Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

HI bekräftigt: Die Gefährdung und der Missbrauch von Begünstigten ist inakzeptabel

Politische Kampagnenarbeit
International

Nach den Enthüllungen über das inakzeptable Verhalten von Mitarbeitenden humanitärer Organisationen bekräftigt HI, dass derartige Vorkommnisse unter keinen Umständen toleriert oder entschuldigt werden können.

HI hat gegenüber seinen Mitarbeitenden die Bedeutung des Schutzes der Begünstigten bekräftigt und darauf hingewiesen, dass es eine „Whistleblowing Policy“ gibt, mit der Übergriffe, Korruption oder andere Handlungen, die gegen die Regeln der Organisation verstoßen, angezeigt werden können.

Diese Regeln werden durch institutionelle Vorgaben festgelegt und definieren exakt den Handlungsrahmen, an den sich die Mitarbeitenden von HI zu halten haben. Die Grundsätze unserer Organisation zum Schutz von Begünstigten gegen Ausbeutung und sexuellen Missbrauch sind in den internen Netzwerken von HI abrufbar und im Internet in englischer und französischer Version zu finden. Dieses Regelwerk definiert Verhaltensweisen, die inakzeptabel sind und bei Nachweis bestraft werden. Die Vorschriften und Verhaltenskodizes gegen Ausbeutung und sexuellen Missbrauch werden durch eine Regelung zum Schutz von Kindern ergänzt, die Übergriffen vorbeugen soll. Zudem existieren Grundsätze unserer Organisation zum Thema Gender und zum Kampf gegen Betrug und Korruption. Diese verschiedenen Dokumente gelten für alle Mitarbeitenden der Organisation und ebenso für alle Partnerorganisationen. Jeder neue Mitarbeitende von HI verpflichtet sich bei der Einstellung zur Einhaltung dieser Regelungen.

Darüber hinaus wird HI in den nächsten Tagen einen Verhaltenskodex an seine Mitarbeitenden verteilen, der vor rund einem Jahr aufgesetzt wurde. Dieses an sämtliche Teams von HI weltweit gerichtete Dokument ist ein zentrales Element in der Umsetzung der Grundsätze unserer Organisation. Es zielt darauf ab, alle indirekten und direkten Begünstigten von HI sowie alle Gruppen, die mit Hilfsaktionen in Berührung kommen, zu beschützen; insbesondere Kinder, Frauen, Menschen mit Behinderung und jede andere besonders schutzbedürftige Person.

HI hat zudem alle seine Mitarbeitenden (vor Ort, in den nationalen Vereinen und in der Zentrale) darauf hingewiesen, dass die „Whistleblowing Policy“  jedem Mitarbeitenden erlaubt, Handlungen zu melden, die gegen die Grundsätze der Organisation verstoßen, insbesondere im Falle von Missbrauch von Begünstigten.

Für alle Personen und Organisationen außerhalb von HI ist ein Online-Beschwerde-Tool auf Englisch und Französisch verfügbar.

In den nächsten Wochen wird HI alle Maßnahmen zum Schutz der Begünstigten und die „Whistleblowing Policy“  überprüfen, um ggf. Verbesserungen durchführen und die Effektivität dieser Maßnahmen stärken zu können.

16 Februar 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Debatte im UN-Sicherheitsrat zum Schutz der Zivilbevölkerung
© E. Fourt/HI
Minen und andere Waffen

Debatte im UN-Sicherheitsrat zum Schutz der Zivilbevölkerung

Am 23. Mai jährt sich zum zwanzigsten Mal im Sicherheitsrat die offene Debatte über den Schutz von Zivilist/-innen. Gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk INEW laden wir zu einer Begleitveranstaltung in New York, bei dem über eine künftige politische Erklärung gegen den Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten diskutiert wird. Bereits im Vorfeld haben wir zusammen mit 21 weiteren NGOs in einer offenen Stellungnahme konkrete Maßnahmen gefordert, um das Leid der Zivilbevölkerung in Konfliktgebieten zu verringern.

HI warnt: Entminung immer schwieriger
Till Mayer/HI
Minen und andere Waffen

HI warnt: Entminung immer schwieriger

München, 4. April 2019. Anlässlich des Internationalen Tags der Aufklärung über die Minengefahr äußert sich die gemeinnützige NGO Handicap International (HI) besorgt über die große Anzahl an Blindgängern durch den weit verbreiteten Einsatz von Explosivwaffen in aktuellen Konflikten. Außerdem ist der Einsatz von improvisierten Minen gestiegen. Die verminten Zonen befinden sich häufig in städtischen Gebieten, sie sind schwieriger zu räumen und stellen die humanitären Räumexpert/-innen vor neue Herausforderungen. HI führt in sieben Ländern Räumungsprojekte durch: Kolumbien, Irak, Laos, Libanon, Libyen, Senegal und Tschad. Die Organisation testet auch innovative Wege, um die Entminungsarbeit zu erleichtern wie beispielsweise den Einsatz von Drohnen, um betroffene Gebiete schneller zu erkennen und zu vermessen. Insgesamt sind 60 Staaten und andere Gebiete durch Minen und explosive Kriegsreste in der ganzen Welt verseucht.

20 Jahre Ottawa-Vertrag
© Brice Blondel/HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

20 Jahre Ottawa-Vertrag

Der Vertrag gegen Anti-Personenminen wird 20 Jahre alt. Seitdem sind die Opferzahlen drastisch gesunken.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ