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Co-Preisträger Friedensnobelpreis

Demokratische Republik Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo fördert Handicap International den Schulbesuch von Kindern mit Behinderung. HI unterstützt auch Menschen, die von der anhaltenden humanitären Krise in Nord-Kivu betroffen sind sowie die Opfer des Konflikts in Kasai.

Maria, 55, verlor ihr Bein nach einer Krebsoperation. Sie lebt mit anderen Frauen mit Behinderung in einem großen Camp in Mugunga. Philip, Teil des HI-Teams, kümmert sich um Maria.

Maria, 55, verlor ihr Bein nach einer Krebsoperation. Sie lebt mit anderen Frauen mit Behinderung in einem großen Camp in Mugunga. Philip, Teil des HI-Teams, kümmert sich um Maria. | © Till Mayer / Handicap International

Laufende Aktivitäten

In der Demokratischen Republik Kongo unterstützt HI die Integration von Menschen mit Behinderung in die Gesellschaft und die Einschulung von behinderten Kindern. Wir fördern auch die Beteiligung mehrerer kongolesischer Behindertenrechtsorganisationen am Gemeinschaftsleben.

HI verbessert darüber hinaus die Betreuung durch Reha-Maßnahmen, indem Menschen mit Behinderung entsprechend ihren individuellen Bedürfnissen behandelt und betreut werden.
Darüber hinaus ist HI in den Bereichen Mutter-Kind-Gesundheit sowie allgemeiner Verkehrssicherheit sehr aktiv. Wir arbeiten auch im Bereich der inklusiven Bildung, um die Einschulung von Kindern mit Behinderung zu verbessern.

Im Nord-Kivu unterstützen wir besonders schutzbedürftige Menschen in den Regionen, die von der andauernden humanitären Krise betroffen sind. Wir koordinieren dort unter anderem auch eine Logistik-Plattform, die in Zusammenarbeit mit anderen nationalen und internationalen Organisationen und den Vereinten Nationen dafür sorgt, dass die humanitäre Hilfe auch die Menschen in den abgelegenen Regionen erreicht. In Kasai organisiert HI die Verteilung von Lebensmitteln an die betroffene Bevölkerung. Außerdem bietet HI den Opfern Rehabilitationsmaßnahmen und psychologische Unterstützung an.

Schließlich sensibilisieren unsere Fachkräfte die Mitarbeiter*innen von anderen humanitären Organisationen, um die Inklusion der schutzbedürftigsten Menschen bei Hilfseinsätzen zu vebessern.

Neues aus den Projekten

Rashid kann wieder laufen
© HI
Nothilfe

Rashid kann wieder laufen

Rashids Familie musste 2018 aus dem Kongo fliehen und lebt seither im Flüchtlingslager Kakuma in Kenia. Der Junge konnte schon als Kleinkind nicht richtig laufen, da seine Knie verformt waren. Er hatte keine Freunde und wurde oftmals von anderen Kindern gehänselt. 2021 wurde Rashid operiert und bekommt nun regelmäßig Physiotherapie. Er ist einer von 15.000 Geflüchteten in Kakuma, die HI betreut.

Hilfe nach Vulkanausbruch in Goma
© J. De Beaucorps / HI
Nothilfe

Hilfe nach Vulkanausbruch in Goma

Nach dem Ausbruch des Nyiragongo-Vulkans in der Nähe von Goma in der Provinz Nord-Kivu, Demokratische Republik Kongo, hilft Handicap International (HI) der vertriebenen Bevölkerung.

Mehr Chancen für große Träume
© Thomas Freteur / HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung Rehabilitation und Orthopädie

Mehr Chancen für große Träume

Für Trésor aus der Demokratischen Republik Kongo hat sich das Leben vor drei Jahren schlagartig verändert: Er wurde in ein inklusives Bildungsprojekt aufgenommen und bekam eine Orthese und Krücken. Seitdem kann der Zwölfjährige viel besser laufen, geht in die Schule und ist ein fleißiger Schüler geworden. Als kleiner Junge hatte er Kinderlähmung, konnte plötzlich sein linkes Bein nicht mehr bewegen und nicht mehr mit den Geschwistern und Nachbarkindern herumtollen. Bis der große Bruder die inklusive Schule entdeckte und sich das Team von HI Trésor annahm.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in der Demokratischen Republik Kongo

In der Demokratischen Republik Kongo hat ein Großteil der Bevölkerung keinen Zugang zu guten Gesundheitsleistungen.

Die DR-Kongo, das zweitgrößte Land Afrikas, ist reich an wertvollen Ressourcen, jedoch ist die soziale Ungleichheit sehr groß. Auch ist die soziale und wirtschaftliche Lage in den meisten Teilen des Landes nach wie vor besorgniserregend.

Seit mehr als fünfzehn Jahren wird die Demokratische Republik Kongo durch eine alarmierende humanitäre Krise destabilisiert. Im Jahr 2020 waren 25,6 Millionen Menschen betroffen, darunter 15 Millionen Kinder. Diese Krise ist das Ergebnis einer jahrzehntelang instabilen lokalen und regionalen Sicherheitslage, die vor allem die östlichen Provinzen des Landes betrifft. Im Laufe der Jahre haben mehrere bewaffnete Konflikte und Gewalt die Bevölkerung sehr geschwächt. Dies hatte auch erhebliche Auswirkungen auf den Transport von humanitärer Hilfe.

Die Demokratische Republik Kongo ist außerdem regelmäßig von Epidemien (Cholera, Ebola usw.), Naturkatastrophen sowie weit verbreiteter Armut und Unsicherheit betroffen. Zudem hat die Corona-Pandemie das Gesundheitssystem weiter geschwächt. Viele Menschen sind daraufhin innerhalb Kongos in andere Regionen oder auch in Nachbarländer geflohen.  

Anzahl der HI-Mitarbeiter*innen: 113
Eröffnungsdatum des Programms: 1995
 

Einsatz weltweit: