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Sozialarbeiterin Davann: Mit dem Roller an der Seite der Schwächsten

Inklusion Rehabilitation und Orthopädie Vorsorge und Gesundheit
Kambodscha

Davann, 42, ist Sozialarbeiterin. Sie fungiert als Verbindungsglied zwischen den in Dörfern lebenden Männern, Frauen und Kindern mit Behinderung und dem Rehabilitationszentrum von Kampong Cham. Davann ist ein unverzichtbares Glied in der Solidaritätskette, die in dieser Region Kambodschas die ärmsten und isoliertesten Menschen unterstützt.

Zu sehen sind Davann und der fünfjährige Junge Sovannareach Roeun, beide auf einem Teppich im Haus von Sovannareachs Eltern sitzend und lächelnd.

Der fünfjährige Sovannareach Roeun empfängt Davann regelmäßig bei sich zuhause. | © Lucas Veuve / Handicap International

Davann springt geschickt von ihrem Motorrad, nimmt ihren Helm ab und klopft sich den Staub von der Kleidung. Nach über einer Stunde Anfahrt in glühender Hitze ist sie endlich angekommen. Als sie auf ein kleines, auf Pfeilern errichtetes Holzhaus zugeht, breitet sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. Heute besucht sie ein Kind, das nach einem Verkehrsunfall amputiert werden musste. Im Schatten unter dem Haus wartet die ganze Familie auf sie.

 

Davann steigt von ihrem blauen Motorroller, im Hintergrund ist ein Rehabilitationszentrum zu sehen.

Davann on tour - unermüdlich reist sie von Dorf zu Dorf, um den Menschen Beistand zu leisten   © Pascale Jérome / Handicap International

 „Ich bin Teammitglied des Kampong Cham Rehabilitationszentrums, das von Handicap International geleitet wird. Ich unterstütze vor allem die ärmsten und am isoliertesten lebenden Patientinnen und Patienten des Zentrums“, erklärt Davann.

 

Davann besucht an drei Tagen der Woche die Dörfer, sei es bei praller Sonne oder im strömenden Regen. Sie kennt alle Patientinnen und Patienten des Reha-Zentrums. Zudem macht sie auch neue Menschen mit Behinderung ausfindig, denen noch nicht bewusst ist, dass sie mit Hilfe von orthopädischen Hilfsmitteln ein selbständigeres Leben führen können.

 

„Meine Rolle besteht darin, den Kontakt mit denjenigen aufrechtzuerhalten, die Nachfolgeuntersuchungen bei unseren Fachkräften der Physiotherapie und der Orthopädie wahrnehmen müssen. Ich stelle sicher, dass sie zum nächsten Termin erscheinen. Ich frage sie, wie es ihnen geht und schaue nach, ob alles in Ordnung ist“, sagt Davann lächelnd.

 

Zu sehen ist Davann mit Chetra und seiner Mutter. in ihrem Zuhause. Sie zeigt ihm die richtige Benutzung seiner Prothese.

Auch der sechsjährige Chetra und seine Mutter sind froh über eine zuverlässige und vertraute Ansprechpartnerin © Lucas Veuve / Handicap International

„Die Armut macht das Leben der Dorfbevölkerung sehr schwierig. Das kleinste Problem kann schon schwerwiegende Folgen haben. Deshalb sende ich jemanden, dem es nicht gut geht, direkt ins Krankenhaus. Wenn die Prothese gebrochen ist oder bei Kindern im Wachstum zu klein geworden ist, dann plane ich sofort einen Termin für den Austausch. Ich rede auch viel mit den Familien der Kinder und sorge dafür, dass sie zur Schule gehen, sich für eine Berufsausbildung anmelden oder lesen und schreiben lernen. Meine Arbeit ist faszinierend und sinnvoll.“

Die beiden restlichen Tage der Woche ist Davann in Kampong Cham und fungiert als Verbindungsglied zwischen den Patient*innen und dem Personal für Physiotherapie und Orthopädie sowie den Fachkräften für Mutter-Kind-Gesundheit. Im Jahr 2014 haben 1.994 Menschen die umfassenden Dienstleistungen des Rehabilitationszentrums genutzt.

25 Juni 2015
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