Co-Preisträgerin Friedensnobelpreis

Hilfe für Minenopfer muss weiterhin Priorität bleiben

Minen und andere Waffen
International

Die 14. Konferenz der Unterzeichnerstaaten des Vertrags von Ottawa endete am 4.12. Die Staaten berichteten über ihre Fortschritte bei der Umsetzung des Vertrags, doch die Hilfe für Minenopfer stand im Mittelpunkt der Diskussionen.

Prinzessin Astrid von Belgien, Botschafterin des Vertrags von Ottawa während ihrer Rede bei der Genfer Konferenz am 30. November.

Prinzessin Astrid von Belgien, Botschafterin des Vertrags von Ottawa während ihrer Rede bei der Genfer Konferenz am 30. November | © Handicap International

Die Konferenz war geprägt vom Abschluss der Räumarbeiten im nun minenfreien Mosambik. Finnland erklärte seinerseits, die Vernichtung der Lagerbestände an Anti-Personen-Minen ebenfalls abgeschlossen zu haben. Räumung von vermintem Gelände und Vernichtung von gelagerten Minen sind zentrale Forderungen des Vertrags von Ottawa.

Da die Minenräumung in vielen Ländern voranschreitet, stand während der Konferenz diesmal die Hilfe für Minenopfer - insbesondere für diejenigen, die nach Minenunfällen langfristig mit einer Behinderung leben müssen - im Mittelpunkt der fünftägigen Diskussion. Aufgrund der Fortschritte bei der Minenräumung könnte  über kurz oder lang auch die finanzielle Unterstützung für Opferhilfe zurückgehen, wenn das Problem als erledigt betrachtet würde. Doch in Ländern, die zukünftig frei von der Bedrohung durch Minen sind, bleiben deren Opfer dennoch zurück und benötigen weiterhin Hilfe.

Die afghanische Delegation wies während der Konferenz darauf hin, dass dieses Problem in ihrem Land bereits Realität ist. Die Finanzierung für Opferhilfe geht zurück, doch die Opferzahlen bleiben (1296 neue Opfer im Jahr 2014). Die ersten sieben Monate des Jahres 2015 erhielt Afghanistan nur 61% der benötigten Unterstützung, um sich ausreichend um die Bedürfnisse dieser Menschen zu kümmern.

14 Dezember 2015
Einsatz weltweit:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Weltfrauentag 2026: Uta Prehl im Einsatz für Kinder in Westafrika
HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

Weltfrauentag 2026: Uta Prehl im Einsatz für Kinder in Westafrika

Der Weltfrauentag erinnert daran, wie viel Kraft und Mut in Frauen steckt. Uta Prehl lebt das: Für Handicap International koordiniert sie in Westafrika Reha-Projekte für Kinder mit Behinderung und Entwicklungsverzögerungen. Sie setzt sich dafür ein, dass die Kinder langfristig Hilfe bekommen – und eine echte Zukunftschance haben. Was sie antreibt, ist der Wunsch, jedem Kind Hoffnung zu schenken.

Ukraine: Überleben nach einem Streubombenangriff
© L. Hutsul / HI
Minen und andere Waffen Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Ukraine: Überleben nach einem Streubombenangriff

Lidiya wartete in einer langen Schlange auf der Straße, um ihre monatliche Rente abzuholen, als plötzlich eine Streubombe explodierte. Die 75-Jährige wurde schwer verwundet, überall um sie herum sah sie Blut, Verletzte und Tote. Sie hatte noch Glück: Die vielen dicken Jacken, die sie wegen der Kälte übereinander angezogen hatte, retteten ihr das Leben. Und unsere Hilfe hat sie wieder fit gemacht.

Gaza: Wie Handicap International vor Blindgängern warnt
© Khalil Nateel / HI
Minen und andere Waffen Nothilfe

Gaza: Wie Handicap International vor Blindgängern warnt

In Gaza kehren tausende Menschen in zerstörte Städte zurück, doch zwischen Trümmern und Schutt lauern Blindgänger. Handicap International (HI) warnt vor diesen explosiven Kriegsresten und zeigt, wie sich die Menschen schützen können. Bereits wenige Informationen können Leben retten.