Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

„Ich habe gemerkt, wie stark sich sein Leben verändert hat“

Inklusion Rehabilitation und Orthopädie
Bangladesh Myanmar

HI  Physiotherapeutin Farhana arbeitet im Kutupalong Camp in Bangladesch, eines der größten Flüchtlingslager der Welt. Ibrahim ist einer von mehr als 600.000 Rohingya, die vor der im August 2017 ausgebrochenen Gewalt in Myanmar geflohen sind. Er ist einer von vielen und hat bleibende Verletzungen erlitten. Dank der Physiotherapie mit Farhana macht Ibrahim große Fortschritte.

Rohingya Flüchtling Ibrahim erhält Physiotherapie von Handicap International.

Ibrahim mit seiner Physiotherapeutin Farhana von Handicap International. Dank der Therapie macht er große Fortschritte. | © HI / P. Poussereau

Farhana erzählt von ihren Treffen mit Ibrahim:

Das erste Mal, als ich Ibrahim getroffen habe, war es sehr schwer. Nachdem er mehrere Wochen im Bett liegen musste, unfähig sich zu bewegen, war er sehr frustriert und hatte alle Hoffnung verloren. Er war verschlossen, unkooperativ und hat nicht einmal versucht, sich aufzusetzen.

Während des ersten Treffens habe ich realisiert, wie drastisch sich Ibrahims Leben verändert hat. Einige Monate zuvor war er gesund und hatte einen eigenen Laden, der seine Frau und seine zwei Kinder versorgen konnte. Jetzt lag er in seiner Unterkunft und war komplett abhängig von seiner Familie. Ich wusste, dass wir eine lange gemeinsame Reise vor uns hatten und dass psychologische Unterstützung für ihn genauso wichtig wie physische Versorgung sein würde.

Jetzt, zwei Monate später, freue ich mich immer, Ibrahim zu sehen. Ich weiß, wie wichtig meine Besuche für ihn sind. Wir machen zwar nur langsam Fortschritte, was normal ist, aber er ist sehr motiviert. Die Übungen, die ich ihm gezeigt habe, macht er sehr gewissenhaft. 

Letzten Monat hat Ibrahim einen Rollstuhl von HI gestellt bekommen. Seitdem arbeiten wir daran, seine Arme und den Rumpf zu stärken, damit er sich eigenständig fortbewegen kann. Seine Unterkunft selbstständig verlassen zu können, um ein paar Dinge einzukaufen oder mit Nachbarn zu plaudern, hat seine gesundheitliche Verfassung und Stimmung sehr verbessert. Wir lachen nun gemeinsam und reden über die Zukunft.

Ein Team aus 300 HI Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Freiwilligen kümmert sich darum, die dringendsten Bedürfnisse der Rohingya Flüchtlinge zu decken, seit die Krise im August 2017 ausgebrochen ist.

Kutupalong Camp in Bangladesch

Das Kutupalong Camp in Bangladesch

17 Januar 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Moïse kann wieder Fußball spielen
© Davide Preti/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Moïse kann wieder Fußball spielen

Moïse war vier Jahre alt, als das Erdbeben am 12. Januar 2010 Haiti erschütterte und er sein linkes Bein verlor.

Haiti: 10 Jahre nach dem Erdbeben
© Davide Preti/HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Haiti: 10 Jahre nach dem Erdbeben

Haiti hat es in den letzten 10 Jahren schwer getroffen. Nach einem verheerenden Erdbeben im Januar 2010 folgte ein schrecklicher Hurrikan im Jahr 2016. Hinzu kommt die große politische Instabilität, die das Land bis heute lähmt. 2010 hat Handicap International (HI) in Haiti einen der größten humanitären Hilfseinsätze in der Geschichte der Organisation umgesetzt. Auch heute noch leisten die Mitarbeiter/-innen  von HI einen wesentlichen Beitrag, um das lokale Angebot an Reha-Maßnahmen zu stärken.

TVG-Spendenaktion: 19.160 Euro für HI
© HI
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung

TVG-Spendenaktion: 19.160 Euro für HI

Nach ihrem Spendenaufruf für verschiedene Projekte der humanitären Hilfsorganisation Handicap International auf Sri Lanka übergaben die TVG-Zentrale und ihre Partner am 6. Dezember 2019 insgesamt 19.160 Euro. TVG-Chefin Birgit Aust bedankte sich vor Ort.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ