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Mosambik

Wir arbeiten in Mosambik daran, Kindern mit Behinderung eine gute Bildung zu ermöglichen. Außerdem fördern wir die Inklusion von diskriminierten Menschen und Menschen mit Behinderung. Dazu unterstützen wir zwei Zentren für Information und Soziale Unterstützung, die Menschen mit Behinderung dabei helfen, Zugang zu sozialen Schutzmechanismen zu erhalten.

Sarneta, 27 Jahre, Entminerin - HI

Sarneta, 27 Jahre, Entminerin- HI | © J-J. Bernard / HI

Laufende Aktivitäten

Wir arbeiten daran, Menschen mit Behinderung in den sehr armen urbanen Gebieten den Zugang zu sozialen Dienstleistungen und Pflege zu ermöglichen. Dazu arbeiten wir mit lokalen Partnern zusammen, vor allem solchen, die sich speziell für Kinder einsetzen. Wir bieten ihnen Weiterbildungen, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und deren Familien besser berücksichtigt werden. Außerdem fördern wir ein Informations- und Unterstützungssystem, das von Organisationen von Menschen mit Behinderung geführt wird, mit dem Ziel, Zugang zu den wichtigen Dienstleistungen zu erlangen.

Darüber hinaus arbeiten wir daran, die Bildung von Kindern mit Behinderung zu verbessern. Dazu bieten wir Weiterbildungen für Lehrkräfte und erweiterte inklusive Bildungsmodule an. Des Weiteren unterstützen wir zwei Sozialzentren, um Menschen mit Behinderung bessere Informationsmöglichkeiten über ihre Rechte zu bieten.

Einsatzbebreiche

Neues aus den Projekten

Mosambik: Regionale Afrika-Konferenz gegen die Verwendung von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten
© HI / Adérito Ismael
Minen, Streubomben und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Mosambik: Regionale Afrika-Konferenz gegen die Verwendung von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten

Handicap International (HI) organisiert eine regionale Konferenz über die Bombardierung ziviler Bevölkerungen am 27. und 28. November in Maputo, der Hauptstadt von Mosambik. Bei dieser Konferenz nehmen 20 Staaten, zehn Organisationen der afrikanischen Zivilgesellschaft sowie internationale Nichtregierungsorganisationen teil. Ziel der Konferenz ist es, das Bewusstsein der afrikanischen Staaten zu diesem entscheidenden Thema zu erhöhen.  Außerdem soll zum Engagement gegen den Einsatz von explosiven Waffen auf Wohngebiete und zum Schutz der Bevölkerung aufgerufen werden.   

Ein Vertrag für die Menschheit!
© J-J. Bernard / Handicap International
Minen, Streubomben und andere Waffen

Ein Vertrag für die Menschheit!

Am 1. März 1999 trat der Ottawa Vertrag zum Verbot von Anti-Personen-Minen in Kraft. Zum ersten Mal in der Geschichte der Abrüstung wurde eine konventionelle Waffe verboten! Eine historische Entwicklung im Völkerrecht, bei der Handicap International eine entscheidende Rolle spielte. Doch unser Engagement geht weiter. Millionen Minen sind noch immer vergraben und die Opfer benötigen lebenslang Unterstützung.

Mosambik: Endlich frei von Minen!!
© Eva Maria Fischer / Handicap International
Minen, Streubomben und andere Waffen

Mosambik: Endlich frei von Minen!!

Mosambik hat sich offiziell für minenfrei erklärt. Vor vielen Jahren schien das noch undenkbar, Mosambik galt lange als eines der meistverminten Länder der Welt. Als einer der Hauptakteure in der Minenräumung des afrikanischen Landes freuen wir uns ganz besonders mit der Bevölkerung.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Mosambik

1992 beendete ein Friedensabkommen 25 Jahre Bürgerkrieg. Seitdem befindet sich Mosambik in einer Phase der politischen, wirtschaftlichen und administrativen Reformen. Das Land erholt sich schnell, das politische Klima ist vielversprechend.

Das Land erlebt ein Wirtschaftswachstim und wird dabei sowohl von der internationalen Gemeinschaft als auch von privaten Kapitalanlegenden unterstützt.

Ende 2004 trat der seit 1986 regierende Präsident Chissano zurück und die politische Umgestaltung des Landes wurde in Angriff genommen. Zu echten Veränderungen kam es letztlich nicht, da die Wahlen erneut von der Mosambikanischen Befreiungsfront (Frelimo) gewonnen wurden, die seit der Unabhängigkeit Mosambiks im Jahr 1975 an der Macht war.

Die Regierung bemüht sich, die Abhängigkeit von der internationalen Hilfe zu mindern. Trotzdem sind die bedeutendsten Hindernisse für stabiles Wachstums noch immer die rasche Ausbreitung von HIV / AIDS, die besorgniserregende Gesundheitssituation und ein sehr niedriges Bildungsniveau.

Bis vor kurzem zählte Mosambik zu den am stärksten verminten Ländern der Welt. Minen und andere explosive Kriegsreste sind eine direkte Bedrohung für die Bevölkerung. Sie blockieren die Landwirtschaft, verlangsamen den Bau von Infrastruktur (Straßen, Stromleitungen, Eisenbahnen...), schränken den Güter- und Personenverkehr ein, verhindern die Entwicklung von Tourismus und verschrecken ausländische Geldgebende. Mit dem Beitritt zum Ottawa-Vertrag im Jahr 1998 hatte sich die Regierung dazu verpflichtet, das Land bis 2014 zu entminen. Seit 2015 gilt Mosambik unter anderem Dank unserer Hilfe als minenfrei.

Weltweites Engagement: