Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Mosambik: Lage in weiten Gebieten verheerend - HI verstärkt Hilfsmaßnahmen, um bedürftigen Überlebenden zu helfen.

Nothilfe
Mosambik

Die Wasserstände sinken zwar, aber schätzungsweise 3.000 km2 Land sind immer noch unter Wasser und 500.000 Hektar Ernte wurden zerstört. Helfer vor Ort befürchten, dass Lebensmittel knapp werden.  Insgesamt sind 1,85 Millionen Menschen von den Folgen des Wirbelsturms betroffen.

Die Kommunikation ist weitestgehend unmöglich und viele Zufahrtwege zerstört. Der Hafen ist nur schlecht erreichbar, was die Verteilung der Hilfsgüter erschwert. Im Gebiet Beira sind erste Cholerafälle bestätigt worden. Das Seuchenrisiko steigt. Hunderttausende sind obdachlos. Außerdem ist weiterhin unklar, wie die Lage in ländlichen Gebieten ist. HI wird lebenswichtige Lebensmittel wie Reis, Pflanzenöl und Bohnen an 12.000 Familien verteilen.

 

HI-Team in Beira bei der Abschätzung von humanitären HiIlfsmöglichkeiten

HI-Team in Beira bei der Abschätzung von humanitären HiIlfsmöglichkeiten | © Fabrice Renoux/HI

 JETZT SPENDEN FÜR DIE OPFER 

Zugang ist die größte Herausforderung

Marco Tamburro, Programmdirektor von HI in Mosambik berichtet über die Lage in Beira:

"Mehr als 17.000 Häuser, fast 3.000 Klassenzimmer und 40 Gesundheitszentren wurden zerstört. Beira ist eine Stadt mit mehr als 500.000 Einwohnern und wurde völlig verwüstet. Man muss sich eine Stadt wie Nürnberg mit riesigen Mengen an Trümmern, überfluteten Straßen und einem Kommunikationsnetz vorstellen, das nicht mehr funktioniert. Der Zugang zu den Menschen in Not ist die größte Herausforderung dieser Rettungsaktion".

Zugänge zum Hafen überflutet 

Auch Tage nach dem Wirbelsturm bleiben mindestens 3.000 Quadratkilometer Land weiterhin unter Wasser. Berichten zufolge sind mehr als 400 km Straßen noch teilweise überflutet, darunter eine, die den Hafen von Beira mit dem Nachbarland Simbabwe verbindet. Beira ist der zweitgrößte Hafen des Landes. Die meisten Waren, die in die Nachbarländer geliefert werden, werden hier abgefertigt. Diese Länder wurden ebenfalls vom Zyklon getroffen.

"Die Zugangswege zum Hafen müssen so schnell wie möglich repariert werden", so Fabrice Renoux, Logistik-Experte von HI. "Der Flughafen ist wieder geöffnet, aber es genügt nicht, um humanitäre Hilfe zu leisten.“

HI koordiniert Räumungsmaßnahmen

Das Team von HI wird auch die Arbeit von Räumungsteams und Räumfahrzeugen koordinieren. Dadurch sollen die großen Zufahrtswege geöffnet werden. Nur so wird es möglich sein, den Menschen Hilfe zu leisten.

"Aber es ist auch wichtig, Nebenstraßen zu räumen, um den Menschen in ländlichen Gebieten zu helfen. Wir suchen nach anderen Verkehrsmitteln, wie z.B. Lastkähnen, um den Zugang für die Hilfsorganisationen in noch überflutete Gebiete zu organisieren“, berichtet Fabrice Renoux.

Die Schutzbedürftigsten in die Nothilfe einbeziehen

HI will sicherstellen, dass die humanitäre Nothilfe inklusiv ist. Das heißt, dass auch Menschen mit Behinderung, ältere und besonders schutzbedürftige Menschen eine grundlegende und angemessene Hilfe erreichen können. Außerdem sollen Lebensmittel, Schutzunterkünfte und Non-Food-Produkte (Küchensets, Hygienesets, landwirtschaftliche Werkzeuge) verteilt werden.

Fotos: © F. Renoux/HI

1 April 2019
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Humanitärer Kongress Berlin am 17. und 18. Oktober 2019:  Klimakrise verstärkt Barrieren für Menschen mit Behinderung / Umdenken bei humanitären Helfern notwendig
© C.Briade/HI
Inklusion Nothilfe

Humanitärer Kongress Berlin am 17. und 18. Oktober 2019: Klimakrise verstärkt Barrieren für Menschen mit Behinderung / Umdenken bei humanitären Helfern notwendig

Auf dem Humanitären Kongress in Berlin diskutieren Expert/-innen über die humanitären Herausforderungen der Klimakrise. Der Klimawandel verstärkt die Anzahl der Katastrophen und Konflikte weltweit. Für Menschen mit Behinderung sind die Barrieren nach Naturkatastrophen oder in Konfliktregionen besonders hoch und oftmals werden sie in der humanitären Hilfe übersehen. Handicap International fordert mehr Teilhabe für die, die am meisten Schutz benötigen. Humanitäre Helfer müssen im Notfall inklusiv denken und diejenigen erreichen, die sie am dringendsten benötigen.

Vor der nächsten Katastrophe: Stärkung und Vorbereitung für die Schutzbedürftigsten
©CARE, 2017
Nothilfe

Vor der nächsten Katastrophe: Stärkung und Vorbereitung für die Schutzbedürftigsten

Naturkatastrophen passieren immer wieder und sind selten vorhersehbar. Deshalb hilft HI in 16 besonders gefährdeten Ländern, um die Menschen besser darauf vorzubereiten und beispielsweise die Häuser widerstandsfähiger zu machen. Im Fokus unserer Unterstützung: Hilfe für Menschen mit Behinderung, ältere Personen und Kinder. In einem unserer Projekte fördern wir nachhaltige Baumethoden, die starken Stürmen standhalten können.

HI hilft den Geflüchteten aus Venezuela
© HI
Nothilfe

HI hilft den Geflüchteten aus Venezuela

Kolumbien hat über eine Million Venezolaner und Venezolanerinnen aufgenommen, die aus ihrem Land geflüchtet sind. HI leistet dort Nothilfe für diese schutzbedürftigen Menschen. Seit 2013 herrscht in Venezuela eine schwere ökonomische, politische und soziale Krise. Der Zugang der Bevölkerung zur Gesundheitsversorgung, zu Lebensmitteln und sanitären Einrichtungen ist erheblich zurückgegangen. Die humanitären Bedürfnisse sind beträchtlich. Mindestens 3,4 Millionen Venezolaner sind aus ihrem Land geflohen, davon 2,7 Millionen in die Länder Lateinamerikas und der Karibik. Über eine Million von ihnen haben Zuflucht im Nachbarland Kolumbien gefunden.
 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ