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Co-Preisträger Friedensnobelpreis 1997

 

Syrien: Es ist dringend erforderlich, den Schutz von Zivilisten und humanitären Helfern zu gewährleisten.

Minen und andere Waffen
Syrien

Im Nordosten Syriens wiederholt sich der Kreislauf von Gewalt, Angst und Unsicherheit für die Bewohner/-innen! Wieder einmal sind Zivilist/-innen die ersten Opfer von Bombenanschlägen. Handicap International (HI) ist äußerst besorgt angesichts der militärischen Eskalation und der Bedrohung der Zivilbevölkerung. HI ruft alle Konfliktparteien auf, die Zivilbevölkerung zu schützen, insbesondere in den von Luftangriffen und Artilleriefeuer betroffenen Ballungsgebieten.

Abdel Rahman, 12, wird von einem Physiotherapeuten von HI betreut.

Abdel Rahman, 12, wird von einem Physiotherapeuten von HI betreut. | © W. Daniels / HI

 

Nach Angaben des UN-Büros für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (OCHA) benötigen mindestens 1,6 Millionen Menschen im Nordosten des Landes humanitäre Hilfe. Hilfsorganisationen vor Ort berichten, dass die Grundversorgung bereits an vielen Stellen unterbrochen ist, einschließlich der medizinischen Versorgung sowie der Wasserversorgung. Wenn die Gewalt andauert, wird erwartet, dass sich der Zugang der Menschen zu humanitärer Hilfe verschlechtern und die Zahl der Bedürftigen zunehmen wird. 

Zehntausende auf der Flucht

Der fünf Kilometer lange Streifen entlang der Grenze zwischen der Türkei und Syrien wird derzeit kontinuierlich angegriffen. Schätzungsweise 450.000 Zivilist/-innen leben dort, von denen 90.000 bereits vorher innerhalb ihres Landes vertrieben wurden. Die Vereinten Nationen berichten, dass mehr als 64.000 Menschen in der Grenzregion in den ersten 12 Stunden der Offensive aus ihren Häusern geflohen sind. Humanitäre Organisationen vor Ort unterstreichen den wachsenden Bedarf an humanitärer Hilfe innerhalb und außerhalb der Region. Darüber hinaus wird wichtige Infrastruktur und damit der Zugang zu humanitärer Soforthilfe zerstört.

Seit Beginn der syrischen Krise arbeiten unsere Teams unermüdlich mit syrischen Flüchtlingen in Jordanien, Libanon und Irak zusammen. Sie nehmen Verwundete aus ganz Syrien auf, um ihnen mit Rehabilitation, Ausrüstung und psychologischer Unterstützung zu helfen.

14 Oktober 2019
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Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig
© Armelle Toucour
Minen und andere Waffen

Militäreinsatz im Nordosten Syriens: Der Schutz der Zivilbevölkerung und humanitären Helfer/-innen ist lebensnotwendig

Die jüngste Militäroffensive im Nordosten Syriens droht tausende Zivilist/-innen von Hilfe abzuschneiden und treibt viele in die Flucht, die oft schon vorher innerhalb Syriens geflohen waren. Davor warnen 15 Hilfsorganisationen, darunter Handicap International. CARE, Ärzte der Welt und Oxfam. Sie fordern die Konfliktparteien dazu auf, das humanitäre Völkerrecht uneingeschränkt zu respektieren und in dicht besiedelten Gebieten keine explosiven Waffen einzusetzen. 


 

Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen
© B. Chapuis / HI
Minen und andere Waffen Politische Kampagnenarbeit

Wiener Konferenz: Mehrheit der Staaten für mehr Schutz der Zivilbevölkerung vor Bombardierungen

Wien, 2. Oktober 2019. Vertreter/-innen von 133 Staaten und der Zivilgesellschaft kamen für zwei Tage in Wien zur „Internationalen Konferenz zum Schutz der Zivilbevölkerung in der städtischen Kriegsführung“ zusammen. Die Mehrheit der Teilnehmer/-innen unterstützte die Notwendigkeit, dass das menschliche Leid, das durch den Einsatz von Explosivwaffen verursacht wird, beendet werden muss und zeigte sich dazu bereit, mit diesem Ziel an einem politischen Instrument zu arbeiten. Die Konferenz ebnete den Weg für einen Verhandlungsprozess, an dessen Ende im Frühjahr 2020 eine politische Erklärung zur Verabschiedung vorgelegt werden soll. Die Vertreter Deutschlands verpflichteten sich in Wien, konstruktiv an dem Prozess hin zu einer politischen Erklärung mit zu arbeiten. Handicap International hatte jahrelang auf die menschliche Tragödie durch die Bombardierung in Wohngebieten hingewiesen. Die Organisation begrüßte die große Anzahl an teilnehmenden Staaten und unterstrich, dass auch konkrete Maßnahmen zur Unterstützung der Opfer Teil der Erklärung sein müssen. 

Mahnmal für den unbekannten Zivilisten in Wien eingeweiht
© BMEIA Eugenie Berger
Minen und andere Waffen

Mahnmal für den unbekannten Zivilisten in Wien eingeweiht

Auf der Wiener Konferenz für mehr Schutz für die Zivilbevölkerung vor Bombardierungen hat die Hilfsorganisation Handicap International (HI) das „Mahnmal für den unbekannten Zivilisten“ eingeweiht. Es soll an die unzähligen zivilen Opfer bewaffneter Konflikte erinnern. HIs Kampagnendirektorin Anne Héry, der Präsident der Konferenz, Thomas Hajnoczi, der Vizepräsident des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) Gilles Carbonnier und Hansjörg Strohmeyer aus dem Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten der Vereinten Nationen (OCHA) legten Blumenschmuck nieder und wiesen auf das enorme Leid der Zivilbevölkerung hin.

 

Handicap International e.V. ist anerkannter Partner von folgenden öffentlichen Institutionen:

Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ Aswärtiges Amt, BMZ, Europa, UNHCR, GIZ