Gehe zum Hauptinhalt

Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Politische Erklärung gegen die Bombardierung der Zivilbevölkerung

Minen und andere Waffen
Deutschland

Handicap International (HI) nimmt am ersten Ausschuss der Generalversammlung der Vereinten Nationen teil: dem Ausschuss für Abrüstung und internationale Sicherheit. Dieser hat Anfang Oktober seine Arbeit aufgenommen. Warum ist HI bei diesem großen internationalen Gremium dabei?

Unterstützer der Stop Bombing Civilians Kampagne mit ihrem Stop-Foto

Unterstützer der aktuellen Kampagne STOP! Bombing Civilians | Handicap International

HI bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen trifft sich jedes Jahr ab Anfang September. Sie besteht aus sechs Ausschüssen. Das sind große Arbeitsgruppen, von denen jede auf einen bestimmten Bereich spezialisiert ist. Ihre Aufgabe ist es, Diskussionen zu führen, die Generalversammlung auf besonders wichtige Themen hinzuweisen und Empfehlungen abzugeben. HI nimmt am Ausschuss für Abrüstung und internationale Sicherheit teil.

Im Dialog mit Staaten


Bei den Treffen in diesem Ausschuss wird HI vom 2. Oktober bis zum 2. November mit den Staaten im Dialog stehen. Dabei werden wir diejenigen Staaten, die noch nicht unterzeichnet haben, zur Unterzeichnung der Ottawa-Konvention (über das Verbot von Landminen) und die Oslo-Konvention (über das Verbot von Streubomben) aufrufen. Dies sind die zwei historischen Kampagnen von Handicap International. Außerdem sprechen wir die Staaten darauf an, dass immer mehr explosive Waffen in bewohnten Gebieten eingesetzt werden. Dazu legen wir ihnen unseren Bericht „Die Bomben folgten uns überall hin“ vor, den wir am 5. Oktober 2017 veröffentlicht haben. Dieser Bericht zeigtdeutlich die Verbindung zwischen den Bombenangriffen auf Zivilisten und der erzwungenen Migration der Bevölkerung im Syrien-Konflikt. Viele Menschen werden durch die Bomben gar mehrmals hintereinander in die Flucht getrieben.

Für eine politische Erklärung

Im Zuge des Kampfes gegen Bombenangriffe auf die Zivilbevölkerung (aktuelle Kampagne STOP! Bombing Civilians) setzt sich HI gegenüber den Staaten dafür ein, dass eine gemeinsame politische Erklärung ausgearbeitet wird. Diese soll drei Punkte hervorheben:  dass alle Staaten die Verwendung von explosiven Waffen in bewohnten Gebieten verurteilen; dass sie das Leid der zivilen Bevölkerungen anerkennen und dass sie den Opfern helfen. Die Erarbeitung einer solchen politischen Erklärung ist ein wichtiges Ziel in unserem Einsatz gegen Explosivwaffen. Wir erhoffen uns davon, dass am Ende maximal viele Staaten die Erklärung unterstützen und sie unterzeichnen. Derzeit arbeitet eine Gruppe von Staaten und Nichtregierungsorganisationen an einem Textentwurf. So eine Arbeit kann allerdings Jahre dauern… HI ist fest entschlossen, dem Einsatz von Explosivwaffen in bewohnten Gebieten ein Ende zu setzen – ganz besonders der Waffen mit Flächenwirkung.

Die Mobilisierung der Bürgerinnen und Bürger

Seit Anfang September betreibt HI eine Mobilisierungskampagne gegen Bombenangriffe auf Zivilisten in den sozialen Netzwerken mit dem Namen Stop Bombing Civilians. Mitmachen ist ganz einfach: „Stop“ auf die Hand schreiben, ein Foto schießen, auf dem die Hand gut sichtbar ist und das Bild auf unserer Kampagnenseite und in den sozialen Medien posten – mit dem Hashtag #StopBombing oder #StopBombingCivilians. So zeigen Sie ihre wertvolle Unterstützung für die Kampagne von HI!

26 Oktober 2017
Weltweites Engagement:
Helfen
Sie mit

Lesen sie weiter

Streubomben: Die tödliche Gefahr im Fokus
© Nicolas Axelrod/HI
Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit

Streubomben: Die tödliche Gefahr im Fokus

München, 28. August 2019. Der am 29. August veröffentlichte Streubomben Monitor 2019 zeigt, dass es weiterhin weltweit Opfer durch Streubomben gibt. In Syrien wurden erneut Angriffe mit diesen menschenverachtenden Waffen verzeichnet. In insgesamt acht Ländern und einem Gebiet wurden Menschen durch explosive Reste getötet oder verletzt. 99 Prozent der Opfer stammten aus der Zivilbevölkerung. Vom 2. bis 4. September fand in Genf die Konferenz der Mitgliedsstaaten des Oslo-Vertrags statt. Dieser Vertrag verbietet den Mitgliedsstaaten den Einsatz, die Herstellung, die Lagerung und Weitergabe von Streumunition. Gemeinsam mit der internationalen Kampagne CMC war HI in Genf dabei, um die Staaten an ihre Verpflichtungen zu erinnern. Erfreulicherweise sind bereits 99 Prozent der Streubomben aus Beständen der Vertragsstaaten vernichtet und auch die Räumung betroffener Gebiete macht Fortschritte - selbst wenn erste Verlängerungsanträge gestellt werden mussten. Die Räumung ist lebensnotwendig, da Streubomben durch ihre vielen Blindgänger eine tödliche und langfristige Bedrohung für die lokale Bevölkerung darstellen.  

Meilenstein für das Humanitäre Völkerrecht
© Elisa Fourt/HI
Minen und andere Waffen Öffentlichkeitsarbeit

Meilenstein für das Humanitäre Völkerrecht

Am 12. August jährt sich die Unterzeichnung der vier Genfer Abkommen von 1949 zum 70. Mal. Die Genfer Abkommen bilden das Kernstück des heutigen Humanitären Völkerrechts und schützen Menschen vor Grausamkeit und Unmenschlichkeit in Kriegssituationen.

Minenräumung unter extremen Bedingungen
© Gilles Lordet / HI
Minen und andere Waffen

Minenräumung unter extremen Bedingungen

Seit November 2018 führt HI im Tschad in der Nähe von Faya-Largeau, der Hauptstadt der Provinz Borku, ein Projekt zur Räumung von explosiven Kriegsresten wie Landminen und Explosivwaffen durch. Rund 50 Entminer/-innen sind dort im Einsatz. Gilles Lordet, Kommunikationsbeauftragter für HI, hat das Team bei einem typischen Morgeneinsatz begleitet.

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ