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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Erfolgreiche Minenräumung in der Demokratischen Republik Kongo

Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit Vorsorge und Gesundheit
Demokratische Republik Kongo

Seit Dezember 2013 hat Handicap International durch einen Minenräumeinsatz mit dem System „Mensch, Hund, Maschine“ in Mukwanyama mehr als 36.000 m² Land unschädlich machen und an die Zivilbevölkerung zurückgeben können.

Handicap International, seit knapp 20 Jahren in der Demokratischen Republik Kongo aktiv, hat in nur drei Monaten über 36.000 m² Land, das entspricht einer Fläche von fünf Fußballplätzen, mithilfe einer schnellen und effektiven Methode von Minen befreit: ein System, das Menschen, Hunde und Maschinen verbindet. Die Minenräumung in der Nähe von Kisangani begann im Dezember im Anschluss einer neuen Untersuchung von der kongolesischen Regierung im Mai 2013, die die Kontaminierung mit Minen und explosiven Kriegsresten exakt kartierte. Die ersten Anti-Personenminen stammen aus dem Jahr 1960, kurz nachdem das Land mit der Sezession von Katanga seine Unabhängigkeit erlangte. Die Situation verschlechterte sich durch die bewaffneten Konflikte, die das Land seit 1996 erschütterten, und mit der Verwendung von Minen und explosiven Waffen aus dem Krieg durch Milizen und nichtstaatliche bewaffnete Gruppen. Handicap International zählte zu den wichtigsten Akteuren bei der Durchführung dieser Studie und bei der Umsetzung von Maßnahmen mit dem Ziel, die identifizierten Waffen zu zerstören.

Ein kombiniertes System zur Minenräumung

Das System „Mensch, Hund, Maschine“ war ein Schlüsselfaktor für den Erfolg des Projekts. Die gepanzerte Maschine Minewolf bereitete den zu entminenden Bereich vor und befreite das Terrain von Gestrüpp. Die in Deutschland hergestellte Maschine ist eine Art 3,3 Tonnen schwerer Mähdrescher, der von den Teams von Handicap International ferngesteuert wurde, um störende Vegetation zu entfernen. Anschließend betraten zwei Teams, bestehend aus je einem Hundeführenden und einem Deutschen Schäferhund, das Gelände. Die Spürhunde sind darauf trainiert, den Geruch von Sprengstoffen zu erkennen, der in den nicht detonierten Minen und Kampfmitteln enthalten ist. Ihr gefahrloser Einsatz erlaubte eine Zeitersparnis von 80% gegenüber manueller Minenbeseitigung. Die Böden im Kongo enthalten häufig einen hohen Anteil an Metallen, der bei Metalldetektoren zu Fehlauslösungen führen kann.
Durch den Einsatz von Hunden, die ihr Gespür zur Erkennung von Schwarzpulvergeruch nutzten, konnte dieses Problem umgangen werden. Beim geringsten Geruch von Schwarzpulver „hielten“ die Hunde und ihre Hundeführer untersuchten die Stelle, um den identifizierten Gegenstand zu entfernen. Drei Teams, bestehend aus jeweils sechs manuellen Minenfachleuten, schlossen die Arbeit ab und verifizierten Zentimeter für Zentimeter den Bereich, der als belastet identifiziert wurde. Die Teams wurden von einem Ärzteteam begleitet, das bei einem Unfall eingreifen konnte.

Die Teams setzten sich über drei Monate unermüdlich dafür ein, die Bevölkerung bei der Rückgewinnung ihres Landes zu unterstützen, das sie zum Leben benötigen – ein Engagement, das nun von Erfolg gekrönt ist.

17 März 2014
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Wien, 2. Oktober 2019. Vertreter/-innen von 133 Staaten und der Zivilgesellschaft kamen für zwei Tage in Wien zur „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“ zusammen. Die Mehrheit der Teilnehmer/-innen unterstützte die Notwendigkeit, dass das menschliche Leid, das durch den Einsatz von Explosivwaffen verursacht wird, beendet werden muss und zeigte sich dazu bereit, mit diesem Ziel an einem politischen Instrument zu arbeiten. Die Konferenz ebnete den Weg für einen Verhandlungsprozess, an dessen Ende im Frühjahr 2020 eine politische Erklärung zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. Die Vertreter Deutschlands verpflichteten sich in Wien, konstruktiv an dem Prozess hin zu einer politischen Erklärung mit zu arbeiten. Handicap International hatte jahrelang auf die menschliche Tragödie durch die Bombardierung in Wohngebieten hingewiesen. Die Organisation begrüßte die große Anzahl an teilnehmenden Staaten und unterstrich, dass auch konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer Teil der Erklärung sein müssen. 

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