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So hilft Fußball Menschen mit Amputationen

Rehabilitation und Orthopädie
Deutschland

In den nächsten Wochen wird der Fußball europaweit die Menschen begeistern. Und auch in unseren Projekten spielt er – genauso wie viele andere Sportarten – eine große Rolle. Die Bewegungen und der Spaß helfen Menschen mit Amputationen dabei, sich an ihre neue Situation zu gewöhnen und wieder mobil zu werden. Isabelle Urseau, Rehabilitationsspezialistin bei Handicap International, gibt uns einen tieferen Einblick in die Thematik.

Ein kleines Mädchen mit Prothese wird von einer Frau gehalten und versucht einen Ball zu treten.

Die 17 Monate alte Blaurah auf dem besten Weg zum Fußball-Star. Hier in einem Reha-Zentrum von Handicap International auf Haiti. | © William Daniels / Handicap International

„In vielen der Polikliniken, die durch Handicap International unterstützt werden, spielen Ballspiele und vor allem Fußball eine zentrale Rolle in der Rehabilitation von Patientinnen und Patienten mit einer Amputation der unteren Extremitäten.“

 

Zu sehen ist Qusay ein vierzehnjähriger Junge, der beide Beine bei einem Angriff auf sein Heimatdorf in Syrien verlor. Auf dem Bild sieht man, wie er unter Anleitung einer Physiotherapeutin auf eine Krücke gestützt

Mutig stellt sich der vierzehnjährige Qusay aus Syrien dem Parcours © B. Almeras / Handicap International

„Während der Physiotherapie können Ballübungen den Menschen dabei helfen, sich besser an ihre Prothesen oder Orthesen zu gewöhnen. Wir beginnen mit einem Schritt, dann kommt ein Pass oder ein vorsichtiges Dribbling und am Ende gibt es sogar ein richtiges Match...“

 

 

„Dieses spielerische Lernen hilft den Menschen auch emotional. Die Ballspiele sind unterhaltsamer und einfacher als Standardübungen. Und gerade Kinder merken, dass sie wieder ein „normales“ Leben führen können und unbeschwert mit anderen spielen können...“

 

Ein Junge mit amputiertem Bein steht vor einer Wand  auf Krücken und sieht einen Ball auf sich zufliegen. Er blickt gespannt und lächelnd nach oben. Links von ihm befindet sich ein Holzgerüst und rechts von ihm eine Tür. Die Wand ist verwittert.

Der Blick zeigt klar nach oben - Fußball als Wegbereiter in ein neues Leben © William Daniels / Handicap International

7 Juni 2016
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Verheerende Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Menschen mit Behinderung
© Imani Rugenge / HI
Nothilfe Rehabilitation und Orthopädie

Verheerende Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Menschen mit Behinderung

Internationaler Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember

Die langfristigen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf das Leben von Menschen mit Behinderung sind in den ärmsten Ländern verheerend. Darauf macht die gemeinnützige Hilfsorganisation Handicap International (HI) anlässlich des Internationalen Tags der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember aufmerksam. Die medizinische Grundversorgung ist oftmals eingeschränkt. Menschen mit Hör- oder Sehbeeinträchtigungen erhalten kaum Informationen über das Infektionsrisiko. Kliniken sind selten barrierefrei. In einigen Ländern hat der Lockdown besonders dramatische Folgen, da sich Menschen mit Behinderung nur schwierig mit Lebensmitteln versorgen können. Viele sind isoliert.

sonnenklar.TV Spendentag 2020
© HI
Öffentlichkeitsarbeit

sonnenklar.TV Spendentag 2020

212.000 Euro auf sonnenklar.TV für Handicap International! PGA Golf Professional Mark Stevenson und Pop-Schlager-Star Chris Cronauer übergeben großen Spendenscheck in der „Kunath & Co Holiday Show“ für zahlreiche Projekte zu Gunsten von Menschen mit Behinderung weltweit

Landminen Monitor 2020
© J-J. Bernard/HI
Minen und andere Waffen

Landminen Monitor 2020

Der am 12. November veröffentlichte Landminen Monitor 2020 berichtet zum fünften Mal in Folge über hohe Opferzahlen durch Landminen, explosive Kriegsreste und improvisierte (selbstgebaute) Minen. Im Jahr 2019 verzeichnete der von der internationalen Landminenkampagne erstellte Monitor 5.554 Minenopfer: durchschnittlich 15 Tote und Schwerverletzte pro Tag, fast alle aus der Zivilbevölkerung, darunter viele Kinder (1.562). Die meisten Opfer wurden in Afghanistan, Syrien, Myanmar, Mali und der Ukraine gezählt.  Aufgrund der Corona-Pandemie ist die Minenräumung vielerorts unterbrochen. Die gemeinnützige Organisation Handicap International (HI) fordert alle Staaten auf, Druck auf kriegsführende Parteien auszuüben, damit sie den Einsatz dieser barbarischen Waffen beenden.