Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Kampagne #school4all ruft zu Spenden auf: besserer Zugang zu Bildung für Kinder mit Behinderung

Öffentlichkeitsarbeit Rechte von Menschen mit Behinderung
International

32 Millionen Kinder mit Behinderung besuchen keine Schule, obwohl alle Kinder ein Recht auf Bildung haben. HI ruft mit der Kampagne #school4all zu Spenden auf, damit Schulen für alle Kinder zugänglich gemacht werden können. HI arbeitet in 31 Ländern im Bereich Inklusion und unterstützt 144.000 Kinder auf ihrem Weg zur Schulbildung.

Channa aus Kambodscha und ihre Freundin in einer Mathestunde. Die Kampagne school4all ruft zu Spenden für Bildung für alle auf.

Channa aus Kambodscha und ihre Freundin in einer Mathestunde. Die Kampagne school4all ruft zu Spenden für Bildung für alle auf. | © Lucas Veuve/HI

Alarmierende Zahlen

Etwa 264 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit erhalten keine Schulbildung. Über 32 Millionen Kinder mit Behinderung in Ländern mit geringem und mittlerem Einkommen sind nicht eingeschult. Die fehlende Schulbildung führt zu Armut und erhöht das Risiko für die Kinder, ausgegrenzt, diskriminiert sowie Opfer von Gewalt zu werden. Dennoch hat jedes Kind – ob mit oder ohne Behinderung – das Recht auf eine hochwertige und kostenlose Schulbildung.

Viele Hindernisse für Kinder mit Behinderung

„Viele Eltern, lokale Behörden und Lehrkräfte sind unzureichend über das Thema Behinderung informiert und verhalten sich nicht angemessen gegenüber Kindern mit Behinderung. Dies hängt meistens mit kulturellen Traditionen oder der Angst vor dem Unbekanntem zusammen. Hinzu kommt, dass Schulen oft weit vom Zuhause der betroffenen Kinder entfernt liegen und nicht immer leicht zu erreichen sind. Auch die Schulgebäude sind nicht ausreichend barrierefrei gestaltet – es mangelt an Rampen, angepassten Toiletten, genügend Licht für Kinder mit Sehbehinderung usw. Die Lehrkräfte lassen die Schüler/-innen häufig von der Tafel abschreiben oder vieles mündlich wiederholen, was Kinder mit Seh- oder Hörschwächen oft nicht können. „Und schließlich wird Behinderung auf nationaler und lokaler politischer Ebene zu oft von einem rein medizinischen Standpunkt aus angegangen (Rehabilitation, Versorgung etc.). Unterstützung für Kinder mit Behinderung sollte aber so konzipiert sein, dass es um die Inklusion in die Schulen und die Gesellschaft geht“, erklärt Sandra Boisseau, Expertin für inklusive Bildung bei HI.

Unsere Projekte

  • HI hilft Kindern mit Behinderung seit 2004 dabei, in die Schule gehen zu dürfen und führt Projekte in 31 Ländern in Lateinamerika, Westafrika, Nordafrika, Zentralafrika, Ostafrika, im Nahen Osten und Asien durch.
  • HI fördert die Inklusion von Kindern mit schwerer Behinderung in Schulen (gehörlose oder blinde Kinder, Kinder mit geistiger Behinderung usw.), beispielsweise durch den Aufbau von Netzwerken an mobilen Lehrkräften, durch Bildung von Übergangsklassen usw.
  • HI führt Aufklärungskampagnen und Öffentlichkeitsarbeit durch: Lokale Behörden, Eltern usw. werden informiert und für die Bedeutung des Schulbesuchs von Kindern mit Behinderung sensibilisiert.
  • HI schult Lehrpersonal, Lehramtsstudierende etc. für die Betreuung von Kindern mit Behinderung.
  • HI entwickelt Lernhilfen und pädagogische Methoden speziell für Kinder mit Hör-, Seh- oder geistiger Behinderung.
  • HI macht Schulgebäude barrierefrei und für alle Kinder zugänglich (Rampen, Toiletten etc.)
  • HI führt Lobby-Arbeit gegenüber Bildungsministerien durch und setzt sich dort dafür ein, dass das Thema der inklusiven Bildung für Kinder mit Behinderung politisch besser umgesetzt wird. Ziel ist es, das Recht auf hochwertige und inklusive Bildung zu fördern.
  • HI nimmt an wichtigen nationalen und internationalen Treffen teil, die zum Thema Inklusion von Menschen mit Behinderung stattfinden[1].

 

[1]Gemeinsam mit dem Netzwerk europäischer NRO innerhalb des IDDC Konsortiums (International Disability in Development Consortium). HI ist ebenso Mitglied der französischen und britischen Koalitionen der globalen Kampagne für Bildung (GCE).

23 Juli 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Kundgebung in Genf gegen US-Entscheidung für Minen
© B. Barbey /HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Kundgebung in Genf gegen US-Entscheidung für Minen

Anlässlich des 23. Internationalen Treffens der Leiter nationaler Minenaktionsprogramme im Palais des Nations in Genf appelierten Handicap International und HI-Botschafterin und Minenopfer Gnep Smoeun am 13.02.2020 an die Bevölkerung. Unter dem Broken Chair, dem symbolischen Denkmal für die Opfer von Landminen in Genf, riefen wir die Unterzeichnerstaaten des Ottawa-Vertrags auf, geschlossen eine Rücknahme der Entscheidung der US-Regierung zur Wiedereinführung von Landminen zu fordern. 

Inklusion: neue IASC-Richtlinien
©IDA
Inklusion Rechte von Menschen mit Behinderung

Inklusion: neue IASC-Richtlinien

Die Einführung der neuen IASC-Richtlinien zur Inklusion von Menschen mit Behinderung in der humanitäre Hilfe (IASC Guidelines on the Inclusion of Persons with Disabilities in Humanitarian Action) Ende letzten Jahres in New York hat einen wesentlichen Anreiz zur Förderung von inklusiven, humanitären Maßnahmen geschaffen. Jetzt ist es an der Zeit zu handeln.  

Verhandlungen gegen Bombenangriffe in Wohngebieten
© HI
Minen und andere Waffen

Verhandlungen gegen Bombenangriffe in Wohngebieten

Am Montag, dem 10. Februar, treffen sich bei den Vereinten Nationen in Genf staatliche Delegationen, Militärs, UNO-Organisationen und die Zivilgesellschaft, um über eine politische Erklärung gegen den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten zu diskutieren. Handicap International und Mitglieder des Internationalen Netzwerks für Explosivwaffen (INEW) arbeiten mit den Staaten zusammen, um sie zu überzeugen, eine starke politische Erklärung zur Beendigung des menschlichen Leidens, das durch den Einsatz von Explosivwaffen in bevölkerten Gebieten verursacht wird, auszuarbeiten und die Opfer zu unterstützen.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ