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Hurrikan Irma: Aktuelles zur Lage in Haiti

Nothilfe
Haiti

Angesichts des Tropensturms Irma, der Haiti am Donnerstag, 7. September getroffen hat, sind die Teams von Handicap International in Haiti in Alarmbereitschaft, um der Bevölkerung zu helfen.

Zerstörtes Gebiet in Haiti nach Hurrikan Matthew im Oktober 2016

Von Hurrikan Matthew zerstörte Landschaft im Oktober 2016 | © B.Almeras/Handicap International

Zur aktuellen Lage:

  • Der Hurrikan Irma der Kategorie 5 hat am Donnerstag, 7. September die Küsten von Haiti erreicht und bewegt sich in nord-westlicher Richtung auf Kuba zu. Starke Regenfälle und starke Winde herrschen in den nördlichen, nord-westlichen und nord-östlichen Departements. Etwa 5 Millionen Menschen sind direkt betroffen.
     
  • Aktuell sind Cap-Haitien Fort Liberté und Gonaives die am stärksten von den Fluten betroffenen Städte, aber der Informationsfluss aus den Gebirgen (Mornes) im Nord-Westen des Landes ist eingeschränkt. Diese Gebiete können in den nächsten Stunden von starken Erdrutschen und Überschwemmungen betroffen sein.
     
  • Der Massacre River an der Grenze zwischen Haiti und der Dominikanischen Rebublik ist über die Ufer getreten, verursachte Überflutungen in der Stadt Ouanaminthe und blockiert somit die Nahrungsmittellieferungen der Dominikanischen Republik.
     
  • Laut dem nationalen Katastrophenschutz wurden 65 temporäre Zufluchten im Nord-Osten, Norden, im Zentrum, Artibonite und im Nordwesten eingerichtet. 2095 Menschen wurden empfangen.

„Wir halten uns bereit, um angesichts der Bedrohung durch Hurrikan Irma helfen zu können. Der Sturm könnte dramatische Folgen für die Bevölkerung nach sich ziehen“, erklärt Catherine Stubbe, Direktorin von Handicap International in Haiti. „Für diese Leute wird die Situation mit jeder Naturkatastrophe schlimmer. Wenn Sie sich gerade von einer erholt haben, kommt die nächste und lässt sie noch verwundbarer zurück. Viele Familien leben in prekären Lagen, z.B. in gebirgigen Gebieten oder in Behausungen an der Küste, die sehr schwer zu erreichen sind. Wenn es zu Überflutungen kommt, müssen sich diese Menschen selbst helfen bis die Rettungskräfte sie erreichen können.“

Catherine Stubbe ergänzt: „Das Land war bereits durch mehrere Katastrophen geschwächt und die Notdienste waren schnell überfordert. Wir sind bereits in Kontakt mit den Behörden und anderen Nichtregierungsorganisationen, um uns auf einen möglichen Nothilfeeinsatz vorzubereiten. Und wir halten uns auch bereit, in betroffene Regionen zu reisen, sobald der Alarm aufgehoben wurde, um die Situation mit unseren Partnern in Haiti auszuwerten. Wir arbeiten außerdem daran, dass unsere Teams vor dem Hurrikan sicher sind und den Opfern helfen können, sobald der Hurrikan weitergezogen ist.“

Die Teams von Handicap International bereiten sich darauf vor, in den Norden von Haiti zu reisen, sobald der Alarm aufgehoben wird. Dort werten sie die Situation dann mit anderen humanitären Hilfsorganisationen und haitianischen Behörden aus. Sie sind außerdem dabei, die Logistik für den Transport humanitärer Hilfsgüter in die betroffenen Regionen zu organisieren.

Handicap International ist bereits seit 2008 in Haiti aktiv und hat nach dem Tropensturm Matthew im Oktober 2016 und dem Erdbeben 2010 Nothilfe geleistet. Mit etwa 30 Teammitgliedern in Haiti führt Handicap International gemeinsam mit der Abteilung für Zivilschutz in mehreren Départements Projekte zur Risikoreduzierung bei Naturkatastrophen durch.

6 September 2017
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Martina Vohankova stammt aus Tschechien und arbeitet bei Handicap International Syrien als Projektmanagerin für Gesundheit und Minenaktion. Angefangen in 2012 arbeitete sie erst für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe in Uganda, Kambodscha und im Südsudan. In den vergangenen zwei Jahren war Martina im Nahen Osten tätig, zunächst im Irak. Seit Mai 2016 wirkt sie bei Handicap International im Syrien-Krisen-Programm mit. Hier erzählt sie uns von ihrer Arbeit.