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Mosambik

Wir arbeiten in Mosambik daran, Kindern mit Behinderung eine gute Bildung zu ermöglichen. Außerdem fördern wir die gesellschaftliche Inklusion von ausgegrenzten Gruppen.

Sarneta, 27 Jahre, Entminerin von HI arbeitet auf einem verminten Feld

Sarneta, 27 Jahre, Entminerin von HI, bei der Arbeit | © J-J. Bernard / HI

Laufende Aktivitäten

Wir arbeiten daran, Menschen mit Behinderung in den sehr armen urbanen Gebieten den Zugang zu sozialen Dienstleistungen und Pflege zu ermöglichen. Dazu arbeiten wir mit lokalen Partnern zusammen, vor allem solchen, die sich speziell für Kinder einsetzen. Wir bieten ihnen Weiterbildungen, um sicherzustellen, dass die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung und deren Familien besser berücksichtigt werden. Außerdem fördern wir ein Informations- und Unterstützungssystem, das von Organisationen von Menschen mit Behinderung geführt wird, mit dem Ziel, Zugang zu den wichtigen Dienstleistungen zu erlangen.

Darüber hinaus arbeiten wir daran, die Bildung von Kindern mit Behinderung zu verbessern. Dazu bieten wir Weiterbildungen für Lehrkräfte und erweiterte inklusive Bildungsmodule an. Des Weiteren unterstützen wir zwei Sozialzentren, um Menschen mit Behinderung bessere Informationsmöglichkeiten über ihre Rechte zu bieten.

HI ergriff außerdem in Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen Sofortmaßnahmen, um den Opfern von zwei Zyklonen (darunter der Zyklon Idai), die das Land im März und April 2019 heimsuchten, Hilfe zu leisten. Dazu gehörte die Verteilung von Non-Food-Kits an mehr als 3.300 gefährdete Familien und die Koordination von Räumungsaktivitäten zur Beseitigung von mehr als 7.000 m³ Trümmern in Zusammenarbeit mit mehr als 400 Menschen, die in diesen Gemeinden leben.

Neues aus den Projekten

Chelsia aus Mosambik
© Helio Macome / HI
Inklusion Rehabilitation und Orthopädie

Chelsia aus Mosambik

Chelsia kam erst mit acht Jahren in die Schule. Als sie sechs war, trug ihre Mutter sie ein paar Mal auf dem Rücken bis in den Klassenraum, einen Rollstuhl gab es nicht. Das kleine Mädchen, das seit der Geburt Probleme mit den Beinen hat, wurde gehänselt, wollte nicht mehr hingehen und auch der Mutter war der 20minütige Marsch über die sandige Dorfstraße einfach zu viel. Als ein Cousin, der in den Minen in Südafrika arbeitet, ihr einen Rollstuhl finanzierte, änderte sich das Leben von Chelsia. Endlich kann sie zur Schule gehen! Die damals 8-Jährige kam in die erste Klasse. Seitdem schieben jeden Morgen ein paar starke Jungs das zarte Mädchen durch den Sand und nach Schulschluss wieder zurück.

#school4all – für barrierefreie Bildung
© Erwan Rogard/ HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung

#school4all – für barrierefreie Bildung

In allen Bundesländern sind die Sommerferien nun endgültig vorbei. In Deutschland drücken die Kinder wieder die Schulbank. Doch nicht in allen Ländern können Kinder zur Schule gehen. 32 Millionen Kinder mit Behinderung haben keinen Zugang zu Bildung. Manche werden sogar vor der Außenwelt versteckt oder eingesperrt. Wir möchten, dass alle Kinder in allen Ländern lernen können. Denn alle Kinder haben ein Recht auf Bildung! #school4all!

Zweiter Zyklon richtet große Schäden in Mosambik an
© C.Briade / HI (IMAGE ARCHIVES 2019)
Nothilfe

Zweiter Zyklon richtet große Schäden in Mosambik an

Mosambik kämpft noch mit den verheerenden Auswirkungen des Zyklons Idai vor sechs Wochen und ist erneut von einem heftigen Wirbelsturm getroffen worden.  Der Zyklon Kenneth fegte über den Norden des Landes und richtete große Schäden an. Allein 35.000 Häuser wurden beschädigt. Mehrere Dörfer wurden komplett zerstört.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Mosambik

1992 beendete ein Friedensabkommen 25 Jahre Bürgerkrieg. Seitdem befindet sich Mosambik in einer Phase der politischen, wirtschaftlichen und administrativen Reformen. Das Land erholt sich schnell, das politische Klima ist vielversprechend.

Das Land erlebt ein Wirtschaftswachstim und wird dabei sowohl von der internationalen Gemeinschaft als auch von privaten Investitionen unterstützt.

Ende 2004 trat der seit 1986 regierende Präsident Chissano zurück und die politische Umgestaltung des Landes wurde in Angriff genommen. Zu echten Veränderungen kam es letztlich nicht, da die Wahlen erneut von der Mosambikanischen Befreiungsfront (Frelimo) gewonnen wurden, die seit der Unabhängigkeit Mosambiks im Jahr 1975 an der Macht war.

Die Regierung bemüht sich, die Abhängigkeit von der internationalen Hilfe zu mindern. Trotzdem sind die bedeutendsten Hindernisse für stabiles Wachstums noch immer die rasche Ausbreitung von HIV / AIDS, die besorgniserregende Gesundheitssituation und ein sehr niedriges Bildungsniveau.

Bis vor kurzem zählte Mosambik zu den am stärksten verminten Ländern der Welt. Minen und andere explosive Kriegsreste sind eine direkte Bedrohung für die Bevölkerung. Sie blockieren die Landwirtschaft, verlangsamen den Bau von Infrastruktur (Straßen, Stromleitungen, Eisenbahnen...), schränken den Güter- und Personenverkehr ein, verhindern die Entwicklung von Tourismus und verschrecken ausländische Geldgeber. Mit dem Beitritt zum Ottawa-Vertrag im Jahr 1998 hatte sich die Regierung dazu verpflichtet, das Land bis 2014 zu entminen. Seit 2015 gilt Mosambik unter anderem Dank unserer Hilfe als minenfrei.

Weltweites Engagement: