Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

HI-Studie „The Waiting List“

Minen und andere Waffen
Syrien

Handicap International hat die neue Studie „The Waiting List“ veröffentlicht. Sie befasst sich mit den unmittelbaren und langfristigen Bedürfnissen der Menschen, die von den Bombardierungen in Syrien betroffen sind. Die Studie erscheint im Vorfeld der „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“, die am 1. Oktober 2019 in Wien beginnt.

Eine Mutter trägt ihr Kind auf dem Arm. Die Gesichter sind nicht zu sehen. Sie leben in einem Camp für Binnenflüchtlinge in Syrien.

Mutter und Kind in einem Camp für Binnenflüchtlinge in Syrien | © Bahia Z./ HI

Acht Jahre ununterbrochene Bombardierungen und Beschuss haben viele Teile Syriens zerstört und lebensnotwendige Infrastruktur unbrauchbar gemacht. So ist die syrische Zivilbevölkerung wie in einer endlosen „Warteschleife“ gefangen, ohne bisher wieder Zugang zu ihren grundlegenden Menschenrechten zu erlangen: sich wieder frei zu bewegen, Nahrungsmittel und Wasser zu erhalten, zu spielen, zur Schule zu gehen, zu arbeiten, oder sicher in die Trümmer ihrer ehemaligen Heimat zurückzukehren und ihr Leben wiederaufzubauen.

Der Bericht macht die verheerenden Folgen des Einsatzes von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten (EWIPA) in Syrien sichtbar. Er basiert auf Literaturrecherchen, Interviews mit Überlebenden von Explosivwaffeneinsätzen und ihren Familien sowie Gesprächen mit humanitären Akteuren, die in Syrien arbeiten.

Verhandlungen in Wien

Wenn in Wien die Verhandlungen über eine politische Erklärung zur weiteren Regelung des Einsatzes von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten (EWIPA) beginnen, müssen wir sicherstellen, dass mit dieser Erklärung die Bedürfnisse und Rechte der Betroffenen angemessen berücksichtigt werden. Die Studie liefert daher auch wichtige Empfehlungen für die Kriegsparteien und die internationale Gemeinschaft zur Opferhilfearbeit.

Für die Berücksichtigung unserer Empfehlung sowie die Festlegung konkreter Maßnahmen setzen wir uns gemeinsam mit unseren Bündnispartnern im internationalen Netzwerk zu Explosivwaffen INEW ein.

Hier finden Sie den Bericht in der englischen Langfassung und hier eine deutsche Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse.

 

23 September 2019
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Syrien: Es ist dringend erforderlich, den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern zu gewährleisten.
© W. Daniels / HI
Minen und andere Waffen

Syrien: Es ist dringend erforderlich, den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern zu gewährleisten.

Im Nordosten Syriens wiederholt sich der Kreislauf von Gewalt, Angst und Unsicherheit für die Bewohner/-innen! Wieder einmal sind Zivilist/-innen die ersten Opfer von Bombenanschlägen. Handicap International (HI) ist äußerst besorgt angesichts der militärischen Eskalation und der Bedrohung der Zivilbevölkerung. HI ruft alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen, insbesondere in den von Luftangriffen und Artilleriefeuer betroffenen Ballungsgebieten.

Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig
© Armelle Toucour
Minen und andere Waffen

Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig

Die jüngste Militäroffensive im Nordosten Syriens droht tausende Zivilist/-innen von Hilfe abzuschneiden und treibt viele in die Flucht, die oft schon vorher innerhalb Syriens geflohen waren. Davor warnen 15 Hilfsorganisationen, darunter Handicap International. CARE, Ärzte der Welt und Oxfam. Sie fordern die Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht uneingeschränkt zu respektieren und in dicht besiedelten Gebieten keine explosiven Waffen einzusetzen. 


 

Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen
© B. Chapuis / HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen

Wien, 2. Oktober 2019. Vertreter/-innen von 133 Staaten und der Zivilgesellschaft kamen für zwei Tage in Wien zur „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“ zusammen. Die Mehrheit der Teilnehmer/-innen unterstützte die Notwendigkeit, dass das menschliche Leid, das durch den Einsatz von Explosivwaffen verursacht wird, beendet werden muss und zeigte sich dazu bereit, mit diesem Ziel an einem politischen Instrument zu arbeiten. Die Konferenz ebnete den Weg für einen Verhandlungsprozess, an dessen Ende im Frühjahr 2020 eine politische Erklärung zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. Die Vertreter Deutschlands verpflichteten sich in Wien, konstruktiv an dem Prozess hin zu einer politischen Erklärung mit zu arbeiten. Handicap International hatte jahrelang auf die menschliche Tragödie durch die Bombardierung in Wohngebieten hingewiesen. Die Organisation begrüßte die große Anzahl an teilnehmenden Staaten und unterstrich, dass auch konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer Teil der Erklärung sein müssen. 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ