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Handicap International verurteilt den wiederholten Einsatz von Streumunition in Syrien

Minen, Streubomben und andere Waffen
Syrien

Laut Angaben von Human Rights Watch wurden seit dem 27. Mai 2016 bei mindestens 47 Luftangriffen Streubomben eingesetzt. Dutzende ZivilistInnen wurden bei den Angriffen getötet. Bereits vor der Bekanntgabe dieser Zahlen, hat HRW im Februar 2016 und Dezember 2016 zwei Berichte veröffentlicht, die den Einsatz von Streumunition in Syrien verurteilen.

Zerstörung in Kobane

Zerstörung in Kobane | © Ph. Houliat / Handicap International

Streubomben sind barbarische Waffen und durch die Oslo-Konvention verboten, die von 119 Staaten unterschrieben wurde. Die internationale Gemeinschaft muss den Einsatz von Streumunition deshalb auf das Schärfste verurteilen. Das Hauptofer dieser Waffen ist die syrische Zivilbevölkerung.

Zwischen 2012 und 2014 wurden mindestens 1.968 Opfer von Streumunition in Syrien gezählt. Das ist die höchste Zahl, die in einem einzigen Land seit Inkrafttreten der Streubombenkonvention aufgezeichnet wurde. Dies berichtet der von Handicap International mit herausgegebene Cluster Munition Monitor 2015.

Mehr als 90 Prozent aller Opfer von Streubomben stammen aus der Zivilbevölkerung. Diese Waffen töten, verletzen, verstümmeln und verursachen schwerwiegende psychologische Traumata. Bis zu 40 Prozent der Submunitionen explodieren nicht beim Aufprall und machen ganze Gebiete unbewohnbar, schränken die sozialen und ökonomischen Aktivitäten ein und zwingen Menschen ihr Zuhause zu verlassen. Streumunition gefährden die Zivilbevölkerung meist noch Jahrzehnte nach dem Konflikt.

Hier finden Sie den Bericht von HRW: https://www.hrw.org/news/2016/07/28/russia/syria-widespread-new-cluster-munition-use

29 Juli 2016
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München, 4. April 2019. Anlässlich des Internationalen Tags der Aufklärung über die Minengefahr äußert sich die gemeinnützige NGO Handicap International (HI) besorgt über die große Anzahl an Blindgängern durch den weit verbreiteten Einsatz von Explosivwaffen in aktuellen Konflikten. Außerdem ist der Einsatz von improvisierten Minen gestiegen. Die verminten Zonen befinden sich häufig in städtischen Gebieten, sie sind schwieriger zu räumen und stellen die humanitären Räumexpert/-innen vor neue Herausforderungen. HI führt in sieben Ländern Räumungsprojekte durch: Kolumbien, Irak, Laos, Libanon, Libyen, Senegal und Tschad. Die Organisation testet auch innovative Wege, um die Entminungsarbeit zu erleichtern wie beispielsweise den Einsatz von Drohnen, um betroffene Gebiete schneller zu erkennen und zu vermessen. Insgesamt sind 60 Staaten und andere Gebiete durch Minen und explosive Kriegsreste in der ganzen Welt verseucht.

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