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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Nein zu Bombenangriffen auf Zivilisten

Minen, Streubomben und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit
Syrien

Handicap International hat am 4. Oktober in New York an der Versammlung der Expertengruppe zur Verwendung von Explosivwaffen in Wohngebieten teilgenommen. Die Herausforderung: Endlich eine starke politische Erklärung zu bekommen, um Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung zu beenden.

Ph. Houliat / Handicap International

Gut zwanzig Staaten haben letzten Dienstag an der Diskussion der Expertengruppe teilgenommen. Die Initiative dazu kam vor einem Jahr von Österreich mit dem Ziel eine politische Erklärung gegen den Einsatz von Explosivwaffen in Wohngebieten zu erarbeiten.

Diese Gruppe wächst… Ein positives Zeichen, das verdeutlicht, dass eine wachsende Anzahl an Staaten anerkennt, welches Problem Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung darstellen, und dass sie die Mobilisation der internationalen Gemeinschaft in diesem Bereich unterstützen. Die Auswirkungen von Explosivwaffeneinsätzen in bevölkerten Gebieten sind in der Tat verheerend: 2015 stammten 92% der Opfer von Einsätzen in Städten und Dörfern aus der Zivilbevölkerung. Die Stadt Aleppo in Syrien, die einer neuen Welle besonders intensiver Bombenangriffen durchleidet, veranschaulicht den Schrecken für die Bevölkerung.

Während der Gespräche in New York, haben Expertinnen von Handicap International berichtet, welche schweren Verletzungen Explosivwaffen hervorrufen und welche Bedürfnisse die Opfer haben. Und wir haben unsere Position bekräftigt: In einer zukünftigen politischen Erklärung müssen die Staaten sich öffentlich dafür einsetzen, diese Praxis zu beenden, das Leiden der betroffenen Bevölkerung anzuerkennen und den Opfer zur Seite zu stehen.

Während die Konflikte sich vermehren und die Verwendung von Explosivwaffen in Wohngebieten geradezu systematisch wird, ist es dringend notwendig eine politische Lösung zu finden.

Am 28. September 2016 veröffentlichte Handicap International den Bericht “Qasef: Flucht vor den Bomben“. Laut diesem Bericht ist der massive Einsatz von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten einer der vorrangigen Gründe für die Vertreibung der Menschen aus Syrien. Unterschiedslose Bombardierungen und Beschuss sind in diesem Konflikt zur Regel geworden und haben Millionen Menschen zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen. Handicap International appelliert dringend an die Konfliktpartien, den Einsatz von explosiven Waffen in bevölkerten Gebieten einzustellen. Ebenso rufen wir die internationale Gemeinschaft dazu auf, diese Praxis aufsschärfste zu verurteilen und Maßnahmen zu ergreifen, um ihr ein Ende zu setzen.

 

Damit solche Szenen in Zukunft der Vergangenheit angehören:

Jetzt Petition "Keine Bomben auf Wohngebiete" unterzeichnen

6 Oktober 2016
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Minen, Streubomben und andere Waffen

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München, 4. April 2019. Anlässlich des Internationalen Tags der Aufklärung über die Minengefahr äußert sich die gemeinnützige NGO Handicap International (HI) besorgt über die große Anzahl an Blindgängern durch den weit verbreiteten Einsatz von Explosivwaffen in aktuellen Konflikten. Außerdem ist der Einsatz von improvisierten Minen gestiegen. Die verminten Zonen befinden sich häufig in städtischen Gebieten, sie sind schwieriger zu räumen und stellen die humanitären Räumexpert/-innen vor neue Herausforderungen. HI führt in sieben Ländern Räumungsprojekte durch: Kolumbien, Irak, Laos, Libanon, Libyen, Senegal und Tschad. Die Organisation testet auch innovative Wege, um die Entminungsarbeit zu erleichtern wie beispielsweise den Einsatz von Drohnen, um betroffene Gebiete schneller zu erkennen und zu vermessen. Insgesamt sind 60 Staaten und andere Gebiete durch Minen und explosive Kriegsreste in der ganzen Welt verseucht.

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Seit der Eskalation des Konflikts im Jemen vor fast vier Jahren ist der humanitäre Bedarf im Land drastisch gestiegen. Es wird geschätzt, dass 24 Millionen Menschen – das sind 80 Prozent der Bevölkerung – im Jahr 2019 in irgendeiner Form humanitäre Hilfe benötigen[1]. Diese Zahl ist innerhalb von nur 12 Monaten um zwei Millionen bzw. 10 Prozent gestiegen. Dies lässt sich darauf zurückzuführen, dass die Wirtschaft im Jemen fast vollständig zusammengebrochen ist, sich der Konflikt über weite Teile des Landes erstreckt, Völkerrecht missachtet wird und immer mehr zivile Infrastrukturen zerstört werden. Insbesondere Schulen und Krankenhäuser sind betroffen. Darüber hinaus haben die Menschen keinen Zugang zu grundlegender Versorgung, was dazu beiträgt, dass viele an vermeidbaren Krankheiten sterben, die Anzahl der Vertriebenen stark ansteigt und sexuelle Gewalt zunimmt.

 

 

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