Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

IncluArte: inklusives Tanztheater Mosambik

Inklusion Minen und andere Waffen
Mosambik

Abseits zäher Verhandlungen und intensiver Gespräche fand im Rahmen der Internationalen Minen-Konferenz in Maputo ein beeindruckendes inklusive Tanztheater statt.

Mosambik ist auf dem Weg, sich von allen Minen zu befreien

Mosambik befreit sich derzeit aus einer historischen Herausforderung. In ein paar Monaten sollen alle bekannten Minenfelder geräumt sein. Einst galt es als eines der am stärksten verminten Länder der Welt, nun wird es sich nach 18 Jahren endlich von dieser Plage befreit haben. Handicap International ist eng mit diesem Kampf verbunden – und mit Entminungen seit 1998 vor Ort.

Darüber hinaus ist Handicap International schon seit 1986 in Mosambik tätig. Als Reaktion auf die Notsituation durch den Bürgerkrieg (1977-1992) wurden 16 Orthopädie-Werkstätten in verschiedenen Provinzen des Landes aufgebaut. Diese Werkstätten werden in einer späteren Phase der Regierung übergeben Handicap International geht nun dazu über, die Serviceleistungen der Physikalischen und der Rehabilitativen Medizin des Gesundheitsministeriums strukturell und logistisch zu unterstützen.
1992 hat Handicap International auch ein Programm zur Sensibilisierung für die Gefahren von Minen und explosiven Kriegsresten in drei Provinzen gestartet, das von einer Kartographierung der verminten Gebiete begleitet wurde. 1998 wurden schließlich die ersten Entminungsaktivitäten in der Provinz Inhambane gestartet.

Inklusion ist auf der ganzen Welt möglich

Das Theaterprojekt in Mosambik beweist das auf eindrucksvolle Weise. Die Veranstaltung „Incluarte“ findet in Zusammenarbeit von Handicap International und dem mosambikanisch-französischen Kulturinstitut in Maputo seit 2012 jährlich statt. In diesem Jahr hat sie durch die Konferenz und die Anwesenheit der Kulturministerin ein besonders großes und internationales Publikum gefunden. Das Ziel ist es, auf beeindruckend künstlerische Weise zu zeigen, wie Inklusion zum Leben erweckt werden kann. Für Handicap International ist das ein besonderes Anliegen.

Für „Incluarte“ gibt es jährlich ein offenes Casting, woraufhin die Show auf Grundlage der ausgewählten Mitwirkenden vom Choreographen Panaibra Candela entwickelt wird. Die meisten Mitwirkenden haben sich schon früher künstlerisch betätigt, aber einige wie Helio, der eine Hörbeeinträchtigung hat, und der Rollifahrer Ezequiel waren 2012 zum ersten Mal an einer solchen Aktivität beteiligt.

Eine Mischung aus Tanz und Zirkus

Das Theater ist eine Mischung aus Tanz und Zirkus, begleitet von Livemusik. Zwei Clowns und ihre Reise mit einem verrückten Auto setzen den Rahmen, in dem Akrobatikszenen in verschiedenen Besetzungen stattfanden.

Die Aufführung war nicht „gut gemeint“, sondern war von Anfang an spannend, sehr professionell und hat durch die artistischen Leistungen der Mitwirkenden überzeugt – und durch ihr extrem harmonisches Zusammenspiel. Durch die Konferenz waren auch einige offizielle und zunächst eher steif wirkende Gäste im Publikum, doch schon nach den ersten Minuten entwickelte sich eine Atmosphäre voll von Spannung und Begeisterung. Zwei Frauen einer Organisation für Frauen mit Behinderung in Laos beschlossen voll Enthusiasmus nach der Aufführung, unbedingt eine ähnliche Initiative in ihrem Land zu gründen… 

 

28 Juni 2014
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Debatte im UN-Sicherheitsrat zum Schutz der Zivilbevölkerung
© E. Fourt/HI
Minen und andere Waffen

Debatte im UN-Sicherheitsrat zum Schutz der Zivilbevölkerung

Am 23. Mai jährt sich zum zwanzigsten Mal im Sicherheitsrat die offene Debatte über den Schutz von Zivilist/-innen. Gemeinsam mit dem internationalen Netzwerk INEW laden wir zu einer Begleitveranstaltung in New York, bei dem über eine künftige politische Erklärung gegen den Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten diskutiert wird. Bereits im Vorfeld haben wir zusammen mit 21 weiteren NGOs in einer offenen Stellungnahme konkrete Maßnahmen gefordert, um das Leid der Zivilbevölkerung in Konfliktgebieten zu verringern.

„Ich könnte mir keinen anderen Job vorstellen“
© Oriane van den Broeck / HI
Minen und andere Waffen

„Ich könnte mir keinen anderen Job vorstellen“

Seit 2013 ist Rabih Minenräumer für HI im Nordlibanon. Er arbeitet in einer Region, die besonders mit explosiven Kriegsresten verseucht ist. Handicap International ist mit Minenräumteams im Libanon tätig, um die Landminen zu räumen, die aus dem Bürgerkrieg 1975-1990 und dem Konflikt von 2006 stammen. Rabih gehört zum HI-Team, das vier Bezirke(insgesamt 21 Dörfer) entmint.

Zweiter Zyklon richtet große Schäden in Mosambik an
© C.Briade / HI (IMAGE ARCHIVES 2019)
Nothilfe

Zweiter Zyklon richtet große Schäden in Mosambik an

Mosambik kämpft noch mit den verheerenden Auswirkungen des Zyklons Idai vor sechs Wochen und ist erneut von einem heftigen Wirbelsturm getroffen worden.  Der Zyklon Kenneth fegte über den Norden des Landes und richtete große Schäden an. Allein 35.000 Häuser wurden beschädigt. Mehrere Dörfer wurden komplett zerstört.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ