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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

Myanmar

In Myanmar fördern wir die Rechte der Opfer von Minen und explosiven Kriegsresten sowie von Menschen mit Behinderung und stärken ihre Teilhabe in den Gemeinden.

HI organisiert Aufklärungsarbeit über die Minengefahr für burmesische Flüchtlinge an der thailändischen Grenze.

HI organisiert Aufklärungsarbeit über die Minengefahr für burmesische Flüchtlinge an der thailändischen Grenze. | © HI

Laufende Aktivitäten

Wir  begleiten Opfer von Minen und explosiven Kriegsresten und Menschen mit Behinderung und geben ihnen die Möglichkeit, Rehabilitationsdienste in Anspruch zu nehmen. Außerdem fördern wir Organisationen von Menschen mit Behinderung finanziell, damit diese ihre Klienten im Alltagsleben und der Inklusion in die Gemeinschaften besser unterstützen können.

Außerdem bieten wir Weiterbildungen für ein lokales NGO-Konsortiums, um die Notfallpläne für Naturkatastrophen zu verbessern, die Berücksichtigung der besonders schutzbedürftigen Menschen und Menschen mit Behinderung in Vorbereitungsmaßnahmen zu fördern und ihnen die Möglichkeit zu geben, im Falle einer Katastrophe besser für sich selbst sorgen zu können.

Zudem sind wir seit 1984 in den myanmarischen Flüchtlingslagern an der myanmarisch-thailändischen Grenze aktiv. Wir errichteten Reha-Zentren und verteilen Prothesen und Gehhilfen (Rollstühle, Krücken etc.) an Menschen mit Behinderung. Diese Hilfsmittel wurden in den Werkstätten der fünf Camps hergestellt. Außerdem sorgen wir dafür, dass Menschen mit Behinderung Zugang zu Pflege und Bildung erhalten und in den Arbeitsmarkt aufgenommen werden. Schließlich betreiben wir auch Aufklärungsarbeit über die Risiken von Minen in den Grenzgebieten.

Neues aus den Projekten

42 Nichtregierungsorganisationen warnen vor gefährlicher und vorzeitiger Rückkehr der Flüchtlinge nach Myanmar
© Shumon Ahmed/HI
Rechte

42 Nichtregierungsorganisationen warnen vor gefährlicher und vorzeitiger Rückkehr der Flüchtlinge nach Myanmar

Humanitäre und zivilgesellschaftliche Organisationen, die im Staat Rakhine in Myanmar sowie in den Rohingya-Flüchtlingslagern in Bangladesch arbeiten, sind sehr besorgt über die geplante Rückführung der Flüchtlinge. Laut Ankündigung der gemeinsamen Arbeitsgruppe der Regierungen von Bangladesch und Myanmar vom 30. Oktober soll die Rückführung bereits Mitte November beginnen.   

20. Juni: Internationaler UN-Gedenktag für Flüchtlinge Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung

20. Juni: Internationaler UN-Gedenktag für Flüchtlinge

Mehr als 68 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung, Gewalt oder Hunger – so viele Menschen wie noch nie. Über die Hälfte der Schutzsuchenden ist minderjährig. Auch Naturkatastrophen wie Überschwemmungen oder Hurrikans zwingen zahllose Menschen ihre Heimat zu verlassen. Seit dem Jahr 2000 wird mit dem Weltflüchtlingstag am 20. Juni auf die Not der Geflüchteten aufmerksam gemacht. Auch Ibrahim gehört dazu, einer von mehr als 700.000 geflüchteten Rohingya.

Humanitäre NGOs fordern Schutz der Zivilbevölkerung in Kachin und Nordshan, Myanmar Nothilfe

Humanitäre NGOs fordern Schutz der Zivilbevölkerung in Kachin und Nordshan, Myanmar

Als nationale und internationale Nichtregierungsorganisationen (NGOs), die in Kachin und Nordshan, Myanmar, arbeiten, sind wir sehr besorgt über die weitere Eskalation des bewaffneten Konflikts. Im Monat April und Anfang Mai fanden gewaltsame Zusammenstöße statt, die sich direkt auf die Zivilbevölkerung auswirken und die tausende Zivilisten mehrmals zur Flucht zwangen. Es muss dringend gehandelt werden, um Menschenleben zu retten und die umfassenden und wachsenden humanitären Bedürfnisse zu decken.

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Hintergrund

Karte des HI-Einsatzes in Myanmar

Laut dem Bericht der internationalen Kampagne für das Verbot von Landminen (ICBL), hat Myanmar die meisten Opfer von Antipersonenminen und explosiven Kriegsreste weltweit - über 3.600 seit 1999. Im Jahr 2015 wurden 159 Unfälle mit Minen oder explosiven Kriegsresten gemeldet.

Bis jetzt wurden noch keine Minenräumungsarbeiten begonnen, obwohl das Regime von Präsident Htin Kyaw das Ausmaß der Problematik erkannt hat. Myanmar ist das einzige Regime der Welt, das noch regelmäßig Antipersonenminen einsetzt.

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Weltweites Engagement: