Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Hurrikan Sandy verwüstet Teile Kubas und Haitis

Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie
Kuba

Bevor Hurrikan Sandy auf die USA traf, wütete er bereits in Kuba und Haiti. Die Teams von Handicap International waren unmittelbar zur Stelle, um sofortige Nothilfe zu leisten.

„Schon bevor der Hurrikan ankam waren, unsre Teams in Haiti auf Alarmbereitschaft“, erklärt Laurent Davy, Direktor aller Nothilfeeinsätze auf Haiti für Handicap International. „Am Freitag konnten wir die Teams sofort in die betroffenen Regionen schicken, um das Ausmaß der Katastrophe abzuschätzen und die Bedürfnisse der Bevölkerung zu ermitteln. Unser Ziel war es, die richtige Unterstützung für die schutzbedürftigsten Menschen so schnell wie möglich zur Verfügung zu stellen.“

Der Hurrikan Sandy traf Haiti in der Nacht von Mittwoch, dem 24. Oktober, auf Donnerstag. Laut den haitianischen Behörden wurden 52 Menschen getötet. Außerdem wurden zehntausende Menschen durch den Hurrikan vertrieben, zahlreiche Gebiete wurden überschwemmt; Straßen wurden zerstört und Häuser beschädigt; in  der Stadt Les Cayer wurde eine Krankenhaus überschwemmt. Besonders stark wurde Haitis Süden von Hurrikan Sandy getroffen. 

Handicap International ist seit 2009 auf Haiti aktiv und bietet dort vor allem Rehabilitationsmaßnahmen an und bildet vor Ort auf eben diesem Gebiet aus, hat aber auch Kapazitäten für Soforthilfe in Notfällen, die in enger Koordination mit den lokalen Autoritäten abläuft - der so gennante Rapid Response Mechanism.

„Das mit dem ‚Directorate of Civil Protection‘ - Direktorat für Zivilschutz in Haiti entwickelte Programm hat zum Ziel, innerhalb von 24 Stunden eine Beurteilung der Situation und der Bedürfnisse der betroffenen Menschen nach einer Naturkatastrophe durchführen zu können“, erklärt Aline Martin, Chefin der Nothilfeaktivitäten von Handicap International in Haiti. „Wir arbeiten eng mit den lokalen Akteuren (Behörden, Gemeindekomitees und Direktorat für Zivilschutz) zusammen. Wir haben dieses Szenario gemeinsam durchgespielt, um so effizient und effektiv wie möglich reagieren zu können. Unsere Partner sind also gut vorbereitet gewesen und ausgebildet, im Krisenfall angemessen zu reagieren.“

Der Hurrikan auf Kuba

Bereits am 25. Oktober hatte Sandy Kuba überquert und dabei verheerenden Schaden angerichtet. „Der Hurrikan verlief absolut ungewöhnlich“, erklärt Irène Manterola, Direktorin des Programms von Handicap International in Kuba. „Er wurde, nachdem er Jamaica passiert hatte, überraschend schnell heftiger und bewegte sich atypisch in Richtung Norden und erreichte die westlichen Gegenden von Kuba, die normalerweise nicht von Hurrikans heimgesucht werden.“ Die betroffenen Gegenden sind bergig,lschwer zugänglich und so waren sie für die Präventions- und Evakuierungsteams nur schwer zu erreichen.“

Die Schäden waren enorm. 11 Tote, 170.000 getroffene Häuser, davon 15.392 vollkommen zerstört; 70% der Landwirtschaftlichen Produktion in den betroffenen Gebieten zerstört.

Handicap International leistete bereits bei den Hurrikans Ike und Gustav 2008 Nothilfe und bereitet sich nun auf einen neuen Einsatz vor. Es fehlt noch einiges an Informationen, um ein ganz neues Projekt zu starten. Derzeit deutet aber alles daraufhin, dass wir den Opfern der Gemeinde Banes (Provinz von Holguin) helfen werden, indem wir die Dächer der zerstörten Häuser reparieren. Es ist außerdem geplant, Notunterkünfte für besonders schutzbedürftige Menschen zu errichten, die diese beziehen können, solange ihre Häuser repariert werden.

31 Oktober 2012
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Psychosoziale Unterstützung in Somalia
© C. Smets-Luna / HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung Rehabilitation und Orthopädie

Psychosoziale Unterstützung in Somalia

Trotz der Verbesserung der allgemeinen humanitären Lage leiden die Menschen in Somalia noch immer unter Gewalt, politischer Instabilität und einer hohen Sterblichkeitsrate. Durch die ständige Unsicherheit werden psychotische Symptome oft verursacht oder noch verstärkt. Menschen mit psychischen Störungen werden in der somalischen Gemeinschaft jedoch meist marginalisiert und Einrichtungen für psychische Gesundheit sind nur eingeschränkt verfügbar. Die psychische Gesundheit ist derzeit eines der wichtigsten Gesundheitsprobleme, das es zu lösen gilt.

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo
© Abir Abdullah/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Rohingya: Die Bürger von Nirgendwo

Am Sonntag, 25. August 2019, jährt sich die Vertreibung der Rohingya aus Myanmar zum zweiten Mal. Die muslimische Minderheit ist in ihrem Heimatland systematischer Verfolgung  ausgesetzt. Vor zwei Jahren eskalierte die Gewalt und führte zur Flucht von 741.000 Rohingya ins benachbarte Bangladesch. Laut Vereinten Nationen leben dort derzeit über 911.000 Menschen in Flüchtlingscamps in der Region Cox’s Bazar - dem sogenannten größten Flüchtlingslager der Welt. Die Bündnisorganisationen von „Aktion Deutschland Hilft“, zu denen auch Handicap International gehört, helfen den Menschen seit Ausbruch der Krise.

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls
© Gilles Lordet / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls

Am Montag, 19. August, ist Welttag der Humanitären Hilfe. Anlass genug, einen unserer engagierten Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Tichaona Mashodo leitet das mobile Einsatzteam im Südsudan. Im Interview blickt er auf die letzten zehn Jahre seines humanitären Engagements zurück.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ