Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Hurrikan Matthew: „Wir haben kein Dach mehr, keine Ernte, nichts!“

Nothilfe
Haiti

Les Cayes, die Hauptstadt des Departements Sud, ist eine der am schlimmsten vom Hurrikan Matthew betroffenen Wohngegenden. Die Menschen dieser ländlichen Gegend schwanken ständig zwischen Hoffnung und Schicksalsglaube.

 

Ines hat ihren Sohn auf dem Arm. Im Hintergrund ist eine Wellblechhütte.

Ines hat nach dem Hurrikan alles verloren | © B.Almeras / Handicap International

Fonfrède ist eines der ländlichen Viertel der Stadt Les Cayes. Es erstreckt sich entlang des Flusstals der Ravine du Sud, dem größten Fluss der Region. So war es dem Hurrikan Matthew besonders schwer ausgesetzt, der vor einer Woche durch die Stadt fegte. Die Landschaft ist schwer von der Katastrophe gekennzeichnet worden. Entwurzelte Bäume, überschwemmte Felder und eingerissene Dächer zeugen von der Gewalt der Elemente, die über das Viertel hereingebrochen sind.

Nun versucht die Bevölkerung, wieder ein einigermaßen normales Leben aufzunehmen. An den Hausdächern schuften die jungen Leute, um neue Blechdächer anzubringen. Draußen spielen die Kinder miteinander, nachdem ihr Schultag beendet ist.

Eine unsichere Zukunft

Inès Virgile ist 32 Jahre alt. Sie wohnt schon immer in Fonfrède, wo sie als Mutter von fünf Kindern eine Horrornacht durchstehen musste, als der Hurrikan alles zerstörte. Davon zeugt auch der Baum, der auf das Hausdach gestürzt ist. Die Mutter erzählt uns mit zu Bodem gerichteten Blick von besagter Nacht:

„Da waren diese starken Windböen und der Regen…so etwas hatte ich noch nie gesehen. Ich dachte, dass unsere Stunde gekommen wäre, dass das das Ende wäre. Wir wussten nicht, wo wir Schutz suchen sollten, also blieben wir bei uns zu Hause. Als das Hausdach über uns einbrach, mussten wir bei einem Nachbarn Zuflucht suchen. Doch wir konnten nicht bleiben, es ist einfach zu kompliziert mit fünf Kindern. Wir wollten unseren Nachbarn nicht zur Last fallen. Jetzt sind wir zurück. Wir haben kein Dach mehr über dem Kopf, keine Ernte, nichts.“

Während sie ihre Geschichte erzählt, schließt Ines ihr jüngstes Kind noch enger in die Arme. Für sie und für weitere Bewohnende von Fonfrède ist der Hurrikan nach wie vor in den Köpfen geblieben… und die Zukunft schien noch nie so unsicher wie heute.

12 Oktober 2016
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Corona: HI Projektländer praktisch alle betroffen
© Quinn Neely / HI
Inklusion Nothilfe Vorsorge und Gesundheit

Corona: HI Projektländer praktisch alle betroffen

Weltweit steigen die bestätigten Fälle des Coronavirus sprunghaft an. Vierundneunzig Prozent der 55 Länder, in denen HI arbeitet, sind betroffen. Es ist nun von entscheidender Bedeutung, die unkontrollierte Ausbreitung der Pandemie zu verhindern. Auch wenn bisher nur eine geringe Zahl an Infizierten festgestellt wurde, müssen wir jetzt sofort handeln. Schließlich sind in vielen Regionen gar keine Tests möglich.

Mit Expertise gegen Covid-19
© Dominique Pichard / HI (Archive HI)
Nothilfe Vorsorge und Gesundheit

Mit Expertise gegen Covid-19

Handicap InternationaI (HI) prüft derzeit die Einsatzmöglichkeiten, um Menschen mit Behinderung und andere Risikogruppen sowie die eigenen Teams vor dem Coronavirus zu schützen. Dabei soll das Fachwissen aus früheren Nothilfeaktionen und die Erfahrung aus Cholera oder Ebola-Epidemien für den Schutz der besonders gefährdeten Menschen eingesetzt werden.

HI-Teams im Kampf gegen Covid-19
© B. Blondel / HI
Nothilfe

HI-Teams im Kampf gegen Covid-19

Europa ist momentan das Epizentrum der Coronavirus-Pandemie. Doch das Virus breitet sich  auch in Entwicklungs- und Schwellenländern aus und verursacht weltweit Beunruhigung. Die Zahl der betroffenen Menschen nimmt täglich zu.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ