Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Irak: „Handicap International verbessert den Alltag der besonders Schutzbedürftigen“

Nothilfe Rechte von Menschen mit Behinderung Rehabilitation und Orthopädie
Irak

Sliwa ist 65 Jahre alt. Seit vier Jahren leidet er an Arthrose an Rücken und Knien. Mit einem Rollstuhl und einen Gehstock half ihm Handicap International, sich wieder fortzubewegen.

Sliwa blickt überlegen von oben herab in die Kamera

Seit vier Jahren leidet Sliwa an Arthrose an Rücken und Knien | © Sarah Pierre / Handicap International

Vergangenen August floh Sliwa mit seiner Frau und seinen vier Kindern aus ihrer Heimatstadt, um Zuflucht in Arbil zu finden – zuerst in einer Kirche, später in einem Einkaufszentrum. In der Kirche wurden Sliwa und seine Familie täglich mit Lebensmitteln unterstützt. Ihre Unterbringung in einem Zelt unter vielen anderen Familien ließ ihnen jedoch wenig Privatsphäre.

Seit einigen Wochen lebt Sliwas Familie in dem im Bau befindlichen Einkaufszentrum, wo mithilfe von vorgefertigten Paneelen Räume für jede einzelne Familie geschaffen wurden. Hier muss die Familie für ihre Ernährung auf Ersparnisse zurückgreifen. Um Sliwa bei der Fortbewegung zu helfen, gab Handicap International ihm einen Gehstock und einen Rollstuhl. Der ehemalige Arbeiter kann sich nun leichter durch den Wohnraum der Familie und durch die erste Etage bewegen, wo seine Familie eine Unterkunft angeboten bekam. Trotz der zusätzlichen Privatsphäre bleiben die Lebensumstände aber eine Herausforderung. Besonders für Sliwa, der nicht dahin gehen kann, wo er will: „Wir sind im ersten Stock und der einzige Weg nach draußen führt über Treppen. Daher verlasse ich so gut wie nie das Gebäude. Dafür kann ich mich mit meinem Stock leichter durch unsere Unterkunft bewegen. Und mit dem Rollstuhl besuche ich täglich meine Kinder und Freunde auf derselben Etage. Mein Alltag ist viel, viel besser geworden.“

Bis heute sind mehr als 1,8 Mio. Iraker vor den Gefechten in ihrem Land geflüchtet.  Handicap International leitete im vergangenen Juni in den Gouvernements Arbil und Dahuk Notfallmaßnahmen ein und wird die Aktivitäten in den nächsten Wochen ausweiten, um den schwächsten unter ihnen zu helfen – Menschen mit Behinderung, Senioren und chronisch Erkrankte. Die Teams der Organisation intervenieren in Flüchtlingslagern und -vierteln sowie an öffentlichen Orten wie im Bau befindlichen Gebäuden, Schulen und Kirchen.

23 Oktober 2014
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Handicap International und Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ helfen gemeinsam den Schwächsten in Mosambik
©P.Pillon/ HI
Nothilfe

Handicap International und Bündnis „Aktion Deutschland Hilft“ helfen gemeinsam den Schwächsten in Mosambik

Seit dem verheerenden Wirbelsturm am 15. März befindet sich Mosambik in einer absoluten Notlage. Der aktuelle Stand laut dem UN-Nothilfebüro OCHA: 602 Todesopfer, 4.979 Cholera-Erkrankungen, über 70.000 Obdachlose und insgesamt 1,85 Millionen betroffene Personen.   

Mosambik: Vor allem Menschen mit Behinderung brauchen jetzt Hilfe
© C.Briade/HI
Nothilfe

Mosambik: Vor allem Menschen mit Behinderung brauchen jetzt Hilfe

Unsere Teams vor Ort bekommen einen immer besseren Überblick über die Situation in Mosambik. Wichtige Zufahrtswege sind zwar inzwischen geräumt, doch sind viele abgelegene Gebiete weiterhin von jeglicher Hilfe abgeschnitten. Die Logistikexperten von Handicap International koordinieren nicht nur die Beseitigung der Trümmer, sondern versuchen auch Wege frei zu legen und neue Zufahrten in die betroffenen Gebiete zu schaffen. Die Unterstützung von besonders bedürftigen Menschen hat für Handicap International höchste Priorität.

Lenna Bahule singt für Mosambik: Reinerlös des Konzerts kommt direkt den Opfern des Tropensturms zugute
© Lenna Bahule
Nothilfe

Lenna Bahule singt für Mosambik: Reinerlös des Konzerts kommt direkt den Opfern des Tropensturms zugute

Der Wirbelsturm Idai hat verheerende Schäden in Mosambik angerichtet. Die Situation ist weiterhin kritisch. Die Komponistin, Sängerin und Tänzerin Lenna Bahule aus Maputo/Mosambik gibt gemeinsam mit Musikern aus München ein Benefizkonzert - ganz im Sinne des UBUNTO (Ich bin, weil wir sind). Das Konzert findet am Samstag, dem 30. März um 19:00 Uhr im Bildungszentrum der Münchner Volkshochschule statt.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Logos Geldgeber