Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Neues Projekt im Jemen – gefördert von der SKala-Initiative

Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Seit Ausbruch des Krieges 2015 spielt sich die schwerste humanitäre Krise unserer Zeit im Jemen ab. Rund 75 Prozent der Bevölkerung des Landes sind aktuell auf Leistungen von humanitären Akteuren, wie zum Beispiel Handicap International angewiesen. Bisher konnte HI nur um die Hauptstadt Sana’a herum aktiv sein. Dank der finanziellen Unterstützung durch die Skala-Initiative können jetzt die Leistungen auf den Süden des Landes ausgeweitet werden. Auch dort können wir nun den Verwundeten und anderen schutzbedürftigen Menschen helfen.

Reha-Sitzung im Gesundheitszentrum in Sana'a

Reha-Sitzung mit HI im Gesundheitszentrum in Sana'a | © Martin Tinega / HI

Umfassende Rehabilitationsleistungen für Opfer des Jemen-Konflikts

Jemen war bereits vor der aktuellen Krise das ärmste Land in der Region. Durch die Krise hat sich die Situation soweit zugespitzt, dass der Jemen als die größte humanitäre Krise der Welt betrachtet wird. Von der Gesamtbevölkerung von 27,4 Mio. Menschen sind laut dem Büro der Vereinten Nationen für die Koordinierung der humanitären Hilfe (UN OCHA) rund 22 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Die Strukturen des Gesundheitssystems, die bereits vor dem Konflikt unzureichend waren, sind nun in Folge von Angriffen auf Krankenhäuser und Gesundheitszentren und durch die Tatsache, dass keine Gehälter mehr für medizinisches Personal gezahlt wurden, weitgehend zusammengebrochen. Nur noch etwa 50% der Gesundheitseinrichtungen sind überhaupt einsatzfähig, und auch dann sind sie nur schlecht mit Ausrüstung und Personal ausgerüstet.

22 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen

Das HI-Projekt im Jemen hat zum Ziel, die dringend benötigte Hilfe für Verwundete und Menschen mit Behinderung und deren Angehörige sowohl in den Gemeinden, als auch in Gesundheitszentren zur Verfügung zu stellen. Dank der finanziellen Unterstützung durch die SKala Initiative kann HI nun seine Leistungen von der Hauptstadt Sana‘a auf den Süden des Landes ausweiten.

Unterstützung der SKala-Initiative

Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt auf dem Aufbau und der Stärkung der lokalen Kapazitäten durch Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal in den Bereichen physische Rehabilitation, geistige Gesundheit und psychosoziale Unterstützung. Durch die Verringerung von Barrieren, etwa durch den Bau von Rollstuhlrampen, sollen die medizinischen Einrichtungen für Menschen mit Behinderung zugänglicher gemacht werden. Zusätzlich werden Rollstühle und andere Mobilitätshilfen sowie dringend benötigtes medizinisches Material für die Gesundheitseinrichtungen bereitgestellt.

Außerhalb der Zentren werden diese Hilfsleistungen für Bedürftige direkt in den Gemeinden zur Verfügung gestellt. So erreichen wir auch  die Menschen, die aus gesundheitlichen, finanziellen oder Gründen der Sicherheit nicht in der Lage sind, eine Gesundheitseinrichtung aufzusuchen.

 

Logo der SKala-Initiative

29 November 2018
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls
© Gilles Lordet / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Humanitäre Hilfe: Eine Geschichte des Mitgefühls

Am Montag, 19. August, ist Welttag der Humanitären Hilfe. Anlass genug, einen unserer engagierten Mitarbeiter zu Wort kommen zu lassen. Tichaona Mashodo leitet das mobile Einsatzteam im Südsudan. Im Interview blickt er auf die letzten zehn Jahre seines humanitären Engagements zurück.

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe
© GTO/THW
Inklusion Nothilfe

Kurs zur inklusiven Sanitärversorgung in der Nothilfe

Das Projekt „Phase 2 – Leave no one behind“ hat bei einem Simulationstraining des Technischen Hilfswerks und der German Toilet Organization deutsche humanitäre Akteure zum Bau von inklusiven Sanitäranlagen in der humanitären Hilfe geschult und ihnen einen umfassenden Überblick zu den Herausforderungen und Möglichkeiten geboten.

Eine Rampe für die Bildung
© C. Briade/HI
Inklusion Rehabilitation und Orthopädie

Eine Rampe für die Bildung

Chelsia aus Mosambik benötigt seit Geburt einen Rollstuhl. Einer Einschulung wurden dadurch viele Hindernisse in den Weg gelegt. Handicap International hat Chelsia deshalb in das Rehabilitations- und inklusive Bildungsprojekt aufgenommen, um ihr gleiche Chancen in der Schulausbildung zu ermöglichen.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ