bogota/Kolumbien.

Logos einiger Unterzeichner-Organisationen

Logos einiger Unterzeichner-Organisationen

An:
Die Regierung der Republik Kolumbien
Diplomatische Vertretungen und Delegationen der internationalen Gemeinschaft
Agenturen der Vereinten Nationen und multilaterale Organisationen
Nichtregierungsorganisationen und die Zivilgesellschaft
Die Öffentlichkeit

 

Betreff: Entsendung humanitärer Hilfe nach Venezuela


Das Humanitäre Forum internationaler Nichtregierungsorganisationen in Kolumbien ruft alle Staaten dazu auf, den humanitären Charakter von Hilfsmaßnahmen zu bewahren, mit dem Ziel, Leben zu retten, Leid zu verringern, Menschenrechte wiederherzustellen und zu schützen sowie die Menschenwürde der Opfer von Konflikten, komplexen Krisen und/oder Naturkatastrophen zu wahren. In diesem Kontext möchte das Forum seine Bedenken über die Methoden äußern, durch welche humanitäre Hilfe von Kolumbien nach Venezuela gesendet werden soll.

Dafür möchten wir alle beteiligten Akteure an Folgendes erinnern:

• Humanitäre Akteure arbeiten in Einklang mit den humanitären Prinzipien der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit.

• Wir erinnern die beteiligten Akteure daran, dass jede politische Instrumentalisierung der humanitären Hilfe Gefahren mit sich bringen kann, insbesondere für die Menschen, die durch die Hilfe unterstützt werden sollen, und wenn diese Instrumentalisierung nicht auf technischen und objektiven Kriterien beruht.

• Die Pariser Erklärung über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit schafft globale Verpflichtungen für Geber- und Empfängerstaaten, um die Leistung und Steuerung von Hilfsmaßnahmen zu verbessern und sie dadurch effizienter und transparenter zu machen.

• Wir berufen uns auf die Resolution 71/129 der UN-Generalversammlung vom 8. Dezember 2016 über die Sicherheit von humanitären Akteuren, die dazu aufruft, dass Staaten nicht deren Arbeit regulieren sollten.

• Humanitäre Hilfe muss dazu beitragen, den Frieden zu wahren, und der zivile (nichtmilitärische) Charakter von humanitärer Hilfe muss geschützt werden.

Wir rufen alle beteiligten Akteure dazu auf, jegliche Handlung zu vermeiden, die Schaden verursachen könnte, die Hilfsmaßnahmen auf die Bedürfnisse von besonders schutzbedürftigen Menschen und Menschen in Not zu konzentrieren und zur Stabilität und Bewahrung des Friedens beizutragen.

15 Februar 2019
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition
© ISNA Agency / HI
Nothilfe Öffentlichkeitsarbeit

NGOs fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Über 56 deutsche und internationale Organisationen fordern: Keine Rüstungsexporte für gesamte Jemen-Militärkoalition

Am 30. September läuft das deutsche Rüstungsexportmoratorium gegenüber Saudi-Arabien offiziell aus. Deshalb fordert ein breites Bündnis von 56 zivilgesellschaftlichen Organisationen die Bundesregierung mit Nachdruck dazu auf, das Rüstungsexportmoratorium dringend auszuweiten.

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo
© Abir Abdullah/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo

Am Sonntag, 25. August 2019, jährt sich die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar zum zweiten Mal. Die muslimische Minderheit ist in ihrem Heimatland systematischer Verfolgung  ausgesetzt. Vor zwei Jahren eskalierte die Gewalt und führte zur Flucht von 741.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch. Laut Vereinten Nationen leben dort derzeit über 911.000 Menschen in Flüchtlingscamps in der Region Cox’s Bazar - dem sogenannten größten Flüchtlingslager der Welt. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“, zu denen auch Handicap International gehört, helfen den Menschen seit Ausbruch der Krise.

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls
© Gilles Lordet / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls

Am Montag, 19. August, ist Welttag der Humanitären Hilfe. Anlass genug, einen unserer engagierten Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Tichaona Mashodo leitet das mobile Einsatzteam im Südsudan. Im Interview blickt er auf die letzten zehn Jahre seines humanitären Engagements zurück.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ