Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Gewalt zwischen Gaza und Israel: Explosivwaffen verursachen schwere Verletzungen

Nothilfe
Palästina

Mehr als 30 Menschen wurden am Wochenende bei Schusswechseln und Bombenangriffen zwischen Gaza und Israel getötet. In Gaza könnte diese Eskalation zu einer erneuten Welle von Verletzten führen. Oftmals kämpfen die Opfer anschliessend mit bleibenden Behinderungen. Kliniken und Rehabilitationseinrichtungen sind bereits überlaufen.

HI versorgt derzeit viele Menschen, die Beinverletzungen durch explosive Waffen davongetragen haben.

HI versorgt derzeit viele Menschen, die Beinverletzungen durch explosive Waffen davongetragen haben. | ©O. van den Broeck/HI

 

„Die Bilder, die in internationalen Medienberichten kursieren, zeigen den Einsatz von Granatwerfern, Raketen und Drohnen, die das Leben der Zivilbevölkerung aufs Spiel setzen und wichtige zivile Infrastrukturen beschädigen, zum Beispiel Schulen und Krankenhäuser. 31 Menschen wurden am Wochenende getötet, davon 27 Palästinenser und vier Israelis. Ausserdem wurden 154 Palästinenser und mehrere Israelis verletzt.


Die Bombenangriffe auf bewohnte Gebiete können nicht zwischen militärischen und zivilen Zielen unterscheiden und betreffen vor allem die Zivilbevölkerung. Die Verletzungen, die durch Explosivwaffen entstehen, sind in der Behandlung oft sehr komplex und können zu bleibenden Behinderung führen. Sie erfordern eine lange und schmerzhafte Rehabilitation in barrierefreien medizinischen Einrichtungen. Diese sind jedoch nach anhaltenden Bombenangriffen oft beschädigt - manchmal sind auch gar keine geeigneten Einrichtungen vorhanden.


In Gaza sind die medizinischen Versorgungsdienste seit Beginn der Demonstrationen vor einem Jahr durch den steten Zustrom von Verletzten sehr überlastet. Wenn die Gewalt weiter zunimmt, hätte dies katastrophale Auswirkungen für die Bevölkerung. HI versorgt derzeit viele Menschen, die Beinverletzungen durch explosive Waffen davongetragen haben. Ihre Rehabilitation kann mehrere Jahre dauern. Durch solche Verletzungen erleiden sie eine vorübergehende oder gar bleibende Behinderung, die gravierende soziale und berufliche Folgen hat.“  

Bruno Leclerq, Einsatzleiter von Handicap International (HI) in Palästina

2'225 Menschen von HI versorgt

Seit April 2018 haben HI und lokale Partnerorganisationen über 2'225 Menschen behandelt und ihre Angehörigen mitbetreut. Dafür stehen 10 mobile Teams bestehend aus Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Krankenpflegern, Psychologen und Sozialarbeitern bereit. Insgesamt sind über 60 Mitarbeiter/-innen tagtäglich vor Ort im Einsatz. In den kommenden Wochen will HI die Teams noch weiter verstärken, um die Verletzten zu versorgen und neue Opfer behandeln zu können.

 

Rasante Zunahme an Verletzten

Von März 2018 bis März 2019 wurden bei den Protesten 277 Menschen getötet und 31'214 verletzt (laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation). Mehr als 6'800 von ihnen wurden von scharfer Munition getroffen; 91 Prozent von ihnen haben Verletzungen der Gliedmassen erlitten. 
 

 

 

31 Juli 2019
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Moïse kann wieder Fußball spielen
© Davide Preti/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Moïse kann wieder Fußball spielen

Moïse war vier Jahre alt, als das Erdbeben am 12. Januar 2010 Haiti erschütterte und er sein linkes Bein verlor.

Haiti: 10 Jahre nach dem Erdbeben
© Davide Preti/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Haiti: 10 Jahre nach dem Erdbeben

Haiti hat es in den letzten 10 Jahren schwer getroffen. Nach einem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 folgte ein schrecklicher Hurrikan im Jahr 2016. Hinzu kommt die große politische Instabilität, die das Land bis heute lähmt. 2010 hat Handicap International (HI) in Haiti einen der größten humanitären Hilfseinsätze in der Geschichte der Organisation umgesetzt. Auch heute noch leisten die Mitarbeiter/-innen  von HI einen wesentlichen Beitrag, um das lokale Angebot an Reha-Maßnahmen zu stärken.

Hilfsorganisationen zum Jemen: Hodeida immer noch gefährlichster Ort für Zivilisten
© ISNA Agency / HI
Nothilfe

Hilfsorganisationen zum Jemen: Hodeida immer noch gefährlichster Ort für Zivilisten

Berlin/Sana’a, 10. Dezember 2019. Ein Jahr nach dem Stockholmer Abkommen ist die Hafenstadt Hodeida immer noch der gefährlichste Ort für Zivilisten im Jemen. Daran erinnern heute 15 internationale Hilfsorganisationen, darunter CARE, Aktion gegen den Hunger, Handicap International, International Rescue Committee, Islamic Relief Deutschland, NRC Flüchtlingshilfen und Oxfam in einem gemeinsamen Statement.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ