Gehe zum Hauptinhalt

Kuch testet sein neues Bein

Rehabilitation und Orthopädie
Kambodscha

„Ein Herz für Kinder“ sammelt bei der großen TV-Gala am 7. Dezember Spenden für den kleinen Kuch aus  dem HI-Projekt in Kambodscha. Schauspielerin Elisabeth Lanz ist extra nach Kambodscha gereist, um die Patenschaft für den 6-Jährigen zu übernehmen, dem nach einem Motorradunfall das rechte Bein amputiert werden musste. Aus dem kleinen Jungen mit den unendlich traurigen Augen wird ein strahlender Bursche, als er zum ersten Mal die Prothese angelegt bekommt.

© Kai Maser / HI

Jetzt spenden für Kinder wie Kuch!

Nicht nur die Mutter schluchzt, auch die bekannte Schauspielerin aus der Serie „Tierärztin Dr. Mertens“ kämpft mit der Rührung, als Kuch die ersten Schritte macht. Er kann es kaum glauben, dass er in ein paar Wochen  laufen können wird. Und in drei bis vier Monaten vielleicht sogar Fußball spielen kann – so wie die anderen Kinder, die im Rehazentrum von Kampong Cham über den staubigen Platz rennen – alle haben eine Prothese, manchen fehlen sogar beide Beine. Allen haben Spenden geholfen.

Große Spendengala im ZDFHeinz Trebbin hilft dem kleinen Kuch auf die Beine, der das erste Mal auf seiner Prothese steht.

Am Samstag, 7. Dezember 2019, findet dieses Jahr die große „Ein Herz für Kinder“-Spendengala live im ZDF statt. Johannes B. Kerner moderiert die Spendenshow und stellt gemeinsam mit seinen prominenten Gästen nationale und internationale Hilfsprojekte vor, um Spenden für Kinder in Not zu sammeln.

Dieses Jahr steht der 6-jährige Kuch Vireak im Mittelpunkt einer der bewegenden Geschichten. Als Patin Elisabeth Lanz ihn zum ersten Mal zuhause besucht, sitzt der Kleine auf dem staubigen Boden und schaut verschüchtert. Sechs Monate nach seinem schlimmen Unfall. Erinnern mag er sich nicht mehr, wie das war, als er über den Lenker des Mopeds flog, als er unsägliche Schmerzen hatte, als er irgendwann begriff, dass er kein rechtes Bein mehr hatte.  Toben geht nicht mehr. Fußball spielen, Fahrrad fahren, Hinterherlaufen – alles vorbei. Der kleine, zarte Junge ist traurig.

Tränen der Rührung

Doch dann kommt Kuch zum ersten Mal ins Rehazentrum von HI. Überall werden Kinder behandelt. Sie üben an den Barren oder auf der wackeligen Hängebrücke, um die Balance zu verbessern. Nun wird auch Kuch von Orthopädietechnikern untersucht. Der deutsche Spezialist Heinz Trebbin ist zufrieden mit dem Stumpf; er sei gut verheilt, meint der 61-Jährige. Behutsam macht er einen Gipsabdruck. Kuch schaut skeptisch dabei zu. Und dann muss er einen Tag lang warten. Bis die Techniker eine perfekt passende Prothese für ihn erstellt haben.

Kuch fehlt das rechte Bein. Er sitzt traurig schauend auf einer Bank im Reha-Zentrum in Kampong Cham in Kambodscha.

Kuch ist traurig. Er wartet sehnsüchtig auf seine erste Prothese, um endlich wieder laufen zu können. Foto: HI

Nun ist der große Moment gekommen. Heinz Trebbin umwickelt vorsichtig den Stumpf mit einer speziellen Socke, dann schiebt er die Prothese darüber. Kuch traut sich kaum aufzustehen. Doch dann steht er und strahlt. Links hält er sich bei Heinz Trebbin fest, rechts bei Elisabeth Lanz. Alle kämpfen mit der Rührung. Mutter Srey schluchzt. Sie ist einfach überwältigt.

„Nun wird er wieder laufen können“, sagt sie unter Tränen. „Er wird in die Schule gehen, etwas lernen können und später eine Arbeit finden“, sagt die kleine, sympathische Frau zuversichtlich, die genau an diesem Tag erfahren hat, dass sie ihr zweites Kind erwartet.

Elisabeth Lanz kümmert sich um den kleinen Kuch, der auf einem Hocker sitzt und gerade seine erste Prothese bekommen hat.

Kuch ist glücklich über seine erste Prothese. Bald kann er wieder mit den anderen Kindern Fußball spielen.

Der einzige, der nicht mit den Tränen ringt ist Kuch, der will sofort loslaufen. Die nächsten Stunden übt Kuch unermüdlich an den Barren. Ganz ohne Hilfe klappt es noch nicht – doch das wird kommen!

Über „Ein Herz für Kinder“

Seit 41 Jahren besteht die Hilfsorganisation BILD hilft e.V. "Ein Herz für Kinder". Mit mehr als 337 Millionen Euro konnte der Verein seitdem helfen. Das Besondere: Jeder Cent Ihrer Spende fließt direkt in Kinderhilfsprojekte - ohne Abzüge. Anfallende Personal- und Verwaltungskosten von "Ein Herz für Kinder" werden der Höhe nach durch eine Großspende der Axel Springer SE und durch Zinseinnahmen gedeckt.

Fotos: © Kai Maser / HI

Hier TV-Beitrag der Spendengala ansehen

9 Dezember 2019
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Hilfe für venezolanische Geflüchtete in Kolumbien
© Coalición LACRMD
Nothilfe Rechte von Menschen mit Behinderung Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit

Hilfe für venezolanische Geflüchtete in Kolumbien

Die Corona-Pandemie verschärft die ohnehin schon schwierige Lage für venezolanische Geflüchtete in Kolumbien. Der Lockdown, die Sicherheitslage, der psychische Stress und die geringe staatliche Hilfe belasten viele der rund 4 Millionen Venezolaner*innen schwer. Unsere Teams helfen mit Lebensmittel- oder Hygienekits und kümmern sich um die, die besonders viel Unterstützung brauchen: Menschen mit Behinderung, alleinerziehende Mütter oder Ältere.

Das Leben wird ein wenig leichter für einen jungen Geflüchteten in Beirut
© Tom Nicholson / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Das Leben wird ein wenig leichter für einen jungen Geflüchteten in Beirut

Viele Einwohner Beiruts sind weiterhin von den Folgen der Explosionen betroffen, die am 4. August eine unvorstellbare Verwüstung angerichtet haben. Viele kämpfen mit Verletzungen und sind traumatisiert. Unsere Teams suchen diese Menschen in den betroffenen Stadtteilen auf, um ihnen zu helfen. Der 23-jährige Ramadan aus dem syrischen Aleppo, der heute in Beirut lebt, ist einer von ihnen.

Libyen: Unerträgliche Zustände
© Till Mayer / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Libyen: Unerträgliche Zustände

Die Situation für Zivilist*innen ist in vielen Regionen lebensgefährlich und unerträglich: Tägliche Angriffe, verminte Straßen und Wohnungen, zusammengebrochenes Gesundheitssystem, traumatisierte Menschen. Die Menschen leiden unter Depressionen, der Missbrauch von Alkohol, Drogen und Medikamenten nimmt zu, die zwischenmenschliche Gewalt steigt. Viele Geflüchtete können nicht in ihre Häuser zurückkehren, da diese mit nicht explodierten Munitionsresten oder Minen verseucht sind. Eine ganze Generation ist betroffen, vor allem jüngere Menschen sehen keine Zukunft.