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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

„erschüttert – Einschläge, die alles ändern“

Öffentlichkeitsarbeit
Deutschland

Am 20. März findet die Eröffnung von Till Mayers neuer Ausstellung „erschüttert" im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags statt. Im Mittelpunkt der Ausstellung in Kooperation mit Handicap International stehen von Konflikten betroffene Menschen aus verschiedenen Ländern. Ihre persönlichen Geschichten veranschaulichen die Folgen der Einsätze von Explosivwaffen auf bewohnte Gebiete. Auf begleitenden Informationsbannern werden historische, politische und völkerrechtliche Aspekte von Bombardierungen dargestellt.

 

Betroffene Frau in der Ukraine

Betroffene Frau in der Ukraine | © Till Mayer/ HI

Die Porträtierten der Ausstellung haben eines gemeinsam: Ihre Leben wurden durch den Krieg erschüttert. Da ist der Bauer aus dem Kongo. Die Explosion einer Granate reißt sein Bein ab und die Familie in den Tod. Die alte Frau aus der Ostukraine aus dem Dorf nahe der Frontlinie, in dem fast nur noch Greise geblieben sind. Oder das Mädchen im Irak, das ein Bein, den Bruder, die Mutter verliert, weil ihre Heimat Mossul durch Bomben erschüttert und mit Sprengsätzen verseucht wurde.

Die Explosionen von Bomben und Granaten erschüttern ein Leben lang. Weil Beine und Arme nicht nachwachsen können, geliebte Menschen nicht wiederkehren. Weil die Zeit eben nicht alle Wunden heilt, wenn die Seele tief verletzt ist. 

 

Foto: Betroffenes Mädchen aus dem Irak | © Till Mayer/ HI

 

Also wieder nur traurige Geschichten aus einer chaotischen und grausamen Welt? Nein. Denn trotz ihrer Schicksalsschläge sind sie nicht selten Mutmacher. Und Mahner gegen den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten.

Die Wanderausstellung ist ein gemeinsames Projekt des Journalisten Till Mayer und der Hilfsorganisation Handicap International, gefördert mit Mitteln des BMZ und des Kirchlichen Entwicklungsdienstes. Nach der Eröffnung am 20. März im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags kann sie bundesweit ausgeliehen werden.

Im Bundestag selbst kann die Ausstellung vom 21. März bis zum 12. April 2019 nach vorheriger Anmeldung besucht werden. 

 

15 März 2019
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