Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Mosambik: Endlich frei von Minen!!

Minen und andere Waffen
Mosambik

Mosambik hat sich offiziell für minenfrei erklärt. Vor vielen Jahren schien das noch undenkbar, Mosambik galt lange als eines der meistverminten Länder der Welt. Als einer der Hauptakteure in der Minenräumung des afrikanischen Landes freuen wir uns ganz besonders mit der Bevölkerung.

Ein Minenräumer von Handicap International mit seinem Minenhund bei der Arbeit.

Ein mosambikanischer Entminer mit Minensuchhund | © Eva Maria Fischer / Handicap International

Ein trauriges Kapitel in der Geschichte des Landes wird geschlossen und für die Menschen fällt eine tödliche Bedrohung ab, die Tausende Opfer gefordert hat. Für das Land eröffnen sich nun neue Entwicklungsperspektiven, die bisher aufgrund der Minen unerreichbar waren.

Handicap International war – seit seinen ersten Minenräumaktionen 1998 – ein Schlüsselakteur der Aktivitäten gegen Minen in dem afrikanischen Land. In 17 Jahren Arbeit vor Ort hat die Organisation mehr als 16 Millionen Quadratmeter geräumt und dabei 6.000 Anti-Personen-Minen und 5.000 explosive Kriegsüberreste zerstört. In die Arbeit waren Menschen, Hunde und Maschinen einbezogen.

„Dies ist ein Sieg für die gesamte Bevölkerung Mosambiks. Jetzt können Kinder draußen spielen gehen, Bauern ihre Felder bestellen, und Dörfer ihre Entwicklungsprojekte planen, ohne Angst vor Minen haben zu müssen,“ erklärt Grégory Le Blanc, Leiter des Programms von Handicap International in Mosambik. Doch die Arbeit ist noch nicht vorbei. „Das Land muss den Opfern weiterhin helfen, da ,minenfrei‘ nicht bedeutet, dass die Opfer dieser barbarischen Waffen verschwunden sind.“ Wie es das Übereinkommen von Ottawa verlangt, muss die Regierung den Tausenden Überlebenden von Minenunfällen weiter helfen. Aktivitäten zu Rehabilitation, orthopädischer Betreuung, sozialer und beruflicher Eingliederung etc. werden noch viele Jahre lang notwendig bleiben.

„Außerdem muss die internationale Gemeinschaft in ihrem Kampf gegen Minen weiter aktiv bleiben,“ fügt Grégory Le Blanc hinzu. „Auch wenn wir große Schritte auf diesem Weg gemacht haben, bleibt die Finanzierung der Minenräumung, der Hilfe für die Opfer und der Sensibilisierung zu Risiken sehr wichtig. Das Beispiel Mosambiks und das jahrzehntelange Engagement des Landes zeigen, dass  Anti-Personen-Minen besiegt werden können. Dies ist ein Zeichen der Hoffnung – auch für all die Länder, die dieser Plage weiterhin die Stirn bieten müssen.“

Es bedurfte mehr als 20 Jahre harter gemeinsamer Arbeit der Minenräum-Akteure, um alle Minen in Mosambik zu beseitigen. Von 25 Jahren Unabhängigkeitskrieg (1965-1975) und Bürgerkrieg (1977-1992) verwüstet, zählte das Land neben Angola, Afghanistan und Kambodscha zu den am stärksten verminten der Welt.

17 September 2015
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Vernissage von „erschüttert“ in München
© Till Mayer/HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Vernissage von „erschüttert“ in München

Nach der feierlichen Erstpräsentation der Fotoausstellung „erschüttert – Einschläge, die alles ändern“ von Till Mayer und Handicap International im Deutschen Bundestag in Berlin im März 2019 kommen die Porträts nun nach München. Am Montag, 27. Januar, um 17.30 Uhr laden wir zur Vernissage in das Kulturzentrum Gasteig ein. 

Hightech für Minenräumung im Tschad Minen und andere Waffen

Hightech für Minenräumung im Tschad

Die Hilfsorganisation Handicap International (HI) setzt im Norden des Tschads eine ferngesteuerte Minenräummaschine ein und lokalisiert Minen dank einer Drohne mit Infrarotkamera. Erst wenn Bomben, Munitionen und Minen geräumt sind, kann die Bevölkerung zurückkehren, Landwirtschaft und Handel betreiben. Erst dann ist die Grundlage für ein sicheres Leben gelegt.

Überprüfungskonferenz zum Landminenverbot
© John Fardoulis / HI
Minen und andere Waffen

Überprüfungskonferenz zum Landminenverbot

Vertreter von 164 Vertragsstaaten des Ottawa-Vertrags über das Verbot von Antipersonenminen treffen sich vom 25. bis 29. November in Oslo. Diese vierte Überprüfungskonferenz des Ottawa-Vertrags soll die Fortschritte beim Verbot von Antipersonenminen, bei der Vernichtung von Beständen, der Räumung von Minenfeldern und der Hilfe für die Opfer bewerten. Darüber hinaus soll während der Konferenz ein Fahrplan für die nächsten Jahre entwickelt werden. 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ